Macht euren Laptop zum KI-Monster: Dank Zubehör führt ihr KI-Modelle lokal aus und alle Daten bleiben bei euch

Unigen bringt mit dem Amaretti E1.S sein erstes Generative-AI-Modul im SSD-Formfaktor: Bis zu 60 TOPS bei nur 10 Watt und 32 GB Speicher sollen reichen, um Sprachmodelle mit bis zu 20 Milliarden Parametern komplett lokal auszuführen.

Unigen Amaretti E1.S: Ein KI-Modul will 20B-LLMs in euren SSD-Slot bringen. Unigen Amaretti E1.S: Ein KI-Modul will 20B-LLMs in euren SSD-Slot bringen.

Ein neues M.2-Modul soll euren freien SSD-Slot in einen dedizierten KI-Beschleuniger verwandeln. Das verspricht Unigen zumindest mit dem Amaretti E1.S.

Die Idee: Statt einer zusätzlichen SSD steckt ihr ein spezialisiertes KI-Modul in den M.2-Slot, das große Sprachmodelle (LLMs) beschleunigt und gleichzeitig eure Daten komplett auf dem eigenen Gerät hält.

Video starten 1:20:49 Dieses Spiel hat mein ganzes Leben verändert

Das grundlegende Konzept

Amaretti E1.S ist Unigens erstes dediziertes GenAI-Hardwaremodul, das dem Hersteller zufolge 60 Billionen Operationen pro Sekunde (60 TOPS) bei nur 10 Watt Leistungsaufnahme liefern will.

  • Zudem umfasst das Modul 32 GByte eigenen Speicher, mit denen sich Modelle mit bis zu etwa 20 Milliarden Parameter sinnvoll lokal fahren lassen.
  • Damit zielt das Modul genau auf den Sweetspot, den viele aktuelle Local-LLM-Set-ups ins Auge fassen: größer und leistungsfähiger als typische 7B–13B-Laptop-Modelle, aber noch weit unterhalb der 70B-Monster, die »richtige« GPU-Cluster erfordern.

Für euch bedeutet das: Ihr könnt komplexere Chatbots oder Code-Assistenten lokal nutzen, ohne ständig an GPU-VRAM-Grenzen zu knallen – und vor allem: ohne Cloud-Zugriff.

Warum das für Datenschutz und Alltag spannend ist

Wenn ihr heute ChatGPT, Claude & Co. nutzt, landen Eingaben üblicherweise auf fremden Servern, wo sie theoretisch ausgewertet oder zum Training genutzt werden können.

Mit einem lokalen LLM auf einem dedizierten Modul passiert genau das Gegenteil:

  • Prompts, Dokumente, Quellcode und interne Notizen bleiben physisch auf eurem Gerät.
  • Für sensible Anwendungsfälle – von Kundendaten bis zu internen Strategiepapiere – braucht ihr keinen Umweg über die Cloud.
  • Ihr seid unabhängig von Account-Beschränkungen, Rate-Limits oder kostenpflichtigen API-Tarifen.

Gerade im Kontext von Funktionen wie Windows Recall oder cloudbasierten Office-KIs, die immer wieder als Datenschutz-Risiko diskutiert werden, kann so ein lokaler KI-Beschleuniger eine interessante Option darstellen.

Noch ist das M.2-KI-Modul ein Nischenprodukt und vor allem ein Proof-of-Concept dafür, wie sich freie Schnittstellen im Laptop sinnvoll »zweckentfremden« lassen. Einen Preis nannte Unigen bisher nicht.

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.