In der Praxis könnt ihr in Spielen oft fünf verschiedene Modi auswählen, wenn ihr in den Grafikeinstellungen nach »DLSS«, »Skalierung« oder »Modi« schaut.
Sie beschreiben grob, wie stark die interne Auflösung verringert wird. Die genaue interne Auflösung pro Modus hängt von eurer Zielauflösung und der Implementierung des jeweiligen Spiels ab. Dennoch kann man circa von den folgenden Werten ausgehen:
| Modus | Grundidee | Auflösungsskalierung | Beispiel (4K) |
|---|---|---|---|
| DLAA | Native Auflösung, kein Upscaling | 100 Prozent | 3.840 × 2.160 (4K) |
| Quality | Relativ hohe interne Auflösung, Fokus auf Bildqualität | 66,7 Prozent | 2.560 × 1.440 (WQHD) |
| Balanced | Mittelweg aus Qualität und Leistung | 58 Prozent | 2.227 × 1.253 |
| Performance | Deutlich niedrigere interne Auflösung, Fokus auf mehr FPS | 50 Prozent | 1.920 × 1.080 (FullHD) |
| Ultra Performance | Extrem niedrige interne Auflösung, maximaler Performancegewinn | 33,3 Prozent | 1.280 × 720 (HD) |
Achtung: Je niedriger eure Zielauflösung, desto eher solltet ihr euch von den stark skalierenden Modi fernhalten. Wenn ihr beispielsweise mit einer Zielauflösung von 1080p (Full HD) spielt, würde der Ultra-Performance-Modus je nach Implementierung mit circa 640 × 360 Pixel auflösen.
Aus einem solchen Pixelbrei noch ein vernünftiges Bild zu erzeugen, schaffen auch die neuesten DLSS-Iterationen nicht. Wenn ihr einen Full HD-Bildschirm nutzt, empfehlen wir maximal auf den Balanced-Modus zurückzugreifen.
Im folgenden Video könnt ihr mehrere Vergleiche von Upscaling-Modi in verschiedenen Spielen sehen. Das macht deutlich, dass zwischen DLAA und dem Quality-Modus meistens kaum ein erkennbarer visueller Unterschied liegt, während eure Grafikkarte die Entlastung eindeutig spüren wird:
Link zum YouTube-Inhalt
Was hat es mit DLAA auf sich?
In der obigen Tabelle wird DLAA aufgeführt, obwohl der Modus kein Upscaling enthält. Was hat es also damit auf sich?
DLAA steht für Deep Learning Anti-Aliasing. Der DLAA-Modus ist also nicht dazu da, um mehr FPS zu gewinnen, indem die interne Auflösung verringert wird. Stattdessen geht es darum, die Bildqualität zu verbessern, indem beispielsweise unsanfte Kanten geglättet werden.
Das ist vor allem dann super, wenn eure Grafikkarte ohnehin genug Power für eure Zielauflösung hat. Spiele brauchen auch ohne DLSS eine Form von Kantenglättung, damit Kantenflimmern und Treppeneffekte verhindert werden. DLSS erledigt das dank neuronalem Netzwerk meist in hervorragender Qualität.
Trotzdem können andere Anti-Aliasing-Methoden ihre Vorteile haben. MSAA beispielsweise sorgt für ein schärferes Bild, da keine zeitlich relevanten Vorgaben wie zum Beispiel vorherige Frames genutzt werden, um die Darstellung zu verbessern.
Dafür ist hier der Umfang der Glättung geringer (weniger Objekte werden geglättet) und die Ressourcenkosten sind höher. Oftmals ist DLAA also die bessere Wahl, zumal MSAA kaum noch in Spielen angeboten wird.
Nun, da ihr einen Überblick über die ursprüngliche Hauptfunktion von DLSS habt, lasst uns auf die zusätzlichen Funktionen eingehen, die über die Jahre hinzukamen.
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