Konsolen-Spiele dank KI auf dem PC: Hört auf, die Zerstörung unseres Hobbys zu feiern!

Nachgebautes Photoshop, PS5-Spiele bald auf dem PC, Mario in Elden Ring: Die KI macht gerade alles möglich, und das Netz jubelt. Dabei sollte es lieber laut Alarm schlagen. Gefeiert wird gerade der Anfang vom Ende des Spielens, wie wir es kennen.

Mario in Elden Ring ist auf den ersten Blick ganz lustig – Petra sieht darin aber ein riesiges Problem. Mario in Elden Ring ist auf den ersten Blick ganz lustig – Petra sieht darin aber ein riesiges Problem.

Erinnert ihr euch noch an 2004, als die halbe Welt auf die Barrikaden ging? Half-Life 2, das man sich für teures Geld im Laden gekauft hatte, sollte zusätzlich im Internet auf diesem Steam-Dings freigeschaltet werden!? »Unverschämt, machen wir nicht! Das geht zu weit!« Käme heute Half-Life 3 raus, würden nur die Hardcore-Sammler nach einer Collector's Edition fragen – in der exakt null Datenträger liegen würden.

Petra Schmitz
Petra Schmitz

Petra findet Steam famos, Petra kann sich ein Leben ohne Steam quasi nicht mehr vorstellen. Petra fand Steam sogar schon vor Half-Life 2 super, denn bereits im September 2003 konnte man dort Counter-Strike einfach so von Version 1.4 auf Version 1.6 patchen. Und wer den Quatsch vorher ständig von Hand erledigen musste, der sank dankend vor dem Rechner auf die Knie. So auch Petra.

Steam wurde übrigens nicht nur zum Erfolg, weil man es für Half-Life 2 brauchte, sondern weil es wahnsinnig bequem ist. Klickklickklick – und kurze Zeit später spiele ich den Titel, den ich spielen möchte. Kein Elektrofachhandel, kein Postbote. Bequemlichkeit schlägt Prinzipien, und zwar fast immer. 

Die finstere Gegenwart

2026 feiert eine laute Menge im Internet, dass jemand mit Hilfe von KI die wichtigsten Adobe-Tools nachgebaut hat. Klar, die laufen nicht ganz so rund wie Photoshop und Lightroom, aber der Tenor ist: Da hat es jemand den gierigen Adobe-Menschen mal so richtig gezeigt! Robin-Hood-Move, nur halt schnell mit ein paar Prompts hingeklöppelt.

Wir erinnern uns: Adobe ist 2013 von den Disc-Versionen abgerückt und bot den ganzen Creative-Suite-Kram ab da nur noch im Online-Abo an. Wer jubelt nun über die nachgebauten Tools? Ganz sicher nicht, wer mit Adobe sein Geld verdient. Für den ist die Software ein Werkzeug wie Kamera und Rechner: steuerlich absetzbar, auch in den USA, und in der Rechnung an die Kundschaft einkalkuliert.

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