280 Millionen Infektionsversuche seit Jahresanfang: Neue Version bekannter Schadsoftware bedroht Windows, aber es gibt auch gute Nachrichten

Sicherheitsforscher haben eine neue Variante des Snake-Keyloggers entdeckt. Wir klären auf, was dahintersteckt und wie ihr eure Systeme schützen könnt.

Bisher bleiben deutsche Windows-Nutzer zum großen Teil von Angriffen verschont. Quelle: stock.adobe.com - AcaciaDaydreams Bisher bleiben deutsche Windows-Nutzer zum großen Teil von Angriffen verschont. Quelle: stock.adobe.com - AcaciaDaydreams

Mit der Veröffentlichung von Windows 11 hat Microsoft die Sicherheit des Betriebssystems weiter verbessert. Trotzdem gelingt es Schadsoftware immer wieder, Systeme erfolgreich anzugreifen.

Das ist passiert: Sicherheitsforscher von Fortinet haben Informationen über eine neue Malware veröffentlicht.

Es handelt sich um einen Keylogger, der Aktivitäten auf dem Windows-PC aufzeichnet und an die Betreiber überträgt. Hauptziel der Malware sind Browser und hier besonders Passwörter von Nutzern. Aber auch andere wichtige Daten werden abgegriffen und übermittelt.

Video starten 5:00 Wir ignorieren die Windows-Warnung, den PC nicht auszuschalten und es passieren merkwürdige Dinge

Laut Fortinet wurde die neue Variante des Snake-Keyloggers schon über 280 Millionen in diesem Jahr von der hauseigenen Sicherheitssoftware abgeblockt.  

Im Detail:

  • Aktivitäten konzentrieren sich momentan hauptsächlich auf die Länder China, Türkei, Indonesien, Taiwan und Spanien.
  • Die Malware wird vor allem über Phishing-Emails verbreitet.

Deutsche Nutzer sind daher momentan nicht im Fokus der Malware.

Gut zu wissen: Phishing-Angriffe zielen vor allem auf die Erbeutung von Passwörtern und anderen wichtigen Daten ab. Sie können aber auch für andere Angriffe, wie die Verteilung von Malware, verwendet werden.

Führen Windows-Nutzer die Malware auf ihrem PC aus, fügt sie ein Script in den Autostart-Ordner von Windows ein. So wird sie automatisch bei jedem Start des Systems ausgeführt. Daneben verwendet sie verschiedene Techniken, um der Enttarnung vorzubeugen.

Ist die Malware aktiv, werden vor allem Browser überwacht. Neben den Eingaben des Anwenders kann die Malware auch auf die Zwischenablage und andere Daten, wie zum Beispiel Autofill, zugreifen.

So verbessert ihr den Schutz eures Windows-PCs

Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen könnt ihr die Sicherheit eurer Windows-Systeme erhöhen:

  • Haltet Windows und Software wie Browser aktuell.
  • Nutzt eine Sicherheitssoftware. Windows Defender ist standardmäßig aktiviert.
  • Seid bei Links oder Dateianhängen vorsichtig, vor allem wenn der Absender unbekannt ist oder andere Dinge unstimmig sind.
  • Überwacht regelmäßig die Autostart-Ordner des Systems. Mit einer kostenlosen Software wie Autoruns von Microsoft habt ihr dort den Überblick.
  • Nutzt zusätzliche Sicherheitssysteme wie Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys, um die Sicherheit zu verbessern.
  • Regelmäßige Sicherungen sind ebenfalls empfehlenswert, um Daten wiederherstellen zu können.

Verdächtige Dateien können zudem über kostenlose Dienste wie Virustotal gescannt werden. Der Dienst scannt Dateien und Links mit Datenbanken verschiedener Antivirendienste.

Eine hundertprozentige Sicherheit kann aber nie gewährleistet werden.

Nun seid ihr gefragt. Wie schützt ihr eure Daten und elektronischen Geräte? Nutzt ihr Windows Defender oder eine andere Sicherheitssoftware? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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