Mit einem besonderen Ventilator komme ich seit Jahren kühler durch den Sommer – und er kostet keine 25 Euro

Diese Ventilatoren sorgen für eine leichte Brise im gesamten Zimmer, ohne euch direkt anpusten zu müssen.

Dieser besondere Ventilator kostet gerade einmal 22 Euro und er war einer meiner besten Käufe. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Dieser besondere Ventilator kostet gerade einmal 22 Euro und er war einer meiner besten Käufe. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Für alle, die gerade bei Außentemperaturen von 35 bis 37 Grad Celsius in Dachgeschosswohnungen wohnen: Ich fühle mit euch.

Über 10 Jahre habe ich in einer gewohnt und jeder Sommer war eine Qual. Entweder war es finster, weil ich die Rollläden zum Blockieren der Hitze nutzte, oder eben bis in die späten Abendstunden unerträglich heiß.

Während dieser Zeit habe ich alle möglichen Arten von Ventilatoren ausprobiert und eine davon stach für mich besonders heraus: die Luftzirkulatoren.

Luftzirkulatoren: Was machen sie anders?

Luftzirkulatoren werden für gewöhnlich auf eine Wand oder gar an die Decke gerichtet. (Bildquelle: Vornado) Luftzirkulatoren werden für gewöhnlich auf eine Wand oder gar an die Decke gerichtet. (Bildquelle: Vornado)

Luftzirkulator-Ventilatoren (auch Umwälz- oder Umluftventilator genannt) sehen auf den ersten Blick aus wie gewöhnliche Standventilatoren. Der entscheidende Unterschied: Sie werden in der Regel nicht auf euch gerichtet, sondern gegen die Decke oder eine Wand.

Das klingt total kontraproduktiv, ergibt aber absolut Sinn. Die Luft wird durch die Öffnung hinten angesaugt und dann mit hohem Druck in einem spiralförmigen, rotierenden Luftstrom nach vorn geschossen. Durch die Reflexion an der Decke oder der Wand wird ein Luftkreislauf zurück zum Gerät erzeugt.

Das Ergebnis: eine leichte Brise im gesamten Zimmer.

Das Beste: So ein Ventilator kostet nicht die Welt. Ich verwende seit Jahren die Geräte von Vornado und Honeywell und sie starten schon ab etwa 22 Euro.

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Warum ich diese Geräte empfehle – sie sind verträglich und vielseitig

Ich vertrage Luftzirkulatoren auf Dauer deutlich besser als klassische Ventilatoren, weil sie Kühlung verschaffen, ohne mich direkt anzupusten. Ich habe chronisch trockene Augen, weshalb ich direkte Luftströme so gut wie möglich meide. 

Der stetige Zugwind beschleunigt die Verdunstung der Tränenflüssigkeit und nach nur wenigen Minuten brennen meine Augen. Der indirekte Luftstrom der Zirkulatoren ist für mich deutlich verträglicher.

Ferner solltet ihr wissen: Das Gerät ist ein Ganzjahres-Helfer. Im Winter steigen die Heizkosten genauso wie warme Luft in die Höhe (Konvektion). Wenn man den Luftzirkulator im Winter auf niedrigster Stufe gegen die Decke richtet, drückt er die warme Luft sanft wieder nach unten in den Wohnbereich. 

Die Geräte können auch auf die Decke gerichtet werden. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Geräte können auch auf die Decke gerichtet werden. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Wo die Geräte an ihre Grenzen stoßen

Ein vollständiger Ersatz für alles andere sind diese Geräte dennoch nicht. Ein guter, klassischer Standventilator mit Oszillation kühlt mich kurzfristig, also im direkten Luftstrom, stärker ab. Bei extremen Außentemperaturen nehme ich die trockenen Augen dann manchmal eher in Kauf.

Zudem kühlen Ventilatoren generell nicht die Raumtemperatur ab; sie bewegen nur Luft. Ich sehe sie deshalb eher als perfekte Ergänzung zu einer Klimaanlage, da sie die kühle Luft viel schneller im Raum verteilen.

Wer keine Klimaanlage hat, kann im Dachgeschoss aber einen Fenster-Trick mit den besonderen Ventilatoren anwenden: Wenn es abends draußen endlich abkühlt, stellt den Luftzirkulator nicht in den Raum, sondern direkt vor das offene Fenster – und zwar so, dass er nach draußen pustet. 

Er befördert die stehende Hitze aktiv aus der Wohnung und erzeugt einen Unterdruck, der die kühle Nachtluft durch andere offene Fenster ins Zimmer saugt.

Bedenken solltet ihr vor dem Kauf allerdings zwei Dinge: Bei besonders großen Räumen stoßen die Geräte an ihre Grenzen und sorgen oft nur in einem bestimmten Bereich für die Brise. Zudem sind Luftzirkulatoren durch den hohen Druck oft ein gutes Stück lauter als gewöhnliche Ventilatoren.


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Mein Fazit: Ein Allrounder für jede Jahreszeit

Ein Luftzirkulator ist kein magisches Kühlaggregat, das die Raumtemperatur per Knopfdruck senkt – das kann leider kein Ventilator der Welt, aber er ist sehr vielseitig. Für mich ist er die perfekte, augenschonende Lösung für kleinere Räume wie das Schlafzimmer und ein genialer Teamkollege für jede Klimaanlage.

Solltet ihr gerade in einer Dachgeschosswohnung vor euch dahinschmelzen, ist eine echte Klimaanlage (notfalls eine mobile Anlage mit Abluftschlauch) natürlich das langfristige Ziel. 

Wer aber den harten Windkanal eines klassischen Ventilators satthat und nach einer günstigen, cleveren Lösung sucht, macht ab 22 Euro absolut nichts falsch. 

Kommt ihr gut durch die Hitze? Schreibt uns eure Tipps gerne in die Kommentare!

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