DLSS: Neural Rendering – Wenn Spiele auf einmal aussehen wie die echte Welt... fast

Mit DLSS 5 und vor allem mit dem damit verbundenen 3D-Guided Neural Rendering will Nvidia den Look eurer Spiele revolutionieren.

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DLSS 5 muss sich erst noch beweisen und musste schon Rückschläge einstecken, doch ihr solltet das Neural Rendering nicht unterschätzen! (Bildquelle: NBA2k27 | Nvidia) DLSS 5 muss sich erst noch beweisen und musste schon Rückschläge einstecken, doch ihr solltet das Neural Rendering nicht unterschätzen! (Bildquelle: NBA2k27 | Nvidia)

Mit DLSS 5 erschien »3D-guided neural rendering«, eine Technologie, die für viele einen kontroversen Look in Videospielen erzeugt –Stichwort: KI-Slop.

Diese Technologie steckt momentan allerdings noch in den Kinderschuhen und wird momentan nur von NBA2K27 offiziell unterstützt (Stand: 13. Oktober 2026). Die meisten anderen Bildmaterialien stammen von Fan-Experiemnten, die durch die Modder-Gruppe RenoDX ermöglicht wurden.

Diese Fan-Experimente zeigen teilweise allerdings schon welch enormes Potenzial in der Technologie steckt. Vor allem Umgebungen sehen mit aktiviertem Neural Rendering extrem realistisch aus. Momentan hängt die Bildqualität allerdings stark vom jeweiligen Spiel ab.

Die offizielle Ankündigung zeigte auch Szenen aus Hogwarts Legacy, Silent Hill F und weiteren Spielen, die damals stark für ihren KI-Look kritisiert wurden. In NBKA2K27 ist der (zu) auffällige KI-Look allerdings nicht mehr sichtbar. Stattdessen sorgt Neural Rendering für extrem realistische Charaktere:

Ohne Neural Rendering Mit Neural Rendering Ohne Neural Rendering Mit Neural Rendering

Das ist 3D-Guided Neural rendering

Die Idee hinter der Technologie war es, filmreife Beleuchtung und Materialien in Echtezit darzustellen, wie uns Nvidia-Entwickler auf der Gamescom verraten haben.

Dabei wird ein speziell darauf trainiertes KI-Modell genutzt, um Beispielsweise Subsurface Scattering (Lichtstreuung unter Oberflächen, z.B. Haut) oder Kontaktschatten in fotorealistischer Qualität darzustellen.

Das braucht im Normalfall so viel Rechenleistung, dass Filmstudios einen einzigen Frame teilweise dutzende Stunden berechnen lassen. Wir als Spieler wollen aber mindestens 60 Frames in der Sekunde. Wie also vorgehen?

So funktioniert 3D-Guided Neural Rendering

DLSS 5 setzt nicht bei null an. Zuerst erstellt die Engine das Bild wie gewohnt. Sie berechnet die Geometrie der Welt, also etwa Figuren, Gebäude und Gegenstände, sowie deren Texturen und Beleuchtung.

Anschließend übernimmt das KI-Modell von DLSS 5 die weitere Verarbeitung. Als Eingabe erhält es das gerenderte Bild und Bewegungsvektoren aus der Engine. Das Modell wurde darauf trainiert, Objekte, Materialien und Beleuchtungssituationen zu erkennen. Es kann dadurch abschätzen, wie Licht auf unterschiedlichen Oberflächen wirken sollte.

Übrigens: In unserem Talk zu DLSS seht ihr diverse Beispiele, wie das 3D-Guided Neural Rendering von DLSS 5 aussehen kann.

Video starten 1:00:39 DLSS 5 ist eine Grafik-Revolution (und ein Problem für Konsolen)

Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Simulation: Die KI berechnet diese Effekte nicht vollständig anhand physikalischer Regeln, sondern erzeugt eine passende Darstellung auf Basis ihres Trainings und der Bilddaten der Engine.

Dadurch werden auch Effekte möglich , deren detaillierte Berechnung für eine Echtzeitdarstellung zu aufwendig wäre.

Dennoch kostet 3D-Guided Neural Rendering noch enorm viel Leistung. Während es bei der ersten Präsentaion im März 2026 noch auf zwei RTX-5090-GPUs lief, kostet es mittlerweile »nur noch« 40 bis 60 Prozent eurer gesamten Performance.

Das ist immer noch extrem viel. Dennoch macht der Verlauf Hoffnung auf weitere Performance-Einsparungen in der Zukunft.

Welche Grafikakrte ihr für welches Feature braucht, seht ihr auf der nächsten Seite.

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