Mehr als achtfache FPS für euren Gaming-PC, und das mit ein paar Klicks – DLSS: Frame Generation

Eine mächtige Technologie für Spieler, die nicht nur Vorteile bringt.

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Frame Generation steigert eure FPS teilweise enorm, doch hat nicht nur Vorteile. (Bildquelle: Adobe Stock – Deagreez – デデムシ) Frame Generation steigert eure FPS teilweise enorm, doch hat nicht nur Vorteile. (Bildquelle: Adobe Stock – Deagreez – デデムシ)

Seit DLSS 3 gibt es die Funktion Frame Generation (oft nur »Frame Gen« genannt). Sie fügt zwischen traditionell gerenderten Bildern zusätzliche, komplett per KI erzeugte Frames ein, um die Bildrate deutlich zu erhöhen.

Mit Multi Frame Generation kann DLSS seit Version 4 sogar mehrere zusätzliche Frames pro traditionell gerendertem Bild erzeugen.

So funktioniert Frame Generation

Ähnlich wie beim Upscaling nutzt Frame Generation Bewegungsvektoren und weitere Bildinformationen. Zusätzlich ermittelt ein KI-Modell mithilfe optischer Flussdaten (Optical Flow), wie sich Bildinhalte zwischen aufeinanderfolgenden Frames bewegen.

Daraus erzeugt es zusätzliche Bilder, ohne dass die Grafikkarte diese auf herkömmlichem Weg rendern muss. So werden aus 60 FPS schnell 120 FPS, je nach Spiel. Da geht aber noch mehr.

Multi-Frame-Gen

Seit DLSS 4 gibt es auch Multi Frame Gen (MFG), das nicht nur einen generierten Extra-Frame erzeugt, sondern bis zu drei. Mit DLSS 4.5 kam im März 2026 auch die 6x-Variante hinzu, die euch bis zu fünf Extra-Frames generiert.

Damit lassen sich die FPS in vielen Spielen in exorbitante Höhen treiben, die euer Bildschirm im Extremfall gar nicht alle darstellen kann. 

Nvidia veranschaulicht auf der offiziellen Webseite, wie die Pipeline aussieht. (Bildquelle: Nvidia) Nvidia veranschaulicht auf der offiziellen Webseite, wie die Pipeline aussieht. (Bildquelle: Nvidia)

In unserem Test zur RTX 5090 hat sich schon im Anfang 2025 die Anzahl an Frames bis zu verachtfacht, obwohl zu dem Zeitpunkt »nur« drei Extra-Frames möglich waren:

Nvidia Geforce RTX 5090 im Test gegen RTX 4090 und RX 7900 XTX

Achtung! Lasst euch nicht verwirren: Die Anzahl an Extra-Frames wird oft mit einer Zahl gefolgt von einem »x« dargestellt. Dabei steht »MFG 2x« Beispielsweise für die herkömmliche Frame Generation mit einem Extra-Frame, während »MFG 6x« beschreibt, dass fünf Extra-Frames erzeugt werden. Es wird also immer von der Gesamtanzahl an Frames gesprochen, inklusive traditionell gerendertem Frame.

Dynamic Frame Generation: Hier wechselt DLSS je nach Bedarf automatisch zwischen der Anzahl an erzeugten Extra-Frames


Video starten 0:42 Wie auf Substanzen aus den 60ern: Nvidias Multi Frame Gen sorgt für witzigen Bug - seht selbst


Die Nachteile von Frame Generation

Wie so häufig gibt es auch bei Frame Generation bekannte Nachteile, die ihr vor oder während der Nutzung kennen solltet.

Erhöhte Latenz: Wenn ihr Frame Generation und vor allem MFG aktiviert, kann es sein, dass euer Spiel nicht mehr so schnell auf eure Eingaben am Controller, der Tastatur oder der Maus reagiert. 

Das liegt daran, dass (ohne Frame Generation) jeder Frame auch neue Eingaben von euch beachtet. Wenn ihr Frame Generation nutzt, basieren die generierten Frames zwar auf vielen wertvollen Daten, jedoch nicht auf euren Eingaben. Das kann für ein schwammiges Spielgefühl und im schlimmsten Fall für spürbare Eingabeverzögerung sorgen.

Das sorgt übrigens auch für ein verwandtes Problem:

Zu niedrige FPS funktionieren nicht gut: Wenn eure Grafikkarte ein Spiel nur mit wenigen FPS rendert (circa 30 FPS oder weniger), kann Frame Gen euer Spielerlebnis nicht unbedingt besser machen. Eher im Gegenteil. 

Zwar erhöht die Technik die angezeigte Bildrate, doch Bewegungen wirken nicht so flüssig wie bei einer entsprechend hohen nativen Bildrate und die Latenz erhöht sich so stark, dass sich das Spiel beinahe unspielbar anfühlt.

Gegen die Latenz hat Nvidia auch eine Lösung im Repertoire: Nvidia Reflex.

Nvidia Reflex – wichtiger Partner für Frame Generation

Was ist der Sinn? Diese Technik reduziert die Eingabeverzögerung, indem sie die Zusammenarbeit zwischen Prozessor (CPU) und Grafikkarte (GPU) optimiert.

Diese Technologie gehört nicht direkt zu DLSS und kann auch ohne aktiviertes DLSS genutzt werden. Dennoch wird sie bei aktivierter Frame Generation automatisch mit eingeschaltet. 

Veranschaulichung von Nvidia selbst: Nvidia Reflex. (Bildquelle: Nvidia) Veranschaulichung von Nvidia selbst: Nvidia Reflex. (Bildquelle: Nvidia)

So funktioniert’s: Reflex greift direkt in die Abstimmung zwischen Spiel-Engine, CPU und GPU ein und sorgt dafür, dass die CPU ihre Arbeit zeitlich so plant, dass sie möglichst kurz vor dem benötigten Renderzeitpunkt abgeschlossen ist.

Dadurch muss die GPU weniger lange auf neue Aufträge warten, während gleichzeitig weniger Frames auf ihre Verarbeitung warten.

Achtung: Reflex hilft vor allem dann, wenn euer PC grundlegend genug FPS schafft und nur eine leichte Latenz durch Frame Gen entsteht. Wenn ihr in einem neuen Spiel ohne Frame Gen nur 20 FPS habt, wird euer Spielerlebnis auch mit Frame Gen und Nvidia Reflex nicht wirklich besser werden.

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