Samsungs neue Mittelklasse überzeugt auf dem Papier auf Anhieb: 6,7‑Zoll‑OLED, IP68‑Schutz, eSIM und eine lange Update-Garantie. Das klingt definitiv nach einem interessanten Alltags-Handy.
Gleichzeitig hat der Hersteller jedoch den Einstiegspreis im Vergleich zum Vorgänger um 50 Euro angehoben.
Hinzu kommt: In diesem Preisbereich gibt es nicht nur starke Konkurrenz von Poco, Nothing und Co., sondern mit dem Galaxy A57 auch eine nur wenig teurere Alternative direkt aus dem eigenen Haus.
In diesem Test kläre ich die Frage, ob und für wen sich das günstigere A‑Modell dennoch lohnt.
Transparenzhinweis: Samsung hat mir das Galaxy A37 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels und bekam keine Einsicht vor Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Lieferumfang
Beim Lieferumfang macht Samsung keine Experimente – er entspricht dem des Galaxy A57, fällt also eher bescheiden aus.
Ihr bekommt neben dem Handy:
- ein USB‑C‑auf‑USB‑C‑Kabel
- ein SIM‑Eject‑Tool
- eine Kurzanleitung
Für einen ausreichenden Schutz müsst ihr selbst sorgen, denn eine Schutzhülle oder -folie liegen nicht bei. Zudem fehlt wie bei den meisten Herstellern das Netzteil.
Da das A37 eine Schnellladung mit bis zu 45 Watt erlaubt, solltet ihr also ein ausreichend starkes Ladegerät verwenden, wenn es schnell gehen soll.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Samsung Galaxy A37 über einen Zeitraum von vier Tagen so vielseitig wie möglich im Alltag verwendet. Ganz ersetzen konnte ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
Preis und Verfügbarkeit
Das Galaxy A37 startet in Deutschland mit einer UVP von 429 Euro für die Basisversion mit 6 Gigabyte Arbeits- und 128 Gigabyte Gerätespeicher. Darüber liegt die Variante mit 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher für UVP 519 Euro.
Dank frühem Preisverfall ist das A37 im freien Handel allerdings schon deutlich günstiger zu haben: Die 128‑GB‑Version beginnt derzeit bei rund 270 Euro.
Erhältlich ist das Gerät in den Farben Awesome Lavender, Awesome White, Awesome Graygreen und Awesome Charcoal.
Design und Verarbeitung
Optisch ist das Galaxy A37 auf den ersten Blick als A‑Serie zu erkennen: flacher Rahmen, großes Display mit Punch‑Hole, Glas vorne sowie hinten und das Kameramodul mit drei Linsen auf der Rückseite.
Der Rahmen besteht im Gegensatz zum teureren A57 aus Kunststoff – ehrlicherweise bemerke ich aber keinen Unterschied. Durch die matte Beschichtung wirkt er ebenso hochwertig wie die Metallvariante.
Mit 7,4 Millimetern Dicke und 196 Gramm ist das A37 auf dem Papier etwas dicker und schwerer als das A57, aber auch hier bemerke ich im direkten Vergleich den Unterschied kaum. Das Handy liegt gut in der Hand, ist aufgrund des 6,7 Zoll großen Bildschirms aber nicht mit einer Hand bedienbar.
Die Bildschirmränder, insbesondere das untere Kinn, fallen sichtbar breiter aus als beim A57 und lassen das A37 somit etwas weniger modern wirken.
Positiv: Wie das A57 ist auch das A37 nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt, was in der Preisklasse noch nicht selbstverständlich ist.
Spaltmaße, Tasten und generelle Stabilität hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Die spiegelnde Rückseite zieht allerdings schnell Fingerabdrücke und Staub an.
Prozessor und Speicher
Im Inneren des Mittelklasse-Handys arbeitet der Exynos 1480 – ein Achtkern-Chip aus Samsungs eigener Produktion, der bereits im Galaxy A55 eingesetzt wurde.
In meinem Testgerät sind acht Gigabyte Arbeits- und 256 Gerätespeicher verbaut, in der Basisvariante sind es sechs Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher. Eine Speichererweiterung per microSD‑Karte ist nicht möglich.
Im CPU-Test von Geekbench 6 erreicht das A37 1.167 Punkte im Single‑Core‑ und 3.469 Punkte im Multi‑Core‑Test, im AnTuTu‑Benchmark kommt das Handy auf 1.089.254 Punkte bei der Gesamtperformance.
Geekbench CPU Single Core
Samsung Galaxy A37
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Damit liegt es vor allem bei der Gesamtleistung, bei der Grafik- und Speicher-Geschwindigkeiten berücksichtigt werden, spürbar über dem A36 – aber wiederum deutlich unter aktuellen Geräten mit den schnelleren Snapdragon- oder MediaTek-Chipsätzen.
So viel zu Theorie. In meinem Testalltag wirkt das A37 bei typischer Nutzung ausreichend schnell: Apps starten zügig, durch Social Media, Browser, Mails und Messenger kann ich mich ruckelfrei bewegen.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen.
Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Sobald ihr aber anspruchsvolle Apps oder Spiele startet, sieht man die Limits. »Where Winds Meet« läuft nur im Grafikmodus »ausgewogen« wirklich flüssig. Dreht man die Detailstufe höher, wirkt das Gameplay zäh und die Landschaft braucht etwas Zeit, um sich beim Standortwechsel aufzubauen.
Doch selbst der mittlere Grafikmodus lastet das Gerät spürbar aus: Ein einfacher Screenshot während des Spielens braucht dann einige Sekunden, bis er verarbeitet ist.
Damit richtet sich das Galaxy A37 vor allem an Nutzer, die ihr Handy für einfache Tätigkeiten nutzen: streamen, surfen, chatten und einfache Spiele. Wer mehr will, greift hier besser zum schnelleren A57 oder aber zu einem Poco F7 (ab 320 Euro) mit spürbar mehr Leistung.
Display
Samsung setzt beim A37 auf ein 6,7‑Zoll‑Super‑AMOLED‑Panel mit FHD+‑Auflösung (2.340 × 1.080 Pixel) und 120‑Hertz‑Bildwiederholrate.
Inhalte wirken entsprechend scharf, Text bleibt auch bei kleiner Schriftgröße gut lesbar und beim Scrollen bleibt alles flüssig. Das Display ist Samsung-typisch wirklich klasse.
Die Helligkeit ist für diese Preisklasse sehr gut: Mit bis zu rund 1.200 Nits im Automatikmodus ist der Bildschirminhalt auch bei Sonnenlicht gut ablesbar.
Die Displayränder sind zwar breiter als beim A57, insbesondere unten. Mich hat das bei der Nutzung allerdings nicht weiter gestört.
Der optische Fingerabdrucksensor im Display entsperrt das Gerät zuverlässig, ist aber nicht ganz so schnell und tolerant gegenüber feuchten Fingern wie die besseren Ultraschallsensoren höherpreisiger Smartphones.
Akkulaufzeit
Samsung verbaut auch im A37 einen 5.000‑Milliamperestunden‑Akku, wie schon im A36 und A57. In meinem PCMark‑Test erreicht das Handy 17 Stunden und 37 Minuten.
Damit liegt es hinter dem A57 (19:40 Stunden) liegt, aber spürbar über dem A36 (16:16 Stunden).
PCMark Akku-Benchmark
Samsung Galaxy A37
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Im Vergleich mit anderen aktuellen Smartphones, die ich in den letzten Wochen und Monaten getestet habe, ist das Ergebnis aber nur noch mittelmäßig. Immer mehr Geräte schaffen über 20 Stunden.
Im Testalltag und bei gemischter Nutzung bin ich auf rund anderthalb Tage gekommen, bis das Handy zurück an die Steckdose musste. Dabei kommt es natürlich maßgeblich auf die Art der Nutzung an, da Parameter wie Displayhelligkeit, GPS und Co. eine große Rolle spielen.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Geladen wird per Kabel mit bis zu 45 Watt, was für Samsung-Verhältnisse ziemlich flott ist. Mit einem passenden Ladegerät dauert eine volle Ladung rund eine gute Stunde.
Wireless Charging gibt es nicht – das ist in dieser Preisklasse üblich, aber trotzdem ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte.
Kamera
Das Kamerasystem des A37 besteht aus:
- 50‑MP‑Hauptkamera mit OIS (f/1.8)
- 8‑MP‑Ultraweitwinkel (f/2.2)
- 5‑MP‑Makrokamera (f/2.4)
- 12‑MP‑Frontkamera (f/2.2)
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera gute Ergebnisse, die für Urlaubsfotos, Social Media und Schnappschüsse völlig ausreichen. Schärfe und Dynamikumfang sind in Ordnung, die Farben sind allerdings recht stark gesättigt.
Der Ultraweitwinkel ist in Ordnung, solange ihr nicht hineinzoomt: Für Landschaften, Architektur und Gruppenfotos bei gutem Licht liefert er brauchbare Bilder, bei genauerem Hinsehen oder Zoom gehen Details aber schnell verloren.
Die Makrokamera kann man nutzen, aber wirklich brauchbar ist sie nicht. Man muss die Handykamera dafür drei bis fünf Zentimeter nahe ans Motiv halten und selbst bei Sonnenlicht kommt es schnell zu unscharfen Bildern. Hinzu kommt, dass die Qualität allgemein einfach nicht gut ist.
Insgesamt ist das Kamerasystem im Gegensatz zu Modellen mit echtem Telezoom wenig flexibel. Durch den 2-fach-In-Sensor-Zoom kommt ihr aber zumindest etwas näher an entfernte Motive heran.
Beispielaufnahmen am Tag:
Bei wenig Licht schlägt sich die Hauptkamera noch ganz ordentlich: Motive bleiben gut erkennbar, und die Bilder sind brauchbar.
Qualitativ können sie aber nicht mit höherwertigen oder Smartphones mit Kamerafokus mithalten und bleiben mittelmäßig. Den Ultraweitwinkel solltet ihr abends meiden, denn hier ist die Qualität schlicht schlecht.
Beispielaufnahmen in der Dämmerung:
Wer gerne bei wenig Licht fotografiert, sollte sich lieber meine 3 Handy-Empfehlungen für Low-Light-Aufnahmen ansehen.
Die Frontkamera liefert bei gutem Licht gute Selfies und ist für Videochats absolut ausreichend. Bei weniger Licht wird es mittelmäßig, denn die Rauschunterdrückung glättet das Bild stark und es gehen viele Details verloren.
Bei gutem Licht gelingen schöne Selfies. Bei weniger Licht kommt es zu einem deutlichen Detailverlust. (Bildquelle: GameStar Tech)
In Summe ist die Kamera des A37 im Alltag zweckmäßig. Für Schnappschüsse oder Urlaubsaufnahmen reicht die Qualität aus. Die Hauptkamera liegt auf dem Niveau des A57, der Ultraweitwinkel ist jedoch etwas schwächer. Zudem besitzt das teurere Modell den besseren Bildprozessor.
Lautsprecher
Das Galaxy A37 bietet Stereo-Lautsprecher, ein Speaker unten, die Hörmuschel als zweiter Kanal. Die maximale Lautstärke ist recht hoch, dann klingt es allerdings etwas blechern und dünn. Für kurze YouTube-Videos, TikTok oder reicht es aber.
Konnektivität
Bei der Konnektivität ist das A37 im Hinblick auf die Preisklasse gut ausgestattet:
- 5G
- Wi‑Fi 6/6E
- Bluetooth 5.4
- NFC
- GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou
- Dual‑SIM inklusive eSIM
- USB-C 2.0
Gerade der eSIM‑Support ist in diesem Preissegment ein echtes Plus und nicht selbstverständlich. Somit könnt ihr digitale SIM-Karten verwenden, was beispielsweise für den Einsatz im Urlaub im Nicht-EU-Ausland praktisch sein kann.
Der USB-C-Port arbeitet wie beim A36 und A57 nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit. Für das Übertragen großer Datenmengen per Kabel ist das nicht ideal. Zudem fehlt DisplayPort, um das Handy an einen Monitor anzuschließen. Wer das aber nicht tut, kann darüber hinwegsehen.
Betriebssystem und Updates
Das Galaxy A37 kommt mit Android 16 und der Samsung-eigenen Oberfläche One UI 8.5. Das System wirkt aufgeräumt, bietet viele Funktionen und erfordert auch von Samsung-Neulingen keine große Eingewöhnungszeit.
Wie das A57 nutzt auch das A37 Samsungs KI-Funktionen »Awesome Intelligence«. Zu den Features zählen etwa Circle to Search, Objektradierer, Bearbeitungsvorschläge, AI Select und Voice‑Transcription.
Im Vergleich mit »Galaxy AI« bei der S‑Reihe fehlen einige Features – für die Preisklasse sind die Tools aber durchaus vielfältig.
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10 geniale Funktionen für euer Android-Handy, die ich auch meinen Freunden empfehle
Der große Vorteil bleibt auch beim Galaxy A37 die Update-Politik: Samsung verspricht sechs große Android‑Versionen und sechs Jahre Sicherheitsupdates.
Doch wie beim A57 habe ich eine kleine Kritik: Das Handy kommt mit ein paar vorinstallierten Drittanbieter‑Apps (TikTok, Shopping‑Apps et cetera).
Zudem solltet ihr bei der Einrichtung genau hinschauen, um nicht eine Handvoll zusätzlicher Spiele zu installieren. Immerhin lässt sich das alles einfach löschen, wenn man es nicht nutzt.
Für wen lohnt sich das Galaxy A37?
Das Galaxy A37 lohnt sich für euch, wenn …
- ihr ein großes OLED-Display, IP68-Schutz und eSIM in einem vergleichsweise günstigen Samsung-Smartphone wollt.
- ihr hauptsächlich surft, streamt, chattet und gelegentlich einfache Spiele spielt.
- euch lange Updates und ein verlässliches Alltagsgerät wichtiger sind als hohe Leistung oder Kameraqualität.
Weniger gut passt das Gerät zu euch, wenn …
- ihr anspruchsvolle Apps oder Spiele nutzt – hier stößt das A37 spürbar an seine Grenzen.
- euch eine flexible Kamera mit hoher Qualität und eine lange Akkulaufzeit wichtig sind.
- ihr Wert auf Features wie Wireless Charging legt.
Mögliche Alternativen
- Samsung Galaxy A57: Schlankeres und leichteres Design, etwas stärkere Performance und bessere Kamera. Der Aufpreis von rund 60 Euro (Straßenpreis) ist übersichtlich.
- Poco F7: Spürbar mehr Leistung, etwas längere Akkulaufzeit und eine ähnliche Kameraqualität wie das A37. Preislich liegt es aktuell bei etwa 300 Euro.
- Nothing Phone (4a): Besonderes Design, längere Akkulaufzeit und etwas bessere Kamera. Aktuell ist es ab rund 350 Euro erhältlich.
Weitere Alternativen findet ihr in meinem Artikel »Die besten Handys unter 300 Euro: Das sind meine Preis-Leistungs-Sieger 2026«. Solltet ihr etwas mehr Budget haben, so gibt es von mir außerdem drei Empfehlungen unter 600 Euro.
Fazit
Das Galaxy A37 ist ein typisches Mittelklasse-Smartphone von Samsung: tolles OLED-Display, IP68-Schutz, eSIM-Support und eine lange Update‑Garantie. Im Alltag leistet es sich keine groben Patzer und ist damit ein verlässlicher Begleiter für alle, die einfach ein zuverlässiges Android-Handy suchen.
Gleichzeitig ist die Leistung nur mittelmäßig, ebenso Kamera und Akkulaufzeit. Durch den Preisverfall ist das Handy aber ein faires Angebot.
Wer mehr Leistung und / oder eine stärkere Kamera will, findet mit dem A57 oder bei der Konkurrenz für einen überschaubaren Aufpreis Geräte, die in bestimmten Bereichen spürbar mehr bieten.


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