Kindle Scribe Colorsoft: Warum sich das Warten nicht lohnt und welche E-Reader ihr euch stattdessen holen könnt

Dieses Jahr wird in Deutschland ein neuer Kindle Scribe mit Farbdisplay erscheinen. Wann genau, weiß momentan niemand. Aber ich halte den E-Reader sowieso für nicht wirklich notwendig.

Ein neuer Kindle Scribe kommt nach Deutschland – fragt sich nur, wann. Ein neuer Kindle Scribe kommt nach Deutschland – fragt sich nur, wann.

Seit Dezember 2025 könne Buch-Fans in den USA einen neuen Kindle kaufen. Das neue Kindle Scribe Modell bietet ein Farbdisplay und weiterentwickelte KI-Features und soll dieses Jahr auch in Deutschland auf den Markt kommen. Wann genau ist unklar. Aber aus meiner Sicht, gibt es bereits Alternativen auf dem Markt, die sich wesentlich mehr lohnen. Warum also warten?

Der eigentliche Kindle Scribe ist gerade sogar reduziert

Was der neue Kindle Scribe Colorsoft bieten soll

Der E-Reader in Tablet-Größe hat ein 11-Zoll-Display haben ist mit einem Frontlicht ausgestattet. Damit ist er etwas größer, als der herkömmliche Kindle Scribe. Neu ist aber natürlich vor allem das Farbdisplay, das wir bisher nur vom Kindle Colorsoft kennen. Allerdings soll das Display noch bessere und mehr Farben darstellen können, als die bisherigen Modelle von Amazon. In der Praxis sind die Unterschiede ersten Erfahrungsberichten nach aber eher weniger signifikant.

Ebenfalls neu: Ein neues, verbessertes Zeichenprogramm mit verschiedenen Farben und verschiedener Stift-Intensitäten. Natürlich ist das nicht gleichwertig zu einem echten Grafiktablet, aber wer hin und wieder ein bisschen zeichnen will, für den wird das locker ausreichen.

Zudem gibt es viele neue KI-Funktionen, die euch vor allem die Arbeit mit Dokumenten erleichtern sollen. So könnt ihr hochgeladenen PDFs oder andere Formate schnell und gezielt durchsuchen, oder euch die Inhalte in Stickpunkten zusammenfassen lassen, die ihr dann visuell aufbereiten könnt.

Neben dem Kindle Scribe Colorsoft werden auch zwei weitere Versionen des Kindles erscheinen: Eine neue Version des normalen Kindle Scribes und eine kostengünstigere Variante ohne Frontlicht.

Es ist zwar noch nicht ersichtlich, wann die neuen Kindles erscheinen werden, sie sollen einem Bericht von GoodEreader nach aber noch dieses Jahr in Deutschland erscheinen, auch wenn die Verfügbarkeit recht knapp sein soll. Aus meiner Sicht lohnt sich das Warten aber sowieso nicht.

Hier könnt ihr die Verfügbarkeit des Kindle Scribe Colorsoft überprüfen

Welche Alternativen es jetzt schon zu kaufen gibt

Die offensichtlichste Alternative ist natürlich, einfach den Kindle Scribe zu kaufen, den es schon gibt. Denn wer nicht unbedingt eine farbiges Display brauch und auf KI-Anwendungen verzichten kann, der kann mit dem neuen Modell sowieso herzlich wenig anfangen.

Der ursprüngliche Kindle Scribe gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Der ursprüngliche Kindle Scribe gehört noch lange nicht zum alten Eisen.

Und gerade läuft zudem noch eine starke Sale-Aktion zum Kindle Scribe auf Amazon. Denn dort werden gerade Geräte, die retourniert wurden sehr günstig angeboten. Keine Sorge, die Geräte funktionieren garantiert, da Amazon sie vorher überprüft und gegebenenfalls ausbessert. Ihr bekommt also einen hochwertigen E-Reader zu einem Bruchteil des Preises und tut nebenbei sogar noch etwas für die Umwelt.

Schnappt euch den E-Reader auf Amazon im Angebot

Doch wenn unbedingt ein E-Reader mit Farbe gewünscht ist, der mit Stift und größerem Display ausgestattet ist, dann habe ich noch einen Tipp für euch: Das InkPad Eo der Schweizer Firma Pocketbook. Das durfte ich selbst auch schon ausprobieren und war von der Farbgenauigkeit sehr beeindruckt. Vor allem Comic-Fans kommen voll auf ihre Kosten.

Für einen E-Reader sind die Farben des InkPad Eo erstaunlich kontrastreich. Für einen E-Reader sind die Farben des InkPad Eo erstaunlich kontrastreich.

Außerdem verfügt das Inkpad Eo über eine Kamera, mit der ihr in wenigen Sekunden Dokumente einscannen und anschließend auch bearbeiten könnt. Die Qualität ist dabei natürlich nicht atemberaubend, aber trotzdem besser, als man vielleicht zuerst annehmen würde.

Ein weiterer Vorteil ist das offene Ökosystem. Denn Kindle funktionieren nur mit Amazons eigenem E-Book-Format. Zwar lassen sich auch andere Formate darin umwandeln, aber das ist meist etwas umständlicher. Wer von Anfang an maximale Freiheit bezüglich E-Book-Shops und Dateiformaten genießen will, der kommt um eine Kindle-Alternative gar nicht herum.

Dieses Bild habe ich mit der Kamera des Pocketbook Inpad Eo geschossen. Dieses Bild habe ich mit der Kamera des Pocketbook Inpad Eo geschossen.

Und zu allem Überfluss ist das Inkpad Eo auch noch wesentlich günstiger als der Kindle Scribe Colorsoft, der mit 700 € ordentlich zu Buche schlägt. Für die Alternative von Pocketbook zahlt ihr über 200 € weniger. Ihr werdet zwar auf KI verzichten müssen, aber wirklich weh tut das meiner Meinung nach nicht.

Fazit: Lohnt sich das Warten auf den Kindle Scribe Colorsoft?

Nicht wirklich. Denn auf dem Markt existieren bereits einige sinnvolle Alternativen, die euch genau das bieten, was der Kindle Scribe Colorsoft verspricht – und das für weitaus weniger Geld. Zumal wir ja noch nicht einmal wissen, wie lange wir überhaupt noch auf das Gerät warten müssen.

Eine Ausnahme davon würde ich machen, wenn ihr plant, das Gerät viel zum arbeiten zu verwenden, denn dann erleichtern euch die neuen KI-Features massiv den Arbeitsaufwand und können beispielsweise auch in der Uni enorm hilfreich sein. Doch wer einfach nur Bücher lesen, ab und zu Notizen machen oder kleinere Zeichnungen anfertigen will, sollte aus meiner Sicht eher zu den gezeigten Alternativen greifen.

Das ist eine bereits verfügbare Alternative zum Kindle Scribe Colorsoft
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