Es ist der Albtraum für jeden Lesefan: Der E-Reader, der tausende Seiten lang fehlerfrei funktionierte, landet durch eine reine Software-Entscheidung plötzlich auf dem Abstellgleis.
Genau dieses Schicksal ereilt nun die Besitzer von 13 älteren Kindle-Modellen, für die Amazon den Support offiziell einstellt. Damit entfallen für Betroffene der Zugriff auf den Shop, das Downloaden und Synchronisieren von Inhalten sowie Updates.
In Foren und auf Plattformen wie Reddit ist die Enttäuschung über diesen Schnitt entsprechend groß. Doch statt die Geräte gleich zum nächsten Recyclinghof zu bringen, schlägt die Community gleich fünf Wege vor, noch einen Nutzen aus den Geräten zu ziehen.
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Kindle: So stellt ihr die Ansicht auf Querformat um
Sideloading via USB
Während Amazon das Herunterladen von Büchern aus dem Store in Zukunft unterbindet, bleibt die Möglichkeit, Bücher per USB-Kabel auf das Kindle-Gerät zu übertragen.
Zum Einsatz kommen kostenlose Tools wie Calibre, eine Software für alle gängigen Betriebssysteme zur Verwaltung von E-Book-Bibliotheken. Ein großer Vorteil von Calibre ist die Möglichkeit, E-Books in das Kindle-Format zu konvertieren.
Per USB-Kabel können dann Bücher von anderen Geräten auf das Kindle-Gerät übertragen werden.
Den Kindle als Offline-Bibliothek weiternutzen
Auch wenn Amazon die Verbindung zum Shop und der Cloud kappt, bleibt die grundsätzliche Funktion als E-Reader erhalten. Alle bereits heruntergeladenen Bücher können somit weitergelesen werden.
Betroffene Kunden sollten zudem überlegen, noch nicht heruntergeladene Bücher auf den Kindle zu übertragen.
Diese können weiterhin auf dem Kindle gelesen werden. Neue Bücher können stattdessen über das Sideloading auf den Kindle übertragen werden.
Jailbreaks
Für technisch versierte Nutzer kann ein Jailbreak eine Lösung sein. Hierbei werden Einschränkungen von Seitens Amazon aufgehoben. Auch die Installation von anderen E-Readern, wie KOReader, sollte nach einem erfolgreichen Jailbreak möglich sein.
Durch die Installation unterstützt der Kindle dann unter anderem das EPUB-Format und mehr Einstellungsmöglichkeiten.
Amazon Trade-In
Für Kindle-Nutzer, die Amazons Cloud und Shop weiterhin nutzen möchten, besteht die Möglichkeit, das alte Kindle-Gerät als einen Trade-In zu nutzen. Hierbei gewährt Amazon einen Nachlass auf den Kauf von neuen Kindles. Oft gibt es einen Rabatt von 20 Prozent auf den Kauf.
Mehr zum Thema: Eines der beliebtesten Features auf dem Handy spaltet bei Kindle und Co. die Gemüter
Ein zweites Leben
Bastler können aus dem Kindle einen Smart-Screen machen. Dazu kann ein Jailbreak notwendig sein. Hinterher kann der Kindle dann als Uhr, Wetterstation oder Kalender genutzt werden. Dank der E-Ink-Displays braucht das Gerät sehr wenig Strom. Nun ist eure Meinung gefragt.
Nun ist eure Meinung gefragt. Nutzt ihr einen E-Reader und seid vielleicht sogar von der Entscheidung von Amazon betroffen? Wie würdet ihr reagieren, wenn es euch betreffen würde? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar unten.
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