Laptops sind meine Leidenschaft, es gibt nur wenige Modelle, die ich noch nicht in meinen Händen hatte. Wirklich neu ist daher für mich kaum noch etwas. Was mich aber wirklich geflasht hat, war mein erstes Notebook mit OLED-Bildschirm. Die knalligen Farben und das tiefe Schwarz haben mich so begeistert, dass ich mir heute nicht mehr vorstellen kann, zu einem Gerät mit einfachem IPS-Panel zurückzugehen.
Für mich sind Laptops mit OLED-Bildschirm die Königsklasse und ich erkläre euch auch gerne, warum ich dieser Meinung bin.
Vorteile eines OLED-Displays
An erster Stelle wäre da das tiefe Schwarz zu nennen. Da OLEDs selbst leuchtende Pixel haben, lassen sich auch einzelne Pixel komplett ausschalten. Das Resultat ist ein echtes tiefes Schwarz, während bei Panels mit Hintergrundbeleuchtung Schwarz eher wie dunkles Grau wirkt. Dadurch ist ein faktisch unendlicher Kontrast möglich und den Unterschied sieht man natürlich sehr deutlich.
Dazu kommt eine im Vergleich zu anderen Panel-Technologien überlegene Farbdarstellung und Farbtreue. Die Farben sind einfach satter, knalliger und lebendiger, alles andere wirkt auf mich mittlerweile einfach langweilig und blass.
Stabile Blickwinkel und geringe Reaktionszeiten
Ein OLED-Display bietet zudem deutlich bessere Blickwinkel als andere Panels. Während beispielsweise bei einem IPS- oder TN-Bildschirm die Farben bei bestimmten Blickwinkeln verfälschen oder sogar invertieren können, gibt es dieses Problem bei einem OLED praktisch nicht.
Auch zum Zocken sind OLED-Displays aufgrund der geringen Reaktionszeiten nicht nur für Pro-Gamer die erste Wahl. Ein gutes OLED-Panel schafft hier 0,2 Millisekunden, während selbst die besten TN- oder IPS-Panels nicht unter 1 Millisekunde kommen.
Nerviges Backlight-Bleeding gibt es mit einem OLED-Panel konstruktionsbedingt ebenfalls nicht. Dabei handelt es sich um ein nerviges Problem, von dem leider viele Displays betroffen sind. Gemeint ist damit die deutlich durchscheinende Hintergrundbeleuchtung, die speziell bei dunklen Inhalten häufig an den Rändern und Ecken erkennbar ist.
Energieeffizient nur bei dunklen Inhalten
Bei dunklen Bildschirminhalten verbraucht ein OLED-Display deutlich weniger Energie, da schwarze Pixel deaktiviert werden. Dieser Vorteil kehrt sich allerdings bei hellen Inhalten ins Gegenteil um, das muss man fairerweise dazu sagen.
Durch den Entfall einer Hintergrundbeleuchtung lassen sich übrigens nur mit OLEDs auch gefaltete oder rollbare Displays realisieren. Ein gutes Beispiel dafür ist das ThinkBook Plus Gen6 Rollable AI von Lenovo. Daher gehört für mich dem OLED-Bildschirm klar die Zukunft.
Und die Nachteile?
Bedauerlicherweise hat auch ein OLED-Panel nicht nur Vorteile. Ein entsprechender Laptop ist in der Regel teurer als das gleiche Modell mit IPS-Panel. Der Preisunterschied ist allerdings schon nicht mehr so hoch wie noch vor wenigen Jahren. Auch die Helligkeit ist so ein Thema: Im Vergleich zu hochwertigen Mini-LED-Bildschirmen erreichen viele OLEDs oft nur eine geringere maximale Helligkeit. Aber auch hier bleibt die Entwicklung stehen und ein gutes OLED-Display ist dennoch alles andere als dunkel.
Eine sehr unschöne Eigenschaft von OLEDs ist das Einbrennen von statischen Bildschirminhalten, die über eine längere Zeit dargestellt werden. Es gibt Fälle, in denen eingebrannte Bilder durch längeres Deaktivieren des Bildschirms wieder verschwunden sind, oft bleiben sie aber dauerhaft sichtbar. Im Alltag müsst ihr aber schon wirklich viel falsch machen, dass das bei einem modernen OLED-Screen passiert.
Haltbarkeit
Worüber sich viele Gedanken machen und wozu auch schon viel geschrieben wurde, ist die Haltbarkeit. Ein OLED-Panel altert schneller als ein LC-Display, das ist leider Fakt. Schätzungen gehen dennoch von einer Haltbarkeit von etwa 100.000 Stunden aus.
Das entspricht einer Lebenszeit von ca. 11,5 Jahren, wenn das Panel rund um die Uhr laufen würde. Mittlerweile besitzen die meisten modernen OLED auch Schutzmechanismen wie Pixel-Refresher oder Bildschirmschoner, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Daher erscheinen mir Probleme mit der Haltbarkeit eher theoretischer Natur zu sein. 10 Jahre sollte euch ein solches Panel mindestens gute Dienste leisten und spätestens dann dürfte die Hardware eures Laptops ohnehin zum alten Eisen gehören.
Mein Fazit ist eindeutig
Für mich gibt es kein Zurück mehr! Mein Laptop und auch mein TV-Gerät haben ein OLED-Panel und ich habe die Anschaffungen bisher nicht bereut.
Wie jede Technologie gibt es auch bei OLEDs Vor- und Nachteile. Speziell das Einbrennen von Inhalten kann sehr nervig sein. Mit etwas Vorsicht kann man dieses Risiko aber fast vollständig ausschließen. Ich hatte zumindest noch keine entsprechenden Probleme.
Dagegen überwiegen für mich die Vorteile eindeutig: Die lebendigen und knackigen Farben sowie der perfekte Kontrast machen einfach Spaß. Früher oder später werden OLED-Panels auch bei Laptops zum Standard werden, die Smartphones haben es ja schon vorgemacht. Wie gesagt, für mich gibt es in dieser Frage kein Zurück mehr.
Habt ihr selbst ein Notebook mit OLED-Bildschirm und wenn ja, seid ihr damit zufrieden?

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