Etwas sehr Altes auszugraben ist das eine, es auch als einen besonderen Fund zu erkennen, das andere.
Bei Ausgrabungsarbeiten in der niederländischen Gemeinde Wijk bij Duurstede kam kürzlich beides zusammen, wie in den Nachrichten auf der Homepage der Stadt zu lesen ist.
Da wir uns bei GameStar Tech immer wieder auch wissenschaftlichen Themen inklusive der Archäologie widmen, werfen wir einen etwas genaueren Blick auf den Fund unserer Nachbarn.
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Details zu dem besonderen Fund
Bei den Arbeiten in Wijk bij Duurstede ging es um die Erneuerung einer Abwasseranlage. Im Zuge der Ausgrabungen wurde ein großer bearbeiteter Holzbalken entdeckt.
Gut möglich, dass er als ungewöhnlicher, aber letztlich belangloser Fund entsorgt worden wäre – hätte nicht der Hobbyarchäologe Danny van Basten von dem Fund mitbekommen.
Er stellte den Kontakt zu den passenden Behörden her, so dass Spezialisten von der Viking Ship Management Foundation und dem Museum Dorestad hinzugezogen wurden.
Sie haben Folgendes festgestellt:
- Die Form und die Kerben des Holzes legen nahe, dass es sich um ein Schiffsteil handelt, den so genannten Spanten.
- Der Ort des Fundes und dort ebenfalls entdeckte Fragmente aus Keramik führen die Wissenschaftler zu der Vermutung, dass es sich um ein Schiff der Karlolingerzeit handeln könnte, also ungefähr aus dem 7. bis 8. Jahrhundert nach Christus. Völlig gesichert ist das aber noch nicht.
- Laut Stadtarchäologin Anne de Hoop ist der Balken 3,20 Meter lang und 30 Zentimeter dick, er könnte ursprünglich aber noch größer gewesen sein. Die Jahresringe des Holzes sollen nun dabei helfen, sein Alter möglichst genau zu bestimmen.
Wie der Holzbalken dort landen konnte
Wijk bij Duurstede befindet in der Nähe von Utrecht beziehungsweise etwa 100 Kilometer von der Küste entfernt.
Als Erklärung, wie es die Überreste eines Wikingerschiffs bis dorthin schaffen könnten, führt der Bericht der Stadt einen ehemaligen Kanal an, der sich dort befunden haben könnte und in dem sie möglicherweise vor langer Zeit angespült wurden.
Die genauere Untersuchung dazu könnte noch Monate dauern. Später wird der Fund möglicherweise im Museum Dorestad ausgestellt, das sich in dem kleinen Ort befindet.

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