Update, 22. November: Kurz nach dem Erscheinen dieses Artikels hat die NASA neue Bilder des interstellaren Kometen 3I/ATLAS veröffentlicht.
Sie sollen genau wie zukünftige Beobachtungen dabei helfen, mehr über den Kometen und seine Unterschiede zu Kometen aus unserem eigenen Sonnensystem zu erfahren.
Laut NASA dauert es nicht mehr lange, bis er sich in kürzester Entfernung zur Erde befindet. Am 19. Dezember ist es demnach so weit. Die Distanz ist dann allerdings immer noch fast doppelt so groß wie die zwischen der Erde und der Sonne (über 270 Millionen Kilometer).
Originalartikel, 17. November: Am 1. Juli 2025 hat das ATLAS-Teleskop in Chile den nach ihm benannten Kometen 3I/ATLAS entdeckt.
Das Besondere daran: Es handelt sich um ein interstellares Objekt. Der Komet stammt also nicht aus unserem Sonnensystem. Das ist dadurch festzustellen, dass seine Flugbahn nicht an unsere Sonne gebunden ist.
Laut NASA handelt es sich erst um das dritte Objekt dieser Art, das von der Menschheit entdeckt wurde. Manch einer ging im Zuge dessen sogar so weit, zu vermuten, es könne sich um ein Raumschiff mit Nuklearantrieb halten (wir berichteten).
Doch die jüngst empfangenen Radiosignale des Kometen durch das MeerKAT-Teleskop in Südafrika haben nichts mit dem Narrativ außerirdischer Technik zu tun. Stattdessen handelt es sich um die Folge eines natürlichen Prozesses und nicht um künstlich erzeugte Signale.
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Fast wie in einem Film: Die NASA möchte ein Raumschiff in einen Asteroiden krachen lassen
Was genau ist passiert?
- Laut einem Bericht des Astronomer's Telegram hat das MeerKAT-Teleskop am 24. Oktober auf den Frequenzen 1.665 und 1.667 MHz sogenannte Absorptionslinien des Kometen 3I/ATLAS gemessen.
- Sie stammen typischerweise von Hydroxylradikalen. Sie können entstehen, wenn Wassereis aus dem Kometenkern durch die Sonnenstrahlung sublimiert und in seine Bestandteile zerfällt.
- Damit lassen die Signale Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung des Kometen zu. Gleichzeitig liefern sie weitere Argumente für die Sichtweise, dass es sich um ein natürliches Objekt handelt.
Zwei vorherige Versuche am 20. und 28. September, Signale von dem Kometen zu erfassen, waren erfolglos gescheitert. Seine günstigere Position relativ zur Erde am 24. Oktober hat die Messung der genannten Signale wohl erst ermöglicht.
Im Jahr 2026 könnten mehr Daten erfasst werden
Hoffnung auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Kometen gibt es etwa im März 2026, wie unter anderem das Magazin Science Alert berichtet.
Demnach bewegt sich 3I/ATLAS zu diesem Zeitpunkt an Jupiter vorbei, sodass Raumsonden in dem Bereich wie die Juna der NASA möglicherweise in der Lage dazu sein werden, weitere Daten von ihm zu erfassen.
Aktuell ist der Komet übrigens laut Spektrum.de auch mit Amateurteleskopen aus Deutschland sichtbar, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
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