Lidl hat momentan wieder smarte Zwischenstecker im Angebot, diesmal als 3er-Set für 30 Euro statt insgesamt 45 Euro bei Einzelkauf. Das macht rund zehn Euro pro Stecker.
Ich habe solche Zwischenstecker (verschiedene Hersteller) seit ein paar Jahren im Einsatz. Zum einen sind die Zwischenstecker ein Komfortgewinn für mich. Zum anderen lässt sich über den integrierten Energiezähler auch prüfen, wie viel Strom Geräte im Stand-by verbrauchen. So lassen sich versteckte Stromfresser aufspüren.
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- Preis: 30 Euro für drei Stück
- Funk: Matter über WLAN, 2,4 GHz
- App: Lidl Home (iOS ab 11, Android ab 6)
- Maximale Last: 3.840 Watt (16 A)
- Funktionen: Zeitpläne, Countdown, Sonnenauf- und -untergang, automatische Zeitumstellung, Energiezähler
- Maße: etwa 5,8 × 5,8 × 8,8 cm, rund 115 Gramm
- Einschränkung: nur für trockene Innenräume, Router nötig
So funktioniert der smarte Zwischenstecker
Der Zwischenstecker sitzt zwischen Wandsteckdose oder Mehrfachsteckdose und einem Gerät. Über den physischen Taster oder die Smartphone-App lässt sich der Stecker ein- oder ausschalten. Angeschlossene Geräte bekommen also Strom oder eben keinen.
Weitere Funktionen stehen über die Lidl-Home-App zur Verfügung. Hier könnt ihr unter anderem Countdown, Zeitpläne oder Automatiken für Sonnenauf- und Sonnenuntergang nutzen.
Da der Lidl-Stecker den Matter-Standard unterstützt, seid ihr nicht ans Lidl-Ökosystem beschränkt, sondern könnt ihn auch in andere Smart-Home-Systeme einbinden und dort mit Routinen und Szenen verbinden.
Praktisch: Mithilfe eines solchen steuerbaren Zwischensteckers lassen sich »dumme« Geräte ebenfalls smart machen – beispielsweise ein Ventilator, der über Sprachbefehl oder App geschaltet werden kann.
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So findet ihr Stromfresser
Der Energiezähler ist die eigentliche Zusatzfunktion. Stecker an die Steckdose, Gerät dahinter, App öffnen, und ihr seht die aktuelle Leistung in Watt. Zusätzlich zeigt die App den Verbrauch über einen Zeitraum.
Das gibt zum einen Aufschluss darüber, ob ein Gerät möglicherweise irgendwann ersetzt werden sollte, weil der Verbrauch unverhältnismäßig hoch ist.
Zum anderen ist gerade der Stand-by-Verbrauch interessant. Moderne Geräte verbrauchen meist wenig, aber es summiert sich – über die App könnt ihr das über einen bestimmten Zeitraum prüfen.
Mein Einsatzbereich: Wohnzimmer, Büro, Gästezimmer
Ich nutze die smarten Zwischenstecker in verschiedenen Räumen. Im Wohnzimmer hängt einer an einer Mehrfachsteckdose, an der auch Verstärker, Apple TV und Konsolen hängen.
Im Büro sieht es ähnlich aus: Hier sitzen an der Mehrfachsteckdose Computer, Aktivboxen, Tapedecks und einiges mehr. Nach Feierabend schalte ich alles per App oder Zeitplan auf einmal ab. Und dann ist da noch das Gästezimmer, das nur alle paar Monate mal gebraucht wird. Auch hier gibt es einen Fernseher, Soundbar, Streaming-Box und ein paar Retro-Konsolen.
Der Grund dafür, auf solche Zwischenstecker zu setzen, ist einfach: Komfort. Die Kippschalter sind teilweise nur schwer zu erreichen und so ist es leichter.
Wo der Stecker nichts zu suchen hat
Nicht jedes Gerät gehört an eine Schaltsteckdose. Kühlschrank und Gefriertruhe lasse ich selbstverständlich, ebenso Router oder OLED-Fernseher. Letztere brauchen den Stand-by für ihre Pflegeprogramme.
Gut aufgehoben sind Geräte, die im Hintergrund nichts erledigen müssen. Bei mir sind das Konsolen, Verstärker und Tapedecks, bei euch vielleicht Ladestationen oder die Weihnachtsbeleuchtung.
Wie viel Strom kann man sparen?
Eine Frage, die sich pauschal nicht beantworten lässt. In der Realität werdet ihr nicht alles vom Strom nehmen, weil es teils unkomfortabel ist. Schickt ihr bestimmte Geräte beispielsweise immer in den Ruhezustand, würde das Hochfahren nach dem Abschalten spürbar länger dauern.
Ein Rechenbeispiel: An einer Steckerleiste hängen Verstärker, Streaming-Box und Konsolen, die im Stand-by zusammen etwa 10 Watt ziehen. Nutzt ihr die Geräte nur vier Stunden am Tag, laufen sie die übrigen 20 Stunden im Stand-by. Das sind etwa 73 Kilowattstunden im Jahr. Bei angenommenen 35 Cent pro Kilowattstunde kostet das rund 25 Euro, also gut 2 Euro im Monat. Der Zehn-Euro-Stecker hat sich damit nach wenigen Monaten bezahlt gemacht.
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Preis-Leistungs-Verhältnis und Alternativen
Matter und Energiezähler zum Zehner pro Stück sind ein fairer Preis, aber kein absoluter Preisknaller. Vergleichbare Smart-Plugs anderer Hersteller liegen meist zwischen 10 und 15 Euro. Lidl selbst verlangt für einen einzelnen Zwischenstecker im Onlineshop knapp 15 Euro.
Die drei Stecker dürften ausreichen, um ohne großes Risiko zu testen, ob smartes Schalten zu eurem Alltag passt. Aktuell lässt sich im Lidl-Shop übrigens ein Rabatt-Coupon aktivieren, sodass ihr euch die Versandgebühren spart.
Alternativen gibt es zahlreiche. Bei Amazon bekommt ihr beispielsweise Modelle von TP-Link oder SwitchBot zu einem ähnlichen Preis:
- TP-Link Tapo P110M: ab 13 Euro. Der Zwischenstecker hat Energiemessung, Zeitpläne, Fernzugriff und Matter.
- SwitchBot Plug Mini: ab 12 Euro. Ein besonders kompakter Zwischenstecker mit Leistungsüberwachung und Matter. Im Viererset bekommt ihr sie für rund 34 Euro – damit sind sie günstiger als die Lidl-Variante.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Das Lidl-Set lohnt sich, wenn ihr...
- schlecht erreichbare Steckerleisten habt.
- gezielt Stand-by-Verbraucher aufspüren wollt.
Weniger sinnvoll ist es, wenn ihr...
- nur einen einzigen Stecker braucht.
- wenig Platz an der Wandsteckdose habt, denn mit 5,8 x 5,8 cm Grundfläche könnte der Stecker Nachbarsteckdosen verdecken.
Auch wenn das Lidl-Angebot kein Preiskracher ist, gehen zehn Euro pro Stecker aus meiner Sicht in Ordnung, vor allem weil der Energiezähler schon integriert ist. Wenn ihr den Verbrauch mehrerer Geräte prüfen oder sie einfach nur komfortabel schalten möchtet, kann ich euch solche smarten Zwischenstecker empfehlen.
Wer nur einen Stecker braucht, findet ähnliche Modelle bei Amazon und anderen Händlern für 10 bis 15 Euro. Wer hingegen noch mehr benötigt, der kann sich das Viererset von SwitchBot näher ansehen, denn das ist preislich attraktiv.



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