Mähroboter vs. Rasenmäher: Wer glaubt, der Roboter übernimmt jegliche Arbeit, täuscht sich leider

Wenn ihr mit dem Kauf eines Mähroboters liebäugelt, solltet ihr eine Sache bedenken: Auch mit einem solchen habt ihr vermutlich noch einiges an Arbeit.

Mähroboter kaufen und alles klappt von selbst? So einfach ist es oft dann doch nicht. (Bildquelle: GameStar Tech Adobe Stock von photo for everything) Mähroboter kaufen und alles klappt von selbst? So einfach ist es oft dann doch nicht. (Bildquelle: GameStar Tech / Adobe Stock von photo for everything)

Wer sich einen Mähroboter kauft, träumt sicher von einem Rasen, der sich quasi von selbst pflegt. Kein Schieben, kein Schwitzen, kein Wochenend-Stress. Der Roboter erledigt einfach alles – oder?

Ganz so einfach ist es in der Realität leider dann doch nicht und das merkt man vielleicht erst, wenn das Gerät bereits im Garten fährt.

Ich will euch daher anhand meines Gartens auf eine Sache hinweisen, die oft unter den Tisch fällt: die Nacharbeit.

Trotz Mähroboter gibt es einiges an Handarbeit

Ich habe knapp 600 Quadratmeter Rasenfläche. Kein riesiger Garten, aber auch kein einfacher: viele kleine Ecken, Kanten mit Höhenunterschieden, Bäume, Sträucher, Beete. Genau die Art von Garten, in der ein Mähroboter zwar fleißig seine Runden dreht – aber eben nicht überall hinkommt.

Mindestens einmal pro Woche greife ich deshalb zum Rasentrimmer: die Kanten entlang von Beeten, um Bäume herum, an Grenzen zum Nachbarn – überall dort, wo der Roboter einen Sicherheitsabstand einhält oder schlicht nicht manövrieren kann.


Video starten 1:26 Lymow One Rasenmähroboter beim Schneiden


Im Vorgarten gibt es zudem ein Stück Rasen, das ich komplett von Hand bearbeiten muss: Der Platz zwischen Pflanzen und Rasenfläche ist einfach zu eng für das Gerät. Insgesamt bin ich etwa eine Stunde pro Woche mit dem Trimmen beschäftigt.

Inzwischen überlege ich sogar, ob ein kleiner Akku-Handmäher vielleicht noch eine Alternative zum Trimmer wäre, weil es schneller geht als mit dem Trimmer. Von »alles erledigt der Mähroboter« bin ich also weit entfernt.

Dass ich kein Einzelfall bin, sehe ich bei meinen Nachbarn. Wer nicht gerade eine einfache, viereckige Rasenfläche mit breiten Rändern hat, muss am Ende noch selbst ran.

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Sobald ein Garten viele enge Stellen, unregelmäßige Formen oder schwierige Kanten mit Höhenunterschied hat, stoßen viele Geräte an ihre Grenzen oder müssen einfach einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten.

Inzwischen gibt es zwar schon Mähroboter mit integrierter Kantenmähfunktion, die dieses Problem zumindest teilweise lösen. Sie sind aber noch klar in der Minderheit.

Für die meisten Käufer bleibt die Nacharbeit mit Trimmer oder Handrasenmäher daher vorerst Alltag. Das sollte man vor dem Kauf bedenken.

Mähroboter oder klassischer Mäher – es kommt auf den Garten an

Spart ein Mähroboter trotzdem Zeit? Absolut. Für die Hauptfläche übernimmt er zuverlässig die Arbeit. Allerdings kommt es am Ende auf euren Garten an – manchmal ist ein Handmäher einfach die klügere Wahl.

Bei mir ist der Roboter zwar nicht perfekt, allerdings habe ich große Flächen, auf denen er mir viel Zeit spart. Früher war ich über zwei Stunden mit dem Mähen beschäftigt und hatte am Ende zudem säckeweise Rasenschnitt. So ist es mir dann doch lieber.


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Bevor ihr vorschnell auf den Bestellknopf eines Mähroboters drückt, solltet ihr euch überlegen, was bei euch Sinn ergibt. Ob ein Mähroboter oder ein klassischer Rasenmäher die bessere Wahl ist, hängt vor allem von der Größe der Rasenfläche und ihrer Zugänglichkeit ab.

Die entscheidende Frage vor dem Kauf sollte daher nicht nur lauten: »Wie groß ist mein Rasen?«, sondern auch: »Wie viele Stellen gibt es, die ein Roboter nicht erreicht?« Wer sich das ehrlich beantwortet, kauft das richtige Gerät oder benötigt am Ende, wie ich, vielleicht auch zwei verschiedene.

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