Mein persönlicher neunter Kreis der Hölle: Für den Rest meines Lebens eingepfercht zu sein zwischen NPCs aus Forza Horizon. Diesen Jordys, Trents, Joels und Rebeccas, alles Umrisse echter Persönlichkeiten, die nur eine Mission haben: dich den ganzen Tag wie eine Grinsekatze anzustrahlen und dir ins Ohr zu jubeln.
»Ich liebe Autos, ich liebe Rennen, ich liebe Community, ich liebe dich. Und selbst wenn du bei Bremsen an Insekten denkst, dein Kotflügel die halbe Einkaufsmeile mitreißt und mit 200 km/h einem Bauern das Reisfeld rasierst, bist du trotzdem klasse, denn wir sind hier super positiv und glücklich.« Alle in Horizon sind so fürchterlich nett, für einen Muffi Schlumpf wie mich ist das schrecklich.
Aber Scherz beiseite: Dieses »Problem« hat nicht nur Forza Horizon 6, es plagte schon Forza Horizon 5. Und davor Forza Horizon 4. Und davor Forza Horizon 3. Die Horizon-Serie neigte immer dazu, von Teil zu Teil wenig zu ändern – und hier liegt bei Horizon 6 mehr denn je der Hund begraben: Falls ihr euch in puncto Gamedesign oder Open-World-Formel substanzielle Neuerungen gegenüber den Vorgängern erhofft, dann hofft lieber gleich auf sinkende PS5-Preise. Horizon 6 spielt sich über weite Strecken wie Horizon 5 mit neuer Map.
Aber so eine Horizon-Formel-Müdigkeit ist auch der einzige Grund, Forza Horizon 6 keine Chance zu geben, denn dieses Spiel ist ansonsten ein absolutes Brett.
Das liegt zum einen daran, dass es nach all den Jahren endlich, endlich, endlich nach Japan geht. Aber darüber hinaus haben die Entwicklerinnen und Entwickler an zwei Stellen dann doch aus dem Vorgänger gelernt und eine ohnehin schon fantastische Formel noch ein ein bisschen verbessert.
Die Ausgangslage von Forza Horizon 6
Klären wir den langweiligen Drumherum-Krams mal im Schnelldurchlauf. Auch in Horizon 6 seid ihr wieder junger Racing-Anwärter beziehungsweise -Anwärterin, wieder wird ein gigantisches Horizon Festival veranstaltet, wieder schaltet ihr durch Rennen, Stunts und andere Aktivitäten neue Showcase-Megarennen frei. In der rund 30-stündigen Kampagne folgt ihr im Prinzip zwei Pfaden:
- Ihr steigt im Horizon Festival auf, indem ihr durch erfolgreiche Events neue Armbändchen ergattert, die wiederum neue Events und Showcase-Rennen freischalten. Zum Beispiel gegen einen gigantischen Mech, der aus Lizenzgründen nicht Gundam, sondern Chaser Zero heißt.
- Durch alle möglichen anderen Events (zum Beispiel Straßen- und Touge-Bergpassrennen) bekommt ihr in eurem »Discover Japan«-Reisebüchlein neue Stempel. Und die schalten Scheunenfunde und neue kaufbare Behausungen frei.
Und dann gibt's noch altbekannte Herausforderungen, Skilltrees, Wheelspins, yadda, yadda, yadda, um irgendwann sämtliche 600+ Autos in eurem Pokédex abzuhaken. Und im Dunstkreis dieses immensen Fuhrparks rede ich gleich mal über die beiden zwei Verbesserungen von Horizon 6.
13:24
Forza Horizon 6 im Test: Die Spitze der Open World-Racer?
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