Kabellose Mäuse haben ein Problem und das ist in vielen Fällen: ein Kabel. Zum Laden muss man die nämlich bekanntlich immer wieder an selbiges anschließen.
Zumindest für die Geräte von Logitech G gibt es aber eine Antwort auf das Problem und die heißt Powerplay. Ich habe das Lademauspad in der zweiten Generation für euch getestet. Es behebt eine Reihe von Macken des Vorgängers, leistet sich aber auch ein paar neue.
Grundsätzlich macht es das, was es in erster Linie soll, hervorragend: Eine Gaming-Maus laden.
Transparenzhinweis: Logitech hat mir das G Powerplay 2 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Was das Powerplay 2 besser macht
Beim neuen Powerplay 2 ist die integrierte Ladefläche größer als beim Vorgänger. Fast bis an den Rand können wir unsere Maus gleiten lassen, während sie aufgeladen wird.
Außerdem ist das Powerplay 2 dünner als das Mauspad der vorherigen Generation. Ein halber Millimeter wurde eingespart, was es insgesamt 3,5 Millimeter dick macht.
Anders als bei ähnlichen Konkurrenzprodukten setzt das Powerplay 2 auf ein eigenes Ladesystem anstelle der bekannten Qi-Technologie.
Logitech hat in Aussicht gestellt, dass auch künftige kabellose G-Produkte mit dem Powerplay 2 zusammen funktionieren sollen. Eigens hierfür wurde der Empfänger beim Powerplay 2 nicht fest verbaut. Beim vorherigen Powerplay-Mauspad war er das noch, wodurch es mit neueren Mausgenerationen nicht mehr kompatibel ist.
So funktioniert das Powerplay 2
Im Lieferumfang ist eine runde Scheibe enthalten, die sogenannte "Lademünze", die sich auf der Unterseite der kompatiblen Logitech-Mäuse einsetzen lässt. Dort ersetzt sie die runde Abdeckung des Fachs, in dem der USB-Dongle verstaut werden kann.
Ein elektromagnetisches Feld innerhalb der Stoffmatte versorgt die Lademünze mit Energie. Somit kann der Ladestrom direkt an die Maus weitergegeben werden – auch während des Betriebs.
Das Mauspad wird per USB 2.0 verbunden und lädt die Maus periodisch mit einer Ladeleistung von 2,5 Watt auf. Der Akkustand der Maus wird kontinuierlich bei circa 83 Prozent gehalten (laut G-Hub).
So soll die Lebensdauer des Akkus maximiert werden, da das ständige Aufrechterhalten eines Ladestands von 100 Prozent dem Akku langfristig schaden kann.
Das Lademauspad besteht aus zwei Matten. Eine ist hart und gummiert. Sie liegt unten. Eine darauf passende weitere, nur halb so dicke Matte aus dem typischen, nylonstoffartigen Material wird dort drüber gelegt.
Sowohl während der Arbeit als auch beim Spielen gefielen mir die reibungslosen und geräuscharmen Gleitbewegungen auf dem Mauspad.
Versäumnisse beim Powerplay 2
Mich störte die leichte Kante, die entsteht, wenn ich die obere Matte nicht exakt auf die untere gelegt bekomme. Bei Schub durch das Anlegen des Handgelenks entstehen so Wellen unter der Oberfläche.
Natürlich habe ich dieses Phänomen beim Testen aber auch ein Stück weit forciert, um möglichst viele potenzielle Nutzerverhalten einbeziehen zu können. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Zwei-Matten-Lösung nicht optimal ist. Zudem sammelt sich zwischen den Matten Schmutz.
Rein theoretisch könnte diese aber gewährleisten, dass man nur die obere Hälfte des Mauspads ersetzen muss, wenn es zerschlissen oder anderweitig nicht mehr brauchbar ist. Jedoch bietet Logitech aus unerfindlichen Gründen bisher keine Ersatzmatten an. Hier lässt sich nur hoffen, dass der Hersteller nachliefert.
Allerdings bringt all das rein gar nichts, wenn die nicht sehr beständig wirkende Obermatte nach zwei Jahren Benutzung durchgerieben ist und Benutzer keinen Ersatz kaufen können.
Wer möchte, kann auch ein anderes Mauspad über die Ladematte legen, das muss aber die gleichen Maße mitbringen und selbst dann gibt es keine Herstellergarantie, dass das Aufladen auch mit einem Fremdprodukt zusammen noch gewährleistet ist.
Zwar ist das neue Ladepad etwas günstiger als das erste Powerplay zur Markteinführung, mit rund 110 Euro aber dennoch kein Schnäppchen – zumindest dann nicht, wenn es eine ähnlich geringe Haltbarkeit wie konventionelle Mauspads hat.
Das Kabel beispielsweise nicht mit Stoffgeflecht ummantelt und neigt dazu, sich klebrig anzufühlen sowie Dreck anzuziehen. Es ist fest verbaut und lässt sich nicht ohne Weiteres wechseln.
Das aber wohl größte Defizit macht sich in der Praxis bemerkbar: Man braucht zwei USB-Slots, um Maus und Mauspad zu betreiben. Das war beim Vorgänger besser.
Für das hoffentlich irgendwann kommende Powerplay 3 würde ich mir einen Passthrough-USB-Slot an der Mauspadbasis wünschen, an dem man den Funk-Dongle einer Maus einstecken kann. Dadurch würde man für Maus und Mauspad nur einen statt zwei USB-Slots belegen.
Spezifikationen
- Verbindung: USB 2.0
- Kabellänge: 1,815 mm
- Abmessungen: 344 x 284 mm
- Höhe: 2,2 mm (Basisstation), 1,3 mm (oberers Mauspad), 3,5 mm (gesamt), 10,5 mm (Steuermodul)
Mit Powerplay 2 kompatible Gaming-Mäuse:
- Pro X Superlight 2 Dex
- Pro 2 Lightspeed
- Pro X Superlight 2
- Pro X Superlight
- Pro Wireless
- G903 Lightspeed
- G703 Lightspeed
- G502 X Plus
- G502 X Lightspeed
- G502 Lightspeed
- G309 Lightspeed
- Kommende G-Mäuse
Preis und Verfügbarkeit
- Release: Bereits erfolgt (Februar 2025)
- Preis: 110 Euro (UVP)
So habe ich getestet
Ich hatte das Logitech G Powerplay 2 ungefähr vier Wochen lang im Einsatz. Während dieser Zeit habe ich mit verschiedenen Gaming-Mäusen in der Woche acht Stunden täglich mit dem Mauspad meine Büroarbeit gemacht und nach Feierabend sowie an den Wochenenden diverse Spiele aus unterschiedlichen Genres gespielt.
Solltet ihr euch das Logitech G Powerplay 2 kaufen?
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Powerplay 2: Logitech macht das Lade-Mauspad dünner und größer
Das Logitech G Powerplay 2 lohnt sich für euch, wenn ihr ...
- ... eine der elf bisher kompatiblen Mäuse besitzt oder kaufen wollt.
- ... auch zukünftige kabellose Logitech-Mäuse in Betracht zieht.
Alternativen zum Logitech G Powerplay 2
Logitech hat es geschafft, praktisch konkurrenzlos mit seiner Powerplay-Ladefunktion dazustehen.
- Logitech G Powerplay: Der kaum noch verfügbare Vorgänger zum Powerplay 2 (die Unterschiede werden in diesem Testbericht beschrieben).
Falls ihr euch für die neuesten Gaming-Mäuse von Logitech interessiert, werft gerne einen Blick in unseren Vergleichstest mit den aktuellsten Modellen. Alle dort vorgestellten Mäuse sind mit dem Powerplay 2 kompatibel. Außerdem haben wir auch eine große Kaufberatung zum Thema Gaming-Mäuse.
Das Logitech G Powerplay 2 ist ein solides Lademauspad, das seinen Job gut macht. Die größere Ladefläche ist gegenüber dem Vorgänger ein Sprung in die richtige Richtung, aber es gibt auch Rückschritte, was insbesondere die zwei benötigten USB-Slots betrifft.
Dass das Mauspad auch noch mit kommenden Maus-Generationen zusammen funktionieren wird, ist zwar erfreulich, allerdings wird sich die Oberfläche bis dahin abgenutzt haben. Solange hier kein nachrüstbarer Ersatz verfügbar wird, sollten Interessierte sich ganz genau überlegen, ob sie bereit sind, 110 Euro für ein Mauspad auszugeben, das nichts macht, außer zu laden.

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