Logitech G522 Lightspeed im Test: Neu und schon bei den Amazon-Bestsellern – trotzdem kann ich das Gaming-Headset nicht jedem empfehlen

Ich habe das G522 Lightspeed getestet: Günstiges Gaming-Headset oder nur ein weiterer Blender mit RGB? Lest hier, ob es mit teureren Modellen mithalten kann.

Das Logitech G522 Lightspeed ist ein wunderbarer Allrounder, aber nicht komplett ohne Vorbehalte zu empfehlen. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Das Logitech G522 Lightspeed ist ein wunderbarer Allrounder, aber nicht komplett ohne Vorbehalte zu empfehlen. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Das G522 Lightspeed könnte Logitechs preiswerte Antwort auf das über doppelt so teure Astro A50 X (Erfahrungsbericht) sein. Knapp 170 Euro veranschlagt der Hersteller als unverbindliche Preisempfehlung (UVP). Dabei sollen sowohl Mikrofonqualität als auch Tragekomfort dem teureren großen Bruder in nichts nachstehen.

Ich habe sämtliche Vorgängermodelle getestet, inklusive aller Astro-Generationen. Aktuell bekommt man das G522 Lightspeed ab 150 Euro.

Das wirkt angesichts der positiven Eigenschaften überaus günstig, dennoch empfehle ich euch aber, mit dem Kauf unter Umständen noch ein wenig zu warten. Warum das so ist, erläutere ich folgend.

Transparenzhinweis: Logitech hat mir das G522 Lightspeed für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Logitech G522 Lightspeed
Logitech G522 Lightspeed
Dieses Headset ist ein bemerkenswert guter Allrounder mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sowohl das Mikrofon als auch der Komfort überzeugen. Das kabellose Gerät verbindet sich via Bluetooth, Lightspeed-Funk oder USB-Kabel.

Kleinere Nachteile sind die überbetonten Mitten und die wärmenden Ohrpolster. Dennoch ist dieses Gaming-Headset insgesamt eine gute Wahl für Spieler, die mehrere Plattformen benutzen.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Mikrofonqualität
  • Leicht, bequem und druckfrei
  • Multiplattform-Headset
  • Dreifachanbindung
  • Wärmt stark
  • Mitten sind überbetont und unterdrücken Höhen und Tiefen, vor allem bei Musik
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Optik fast wie beim Vorgänger

Das G522 Lightspeed erinnert optisch an das G733 Lightspeed. Auch hier lassen sich sowohl das Kopfband als die Ohrpolster wechseln, was die Gesamthaltbarkeit des Geräts natürlich deutlich erhöht und somit nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schont.

Video starten 0:30 Neues Logitech-Headset soll ein besseres Mikro und mehr Akku bieten: Das ist das G522 Lightspeed

Das kabellose Gaming-Headset sitzt auf meinem Kopf sehr luftig und vollkommen druckfrei. Dank flexiblem Kopfband, das zweistufig befestigt werden kann, gibt es wenig Reibung.

Wer einen sehr kleinen Kopf hat, bei dem könnte das Modell aber zu locker sitzen.

Das abnehm- und waschbare Kopfband ist wie schon beim G733 Lighspeed eine Besonderheit. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Das abnehm- und waschbare Kopfband ist wie schon beim G733 Lighspeed eine Besonderheit. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Auf mein Haupt passt das G522 Lightspeed zwar gut, allerdings empfand ich die Ohrpolster als ziemlich warm. Ich wechsle immer wieder zwischen verschiedenen Headsets, es liegt also nicht am Sommer, sondern am Gerät.

Der Überzug besteht aus einem textil anmutenden Mesh-Material. Auf ähnliche Bezüge setzen auch viele andere Hersteller. Beim G522 Lightspeed entsteht durch das engere Gewebe vermutlich mehr Wärme.

Die Poster fühlen sich angenehm weich an, stauen aber schnell Wärme. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Die Poster fühlen sich angenehm weich an, stauen aber schnell Wärme. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

In Metal: Hellsinger konnte das Gaming-Headset mit einem ausgewogenen Klang und einer soliden Ortung überzeugen. Vereinzelt hätte ich mir persönlich allerdings etwas mehr Wumms gewünscht.

In Logitechs Software G-Hub können jedoch zahlreiche Anpassungen vorgenommen werden. Dort ist es auch möglich, »DTS Sound Unbound« zu aktivieren, allerdings nur mit vorhandenem Microsoft-Konto.

Wissenswertes zum Test
Spezifikationen
  • Verbindung: Kabel oder kabellos via 2,4-GHz-Funk-USB-Dongle oder Bluetooth 5.3
  • Treiber: 40 Millimeter Biozellulose
  • Kompatibilität: PC, Mac, PS5/PS4, Switch, Mobilie
  • Frequenzbereich: 20 Hz bis 20.000 Hz
  • Impedanz: 39 Ohm
  • Mikrofon: abnehmbar (Steckverbindung), Bandbreite 48 kHz und 16 Bit
  • Akkulaufzeit: bis zu 70 Stunden ohne Beleuchtung, 30 mit Beleuchtung auf Werkseinstellung
  • Reichweite: bis zu 30 Meter Sichtlinie
  • Beleuchtung: Ja, Lightsync, anpassbar
  • Gewicht: 290 Gramm
Preis und Verfügbarkeit
  • Release: Bereits erfolgt (Juni 2025)
  • Preis: 170 Euro (UVP)
So habe ich getestet

Ich hatte das Logitech G522 Lightspeed ungefähr eine Woche lang im Einsatz. Während dieser Zeit habe ich mit dem Headset während der Arbeit an Meetings teilgenommen, Musik und Serien konsumiert und nach Feierabend sowie an den Wochenenden gespielt. Außerdem habe ich mich privat stundenlang über Discord unterhalten. Ich werde das Gerät noch eine Weile lang weitertesten und meine Ergebnisse gegebenenfalls anpassen.

Speziell in diesem Spiel schaffen den Spagat zwischen klarer Ortung und wuchtiger Wiedergabe der Metalsongs ohnehin nur die wenigsten. Seltene Ausnahmen sind etwa die deutlich teureren Beyerdynamic MMX 330 Pro (Test) und Audeze Maxwell (Test bei GamePro).

Auf der PS5 in Assassin's Creed: Shadows hat das G522 Lightspeed sein Bestes gegeben. Unstimmigkeiten im Klangbild kamen aus dem Spiel selbst und treten auch bei anderen Gaming-Headsets auf. Den räumlichen Klang im Spiel nahm ich mit dem Headset ausgesprochen positiv wahr.

In Voicechats wurde mir von meinen Gesprächspartnern und Mitspielern auf Nachfrage stets versichert, dass man mich sehr gut verstehe. Kollegen gaben an, dass der Mikrofonton sogar besser als bei den meisten anderen Gaming-Headsets sei.

Beim G522 Lightspeed lässt sich das Mikrofon abnehmen und per Taste stummschalten. Eine LED an der Innenseite der Mikrofonspitze leuchtet rot, wenn das Mikrofon abgeschaltet ist – praktisch!

Ebenfalls gut gefällt mir der dedizierte An-/Aus-Schalter mit Farbunterscheidung: Ist der Freibereich vor dem Schieberegler rot, ist es abgeschaltet, ist er blau, eingeschaltet. So etwas gibt es nicht mehr so oft bei Gaming-Headsets. Überwiegend setzen Hersteller auf eine Einzeltaste, die durch verschieden langes Gedrückthalten den gewünschten Befehl erkennt.

Sehr schön sind die dezidierten Bedienelemente, wie ein extra An-Ausschalter, die Stummtaste und die Bluetoothtaste. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Sehr schön sind die dezidierten Bedienelemente, wie ein extra An-/Ausschalter, die Stummtaste und die Bluetoothtaste. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Die Akkulaufzeit wird mit 70 Stunden ohne Beleuchtung angegeben – 30 mit Standardbeleuchtung. Das sind zwei solide Werte, manche andere Geräte schaffen aber deutlich mehr, wie das kürzlich getestete Cherry Xtrfy H3 Wireless.

Weniger überzeugen konnte mich das G522 Lightspeed beim Musikhören. Das liegt vor allem an den überrepräsentierten Mitten, die sowohl hohe Töne als auch den Bass übertrumpfen. Gerade bei Musik fällt das negativ auf.

Durch den dünnen Kunststoffrahmen ist das Headset recht leicht. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Durch den dünnen Kunststoffrahmen ist das Headset recht leicht. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Allerdings lässt sich auch hier via Equalizer am Klangergebnis schrauben. Wer nicht gerade das absolute audiophile Gehör hat, wird spätestens nach den eigenen Feinjustierungen oder der Eingewöhnungsphase zufrieden sein.

Zudem wurde bei bestimmten Stücken die positive Ortbarkeit noch einmal hervorgehoben, wie beispielsweise zu Beginn des Liedes Sacred Heard von Dio. Dort wechselt die Klangrichtung dynamisch von rechts nach links.

Solltet ihr euch das Logitech G522 Lightspeed kaufen?

Vorne Anhand dieses Bildes gut zu erkennen: Wer einen ausgesprochen kleinen Kopf hat, dem könnte das G522 Lightspeed zu groß sein. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Profil Das Mikrofon verharrt stets in seiner Position und lässt sich nur wenig biegen. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Schräg An den Aufhängungen bringt das Gaming-Headset eine anpassbare RGB-Beleuchtung mit. Zugunsten der Akkulaufzeit werden aber viele darauf verzichten. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Das Logitech G522 Lightspeed lohnt sich für euch, wenn ihr ...

  • ... Logitech-Geräte bevorzugt und das aktuell beste Modell des Herstellers in dieser Preisklasse möchtet.
  • ... ein Gaming-Headset mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis und gutem Mikrofon wünscht.
  • ... bereit seid, etwas herumzuprobieren, um bei Musik einen besseren Sound zu bekommen.
  • ... ihr auf mehreren Plattformen unterwegs seid und sowohl Bluetooth als auch Funk benutzt.

Alternativen zum Logitech G522 Lightspeed

  • Das Razer Blackshark V2 Pro (2023) kostet je nach Angebot sogar weniger, weil es älter ist. Dafür bekommt ihr ein hervorragendes Mikrofon und eine bessere Reichweite.
  • Das Logitech G722 Lightspeed, wenn ihr ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis möchtet und die Optik des G522 mit dem waschbaren Kopfband mögt.
  • Das Corsair HS80 Max (Test), wenn ihr ein leichtes, bequemes Headset von einem anderen Hersteller wollt.

Weitere Alternativen zum Logitech G522 Lightspeed findet ihr in unserer großen Kaufberatung mit den besten Gaming-Headsets in verschiedenen Preisklassen:

Ich gehe davon aus, dass der Preis für dieses Allround-Headset schnell weiter fallen wird. Und darauf würde ich auch warten, wenn nicht sofort ein neues Gerät gebraucht wird. Läge die UVP bei 150 statt bei 170 Euro, hätte dieses Gaming-Headset unseren Preis-Leistung-Award bekommen. So schrappt es wegen kleinerer Defizite aber knapp daran vorbei.

Wer auf vielen Plattformen unterwegs ist, auf ein gutes Mikrofon angewiesen und druckempfindlich ist, bekommt hier eine vergleichsweise günstige Alternative.

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