Aldi Nord und Aldi Süd haben diese Woche einige Haushalts-Messgeräte für zehn Euro im Angebot, darunter ein Infrarot-Thermometer von Workzone.
Ich habe mir das Gerät gekauft, in erster Linie aus einem Grund: Ich nutze einen Gas-Pizzaofen und bereite damit häufiger Neapolitanische Pizza zu. Wer die kennt, weiß bestimmt, dass man dazu eine sehr hohe Temperatur von bis zu 500 Grad Celsius braucht.
Mit dem Infrarot-Thermometer kann ich das einfach messen und vor allem weiß ich, wann der Pizzastein heiß genug ist, sodass ich loslegen kann. Ich wollte schon lange ein Thermometer dafür, aber irgendwie hab ich die guten Angebote immer verpasst.
Gleichzeitig wollte ich das Gerät auch nicht nur dafür, denn dann würde es die meiste Zeit wohl in der Schublade liegen. Infrarot-Thermometer haben aber durchaus viele praktische Einsatzzwecke.
Es lassen sich damit etwa Wärmebrücken finden, Heizkörper kontrollieren, auffällig warme Elektronikkomponenten finden und mehr – Wärmebildkameras wären dafür eine sehr gute Wahl, sind mir allerdings zu teuer.
Das kann das Aldi-Thermometer
Das Infrarot-Thermometer von Workzone gehört zu einer kleinen Serie von Workzone-Messgeräten, die der Discounter diese Woche für jeweils zehn Euro in den Filialen anbietet. Daneben gibt es auch noch ein Multimeter und ein Lautstärkemessgerät.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Preis: zehn Euro
- Typ: Infrarot-Temperatur-Messgerät zur berührungslosen Oberflächentemperatur-Messung.
- Messbereich: etwa −50 bis +500 Grad Celsius
- Ausstattung: Laser-Zielhilfe zur Orientierung, Display mit Hintergrundbeleuchtung, Batterien liegen bei.
- Garantiezeitraum: 3 Jahre
- Lieferumfang: Thermometer, Anleitung, Batterien
Workzone ist eine Aldi-Eigenmarke, vergleichbare Geräte von anderen Herstellern liegen im Handel oft über der 20-Euro-Marke (inklusive Versand). Für gelegentliche Messungen im Haushalt ist der Preis damit fair.
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So funktioniert ein Infrarot-Thermometer im Alltag
Infrarot-Thermometer messen die Wärmestrahlung einer Oberfläche und rechnen diese in eine Temperatur um. Der Laserpunkt zeigt nur an, wohin man zielt – gemessen wird die Infrarotstrahlung aus einem bestimmten Messkegel davor.
In der Praxis läuft das so: Gerät auf die gewünschte Stelle richten, Auslöser betätigen, nach einem Moment steht die Temperatur auf dem beleuchteten Display.
Wichtig ist: Gemessen wird nur die Oberfläche. Für Kerntemperaturen bei Lebensmitteln und Co. bleiben klassische Einstichthermometer die bessere Wahl.
Meinen Pizzaofen habe ich in den vergangenen Tagen noch nicht in den Einsatz genommen, allerdings hat das Thermometer im regulären Backofen, an Heizkörpern und Co. seinen Zweck erfüllt und plausible Ergebnisse geliefert.
Mögliche Alternativen
Beliebte Filialprodukte beim Discounter sind mitunter schnell vergriffen. Solltet ihr in der Filiale vor Ort kein Glück haben, gibt es Alternativen im ähnlichen Preisbereich.
Lidl bietet mit dem Parkside Infrarot-Temperatur-Messgerät PTI 380 C3 ein Modell an, das ihr online für 15 Euro kaufen könnt (exklusive Versand). Der Messbereich liegt hier bei −50 bis +380 Grad Celsius – für Heizung, Kühlschrank und vieles im Haushalt ausreichend, für sehr heiße Pizzaöfen aber etwas zu knapp.
Auf Amazon wimmelt es von günstigen Infrarot-Thermometern. Unter anderem bietet der Versandhändler ein Modell von Sovarcate für 13 Euro an. Das Gerät unterstützt einen Temperaturbereich zwischen -50 und +600 Grad Celsius. Auch hier gibt es ein beleuchtetes Hintergrund-Display.
Fazit der Redaktion
Das Infrarot-Thermometer von Aldi bietet sich an, wenn ihr (wie ich) häufiger mit einem Pizzaofen, Grill oder heißen Pizzasteinen arbeitet und die Oberflächentemperatur zuverlässig kontrollieren wollt. Daneben bietet so ein Gerät viele andere Einsatzzwecke.
Interessant ist es vor allem, wenn ihr ein günstiges Modell sucht und nicht auf exakte Profi-Messergebnisse oder erweiterte Funktionen angewiesen seid.
Wer spezielle Anforderungen an Genauigkeit oder Features wie einstellbaren Emissionsgrad, Datenspeicher oder Schnittstellen hat, ist mit höherwertigen Modellen von Markenherstellern besser beraten.
Für Kerntemperaturmessungen bei Lebensmitteln bleiben klassische Einstechthermometer die bessere Wahl, da Infrarot-Thermometer nur die Oberfläche erfassen.


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