Bisher habe ich euch erklärt, wieso ich mit Küchengeräten à la Thermomix nicht warm werde. Stattdessen verrate ich euch, welche drei Utensilien mir wirklich beim Kochen helfen und mich gelehrt haben, besser zu werden.
Ich möchte euch vor allem inspirieren, die Gadgets auszuprobieren, wenn ihr sie noch nicht habt. Ihr werdet also keine Geheim-Gadgets in meinen Top 3 finden, aber auch nichts Superoffensichtliches wie Töpfe, Pfannen oder ein Schneidebrett.
Ein Shoutout geht an das wohl wichtigste Utensil in der Küche: das Messer. Ohne das geht fast nichts – und mit ihm fast alles. Scharf muss es sein, dann wird auch das Zwiebelnschneiden zu einer fast schon meditativen Aufgabe. Und man verletzt sich nicht so leicht, weil man ohne viel Druck auskommt und deshalb weniger oft abrutscht.
Meine drei wichtigsten Werkzeuge in der Küche
Nummer 1: Teigschaber
Im Grunde sagt der Name schon alles: Mit diesem einfach Gerätchen lässt sich Teig kinderleicht von der Arbeitsfläche lösen oder in Teile aufteilen. Das ist aber nicht alles.
Backen ist nämlich nicht Kochen, weswegen ich das Teil zweckentfremde.
Mit dem Teigschaber lassen sich nämlich ganz leicht Sachen aufheben.
- Zwiebelwürfel
- Kleingehackte Petersilie
- Knoblauchpaste
- Reste, die in den Müll wandern.
Klar, das könnte ich auch mit dem Messer machen, aber ich möchte mich nicht versehentlich schneiden. Außerdem hat ein Teigschaber mehr Fläche, wodurch ich mehr auf einmal aufheben kann.
Teigschaber gibt es bei Amazon bereits unter 5 Euro aus Kunststoff. Meiner hat 6 Euro gekostet und nimmt in der Schublade nicht viel Platz weg.
Nummer 2: Silikonspartel
In der Vergangenheit habe ich zum Braten Kochlöffel verwendet, entweder aus Holz oder Kunststoff. Erstere sind gerade bei Edelstahlpfannen unersetzbar, wenn man den Bratensatz vom Pfannenboden lösen möchte.
In beschichteten Pfannen allerdings verzichte ich auf jegliches hartes Material. Werde ich mir mit Holz oder Plastik die Beschichtung ruinieren? Wahrscheinlich nicht, wenn ich vorsichtig bin. Der größte Feind der Beschichtung ist ohnehin zu hohe Hitze.
Trotzdem greife ich zu Silikon, weil es flexibler ist. Ich komme besser in die Rundungen der Pfanne, wo gerne Zwiebeln und andere Zutatenreste hängen bleiben und verbrennen.
- Wenn ich eine Soße oder Ragout aus der Pfanne oder dem Topf kippe, bekomme ich so alle Reste heraus.
- Silikon ist hygienischer als Holz, weil sich in den Poren keine Feuchtigkeit oder Bakterien festsetzen können.
- Der Silikonspatel ist leicht zu reinigen und ich kann ihn auch einfach in die Spülmaschine werfen.
Silikonspatel findet ihr auf Amazon bereits ab 5 Euro. Sie halten außerdem gefühlt ewig, es ist also gut investiertes Geld.
Nummer 3: Microplane
Nein, ich meine kein winziges Flugzeug, sondern eine Handreibe. Ich greife bewusst zum Markenprodukt, weil die kleinen Klingen geätzt und somit schärfer sind. Kurzum: Sie schneidet und zerdrückt nicht.
- Zellstruktur bleibt intakt, was vor allem bei Abrieb von Zitrusfrüchten starker Bitterkeit vorbeugt.
- Kein Gematschte, was maßgeblich beim Anbraten von Knoblauch oder sehr feiner Zwiebeln von Vorteil ist, weil man sie so nicht dünstet.
- Verstopft nicht so leicht wie weniger scharfe Handreiben.
Den Käse für die Lasagne reibe ich natürlich mit der großen Reibe, aber Zitrusfrüchte, Knoblauch, Ingwer, Hartkäse als Finish für Pasta und sogar harte Butter für einen Mürbteig rasple ich mit der Microplane runter. Ruckzuck saubergemacht ist sie auch.
Für das Original legt ihr 25 Euro auf den digitalen Tresen bei Amazon. Es gibt auch günstigere Varianten, allerdings weiß ich nicht, ob die so gut funktionieren.
Fazit: Die mächtigste Maschine ist mein Kopf
Wenn mich eines an Küchengeräten im Allgemeinen stört, dann dass sie meistens im Schrank verstauben. Das heißt nicht, dass ich sie nicht mehr testen werde – im Gegenteil. Kürzlich erst hat mich der Airfryer von sich überzeugt. Beim Kochen will ich allerdings mein eigener Herr bleiben.
Um das zu erreichen, brauche ich vor allem eines: meinen Kopf.
Unter obigem Artikel fragte mich unser User NinjaSquirrel, wie man »richtig« kochen lernt. Das geht mit Thermomix, Monsi und Co. nicht, weil sie einem bestenfalls Arbeit abnehmen, anstatt zu lehren, worauf es ankommt.
Gebraucht stattdessen euren Kopf, denn das ist die mächtigste Maschine.
- Überlegt, wie ihr beim Kochen in welchen Schritt vorgeht. Videos auf YouTube helfen euch dabei und irgendwann ist vieles beim Kochen auch Intuition.
- Schmeckt stetig ab und probiert aus, welche Gewürze und Zutaten zum Gericht passen. Und scheut auch nicht, Zutaten mal roh zu probieren, um eure Palette zu erweitern.
- Riecht an den Zutaten und an dem, was ihr kocht. Eure Nase und das Aroma lassen euch nicht im Stich.
- Beobachtet, was sich in Topf und Pfanne tun. Wie verändern sich beispielsweise Zwiebeln, je länger man sie brät?
Am Ende ist es die Summe eurer Erfahrungen, die euch besser kochen lässt. Dazu braucht es allerdings Nähe zu den Zutaten und zum Kochen selbst – und das geht am besten analog, ganz ohne Technik.
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