Wenn das Thermometer draußen mal wieder die 30-Grad-Marke knackt und sich die Wohnung unaufhaltsam aufheizt, kommen nicht nur Mensch und Tier an ihre Grenzen, sondern auch Elektrogeräte wie der Kühlschrank.
Sollte man das Gerät bei hohen Raumtemperaturen daher kühler einstellen? Während der TÜV Rheinland vorschlägt, den Kühlschrank auf kalte 2 Grad Celsius zu stellen, warnen die Experten von Öko-Test davor.
Die Meinungen gehen hier also auseinander. Unabhängig von der Debatte gibt es jedoch einen simplen Weg, mit dem ihr die Kühlleistung eures eigenen Geräts im Blick behaltet.
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Das sagen die Experten
Der TÜV Rheinland rät bereits seit längerer Zeit dazu, die Kühlschranktemperatur während einer Hitzewelle auf etwa 2 Grad Celsius zu reduzieren. Damit soll der Kühlschrank die notwendigen Reserven bekommen, um temperaturbedingte Schwankungen effektiver ausgleichen zu können.
Die Verbraucherorganisation Öko-Test beurteilt ein solches Herunterkühlen hingegen kritisch und verweist auf die Leistungsfähigkeit moderner Haushaltsgeräte. Aktuelle Kühlschränke würden ihre Kühlleistung demnach automatisch an die gestiegene Umgebungstemperatur anpassen.
Zwar resultiere dies in einem höheren Energiebedarf, die eingestellte Innentemperatur würde dabei jedoch zumeist konstant gehalten. Nach Einschätzung von Öko-Test ist es deshalb ausreichend, die Temperatur um maximal ein Grad oder eine halbe Stufe zu senken.
Wesentlich maßgeblicher als die Justierung des Thermostats sei stattdessen die sachgemäße Anordnung und Lagerung der Lebensmittel im Innenraum sowie die Überprüfung der Temperatur im Innenraum.
Kontrolle ist besser als blinder Aktionismus
Laut Öko-Test ist nicht die gewählte Kältestufe des Kühlschranks entscheidend, sondern das wirkliche Klima im Innenraum.
Um zu überprüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß arbeitet, empfiehlt sich der Einsatz eines separaten Kühlschrankthermometers. Im mittleren Bereich des Kühlschranks gelten Werte zwischen 4 und 7 Grad Celsius als optimal, so die Experten.
Da die kalte Luft nach unten sinkt, befindet sich die kälteste Zone direkt auf der untersten Glasplatte über dem Gemüsefach. Genau dieser Bereich ist der ideale Aufbewahrungsort für leicht verderbliche Lebensmittel wie rohes Fleisch oder frischen Fisch.
Warnsignale und die Auswirkungen auf den Energieverbrauch
Ein deutlicher Hinweis für eine Überlastung des Geräts ist ein im Dauerbetrieb laufender Kompressor, bei dem die angestrebte Innentemperatur dennoch nicht erreicht wird.
Insbesondere ältere Kühlschränke stoßen bei hohen sommerlichen Außentemperaturen schnell an ihre Leistungsgrenzen.
Zudem spielt die Positionierung eine wesentliche Rolle: Ein ungünstiger Standort, beispielsweise in direkter Sonneneinstrahlung oder in unmittelbarer Nähe zum Herd, beansprucht die Kühlleistung zusätzlich.
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Diese Belastung schlägt sich auch in den Energiekosten nieder. Jede manuelle Absenkung der Zieltemperatur zwingt den Kompressor zu noch längeren Laufzeiten, was den Stromverbrauch weiter ansteigen lässt.
Die Mehrkosten hängen von Faktoren wie der Energieeffizienz, dem Alter, verbauten Technologien oder der Umgebungstemperatur ab und können daher nicht pauschal beziffert werden.
Ob es sinnvoll ist, den Kühlschrank bei hohen Raumtemperaturen herunterzuregeln, hängt vor allem von der Innenraumtemperatur ab. Ist diese zu hoch, könnte eine schrittweise Reduzierung der Zieltemperatur Abhilfe schaffen.
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