Wie viel Bass ist zu viel? Die Klipsch Flexus Core 100 treibt mich im Heimkino in einen Zwiespalt

Ich mag es, wenn der Bass drückt – allerdings nicht so sehr, dass er alles andere vedrängt.

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Bei Optik und Verarbeitung räumt die Soundbar ab. Auch die Größe weiß zu gefallen, weil sie für ihre Kürze mit einem tiefen Körper aufwartet. Doch wie sieht es in der Königsdisziplin aus?

Klipsch Flexus Core 100: So klingt sie Soundbar bei Filmen und Musik

Euch ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass bei Blockbuster-Filmen beim Klang im Hintergrund immer so ein tiefes Wummern stattfindet. Wirklich still sind die Streifen nämlich selten.

Bei Dune ist das etwa in der Wüste so. Auf Arrakis wehen trockene, dumpfe Winde, die die Flexus Core 100 wortwörtlich gut einfängt. Besonders solche tiefliegenden Töne kommen durch die beiden Subs in der Klangstange zum Tragen.

Video starten 2:37 Dune: Part Two - Der dritte Trailer zum Kino-Epos ist da und macht Fans das Warten wohl unerträglich

Problematisch wird es, wenn die Bässe anschwellen, etwa beim Abheben eines Flugzeugs oder wenn basslastige Hintergrundmusik läuft. Da passieren interessante Dinge.

  • Mir kommt es so vor, als würde sich der Bass wie eine Kuppel über die restlichen Töne legen.
  • Durch diesen Vorhang aus Tieftönen dringen Höhen, aber vor allem Mitten nicht mehr richtig hindurch.
  • Das sorgt dafür, dass der Bass dem Rest wortwörtlich die Luft abschneidet und der Sound sehr beengt klingt.

Bei sehr hoher Lautstärke wummert mir der Bass auch zu sehr. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Bei sehr hoher Lautstärke wummert mir der Bass auch zu sehr. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Auf der anderen Seite begeistert mich die Flexus Core 100 dann wieder. Wenn kein Bass zum Einsatz kommt und nur Mitten und Höhen erklingen, ertönt die Soundbar unverschämt gut. Detailreich, differenziert und richtig klar.

Ja, ihr fehlt immer noch Räumlichkeit, was vor allem Dolby-Atmos-Inhalte nicht so attraktiv macht. Wenn die Soundbar aber nicht vom Bodybuilder-Bass und seinen Muckiarmen in den Schwitzkasten genommen wird, bin ich hochauf zufrieden.

Das hier Gesagte schlägt sich auch bei Musik nieder.

Lieder mit dominantem Bass werden sofort von selbigem in Geiselhaft genommen. Die tiefen Töne kommen zu dominant aus den Speakern, so dass vor allem Gesang darunter leidet.

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Und dann zeigt sich die Flexus Core 100 aber auch wieder ganz feinfühlig. Eigentlich dachte ich, dass sie gerade bei Live-Auftritten wenig luftig aufspielt – Pustekuchen!

Der erstklassig aufgenommene Auftritt der Eagles von 1994 lässt fast kein Detail vermissen, gerade weil der Bass nicht allzu dominant auf der Bühne gespielt wird.

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Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Die Klipsch Flexus Core 100  war fünf Tage im Einsatz. Ich habe sowohl Filme, Serien und Musik als auch Spiele getestet.

Spezifikationen
  • System: 2.1-Soundbar
  • Audioformate: Dolby Atmos, Dolby Digital, DTS Digital Surround, DTS:X
  • Anschlüsse: HDMI, Optisch, USB, USB-C, Bluetooth
  • Bedienung: Touchbedienung am Gehäuse, Fernbedienung
  • Maße (HxBxT): Soundbar: 76 x 7,1 x 12,7 cm
  • Gewicht: Soundbar: 4,5 kg
Preis und Verfügbarkeit

Die Klipsch Flexus Core 100 ist für 400 Euro im Handel erhältlich.

Die Klipsch Flexus Core 100 ist für euch, wenn …

  • ihr eine relativ kompakte Soundbar sucht und nicht das Billigste wollt.
  • ihr auf dominanten Bass steht und bereit seid, dafür Abstriche zu machen.
  • ihr plant, ein ganzes Surroundsystem zu bauen und einen bassstarken Center-Speaker möchtet.

Mögliche Alternativen zur Klipsch Flexus Core 100:

  • Sharp Q HT-SBW55121: Meine Referenz-Soundbar spielt in derselben Nachbarschaft, bietet allerdings besseren Surroundsound und Dolby Atmos. Einen Subwoofer gibt es extern dazu, sie kostet allerdings auch 100 Euro mehr.
  • Nubert nuPro AS-2500: Wenn euch der Subwoofer zu viel ist, empfehle ich Nuberts Soundbar. Die ist zwar größer, gleicht mit ihrem Klangkörper aber den fehlenden Sub aus. Für 500 Euro bekommt ihr unverschämt guten Klang in der Preisklasse.

Den Bass manuell über den Equalizer herunterzuregeln, war für mich beim Test der Klipsch Flexus Core 100 schließlich ein Muss. Das höhlt ihn allerdings auch aus.

Was also tun? Die Soundbar nur empfehlen, wenn man keine basslastigen Lieder hört oder Filme guckt? Das trifft es in meinen Augen (beziehungsweise Ohren) nicht.

Meine Empfehlung ist, mit der Soundbar zu liebäugeln, wenn ihr plant, euch ein Surroundsystem zusammenzustellen. Gerade, wenn der Platz eng ist oder ihr nicht plant, die Familienersparnisse zu plündern, kann die Flexus Core 100 als wunderbarer Center-Speaker und Subwoofer in Personalunion dienen.

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