Ich teste seit 10 Jahren Kopfhörer – Meine neuen Lieblings-In-Ears schlagen die AirPods Pro 3, doch zwei Kleinigkeiten stören mich gewaltig

2 Monate nach meinem Test zu den 4,5-Sterne Anker Soundcore Liberty 5 Pro Max werfe ich noch mal einen Blick auf die Knöpfe.

Machen mir großen Spaß, obwohl zwei Dinge mich nerven: die Anker Soundcore Liberty 5 Pro Max. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Machen mir großen Spaß, obwohl zwei Dinge mich nerven: die Anker Soundcore Liberty 5 Pro Max. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Ich teste von Herzen gern Kopfhörer und freue mich immer auf das nächste Paar. Im Falle der Anker Soundcore Liberty 5 Pro Max gab’s eine waschechte Überraschung.

Den Hersteller hatte ich als Kopfhörerproduzent gar nicht auf dem Schirmund prompt räumen die Liberty 5 Pro Max eine 4,5er-Wertung ab. Nicht nur das: In meinem persönlichen Ranking haben sie sogar die hochgelobten Apple AirPods Pro 3 entthront.

Jetzt, zwei Monate später, werfe ich noch mal einen Blick auf die Knöpfe. Mittlerweile benutze ich sie täglich, da sie als Referenzgerät wegen ihrer Sprachqualität in meinem Testaufbau verbleiben dürfen.

Im Zuge dessen sind mir zwei nervige Kleinigkeiten aufgefallen, die zur Zeit des Tests noch keine Baustellen waren.

Bevor wir reinstarten, hier meine Pros und Cons zu den In-Ears aus dem Test:

Pro
  • Starker Klang
  • Sehr angenehmer Sitz
  • Fünfstuffiges ANC
  • Glasklare Anrufqualität
  • Ganzes Arsenal an Features
  • Sehr wertige Verarbeitung (Pro Max)
Kontra
  • Display ist nicht nötig
  • Starkes ANC auf Kosten von Tonqualität
Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe arbeitet seit 2016 als Tech-Redakteur, seine Liebe zur Musik geht allerdings noch viel weiter zurück. Durch seinen musikverrückten besten Freund hat er gelernt, auf die kleinsten Nuancen zu hören, Drum-Pattern zu erkennen und Misstöne ausfindig zu machen. Ja, Maxe ist der Typ, der sagt »Boah! Hast du die Bassline um 1:30 gehört?« und für seinen Job war das stets von Vorteil.

Zwei Dinge, die mich nerven

Es geht hierbei um Kleinigkeiten, die vor allem im alltäglichen und ständigen Gebrauch auffallen. Die sind auch deswegen erst aufgepoppt, weil ich die Liberty 5 Pro Max regelmäßig nutze; ein Testaufbau beschränkt sich meist auf einen kurzen Zeitaum.

Hinweis: Ich spreche im Artikel zwar von den Liberty 5 Pro Max, mein zu rupfendes Hühnchen betrifft aber auch die Liberty 5 Pro.

Extrem sensible Touch-Steuerung

Ich lasse die Hose runter und gebe zu, dass mir die Touch-Steuerung bei Kopfhörern am Allerwertesten vorbeigeht.

  • Zu fummelig
  • Zu unintuitiv
  • Am Handy oder Rechner geht’s für mich leichter

Freilich, gelegentlich tippe ich auf die Hörmuschel, um die Musik zu stoppen. Das wird jedoch überflüssig, wenn die Kopfhörer eine automatische Trageerkennung haben und ohnehin automatisch pausieren, wenn ich sie abnehme.

Umso mehr frustriert mich die sensible Touch-Steuerung der Liberty 5 Pro Max.

  • Fast jedes Mal, wenn ich die Knöpfe in die Ohren stecke, verstelle ich die Lautstärke.
  • Wenn ich die Arme hinter den Kopf lege, liegt mein Oberarm nicht selten am Ohr an. So schalte ich versehentlich Noise Cancelling aus.

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Ist das ein Dealbreaker? Nein, aber In-Ears sollen sich im Ohr so wenig wie möglich bemerkbar machen. Wenn ich versehentlich Modi wechsle oder nahezu jedes Mal die Lautstärke anpassen muss, wenn ich sie einstecke, schießt Anker am Ziel vorbei.

Um es positiv auszudrücken: Für Nutzerinnen und Nutzer, die die Touch-Steuerung regelmäßig verwenden, ist das ein Segen. Im Gegensatz zu vieler Konkurrenz reagieren die Liberty 5 Pro Max prompt – zu prompt für meinen Geschmack.

Ich schwöre: Ich habe keine Rechts-Links-Schwäche.

Wenn ich die Liberty 5 Pro Max aus den Ohren nehme und ablege, weil ich beispielsweise vom Rechner aufstehe, dann muss ich jedes Mal ausprobieren, welcher Knopf in welchen Gehörgang kommt.

Klingt das absolut Banane? Natürlich! Und dennoch ist es eine Kleinigkeit, auf die ich auch nach zwei Monaten nicht klarkomme.

Die Bohnenform spiegelt nämlich nicht wider, welcher der In-Ears der fürs rechte und welcher fürs linke ist. Um das zu beweisen, seht ihr weiter oben auch zwei Bilder.

  • Das mit meiner Hand zeigt die Knöpfe in richtiger Reihenfolge (rechts fürs rechte Ohr, links fürs linke Ohr).
  • Das mit dem weißen Tisch als Untergrund zeigt die vertauschte Reihenfolge.

Beides sieht richtig aus, weil die Treiber verwunden in der Kurve des jeweiligen In-Ears sitzen. Es ist unfassbar frustrierend, wenn man sich die Ohrhörer immer erst mal ins falsche Ohr steckt – oder falsch ins Case.

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Fazit

Betrachtet diesen Artikel vor allem als Ergänzung zum Test von vor 2 Monaten. Ich empfinde es als meine Pflicht als Tester, solche Erfahrungen nachzuliefern (sofern ich denn wie hier die Möglichkeit dazu habe, sie zu machen).


Passend zum Thema:


Von einer Abwertung sehe ich allerdings ab. Es handelt sich hier um Kleinigkeiten, die den starken Klang, das krasse ANC und die glasklare Anrufqualität nicht schmälern; empfehlen werde ich sie als Bluetooth-In-Ears auch weiterhin. Trotz dieser Stolpersteine werde ich weiterhin zu den Anker Soundcore Liberty 5 Pro Max greifen – und sie mir erst mal auch weiterhin falsch in die Ohrwascheln stopfen.


Kommentare(2)
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