Vergangenes Wochenende ging ein KI-Video viral, das Brad Pitt im Kampf mit Tom Cruise zeigte. Ein Mensch hatte das laut eigener Aussage mittels zwei Sätzen in der Software Seedance 2.0 erstellt.
Viele sehen dadurch den Untergang Hollywoods. Eine andere Seite der Medaille sind die Urheberrechte der Personen, die in solchen fragwürdigen Videos zu sehen sind. Mittels GenKI und Deepfakes scheint mittlerweile alles möglich.
Keanu Reeves hat sich deshalb verträglich davor schützen lassen – und das schon vor Jahren. Das sagte er in einem Interview mit Wired aus dem Jahr 2023.
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Im Interview spricht ihn der Interviewer auf eine Klausel an, die besagt, dass Reeves Ebenbild respektives seine Performances ohne seine Zustimmung nicht digital manipuliert werden dürfen. Dazu sagt der Mime:
Es macht mir nichts aus, wenn jemand während einer Bearbeitung etwas herausnimmt. Aber ganz am Anfang, in den frühen 2000er Jahren, oder vielleicht waren es auch die 90er, wurde eine meiner Darbietungen verändert. [Er will nicht sagen, welche.] Sie fügten eine Träne in meinem Gesicht hinzu, und ich dachte nur: ›Hä?!‹
Im Verlauf des Gesprächs zeigt sich Reeves überrascht, nicht über die Technologie selbst, sondern wie sie genutzt wird.
Wir hören bereits Musik, die von KI im Stil von Nirvana komponiert wurde, es gibt digitale NFT-Kunst. Das ist cool, so nach dem Motto: ›Schaut mal, was die niedlichen Maschinen alles schaffen können!‹ Aber dahinter steckt eine Korporatokratie, die diese Dinge kontrollieren will. Kulturell und sozial werden wir mit dem Wert des Echten oder dem Nicht-Wert konfrontiert werden.
Reeves sieht in KI ein System zur Kontrolle und Manipulation – und kommt zu einem ernüchternden Schluss. Leute, die für Kunst zahlen, würden lieber nicht dafür zahlen. Damit meint er vor allem die Menschen, die am längeren Hebel sitzen, im Falle des Schauspielers also Studio-Bosse und Produzentinnen und Produzenten.
Sie suchen aktiv nach einem Weg, dich zu umgehen, denn Künstler sind knifflig. Menschen sind chaotisch.
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Wie gut funktioniert Keanu Reeves’ Klausel? Es existiert ein YouTube-Channel namens Unreal Keanu Reeves mit Deepfake-Videos des Schauspielers. Der Kanal hat 1,91 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten.
Das zeigt auf, wie undurchsichtig die Urheberrechtsstandards durch KI geworden sind. Trotz einer vertraglich geregelten Klausel ist es als weltberühmter Schauspieler nahezu unmöglich, Deepfakes und Fake-Videos von sich selbst zu verhindern.







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