Schulprojekt für arme Familien von Mark Zuckerberg und seiner Frau schließt nach nur 10 Jahren

Der Grund für die Schließung sollen finanzielle Probleme sein. Der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein.

Mark Zuckerberg ist einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle: Brian Solis, www.briansolis.com bub.blicio.us CC-BY) Mark Zuckerberg ist einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle: Brian Solis, www.briansolis.com / bub.blicio.us / CC-BY)

Im Jahr 2016 gründeten Dr. Priscilla Chan, die Ehefrau von Meta-Chef Mark Zuckerberg und eine Freundin das soziale Projekt »The Primary School«. Knapp zehn Jahre später schließt die Schule für benachteiligte Familien schon wieder, weil offenbar das Geld fehlt.

Soziales Projekt wird nicht länger finanziert

Was ist das für ein Projekt? »The Primary School« war 2016 eines der ersten Projekte der Chan-Zuckerberg-Initiative, die Zuckerberg und Dr. Chan zusammen gegründet haben und bis heute gemeinsam führen. Etwa 100 Millionen US-Dollar sollen laut der New York Times über die Jahre in das Projekt geflossen sein.

Im Zentrum der Bemühungen stand eine Schule in East Palo Alto in Kalifornien. In der Stadt leben viele Familien mit geringem Einkommen. Die Schule sollte ein zentraler Ort werden, an dem Kinder aus benachteiligten Familien Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung und Sozialarbeitern bekommen können.

Mit dem Projekt sollte der strukturelle Rassismus und die Armut, mit der viele PoC-Communitys in den USA zu kämpfen haben, eingedämmt werden.

Überraschendes Ende: Ende April 2025 wurde dann aber aus dem Nichts die Schließung der Schule im Sommer 2026 angekündigt. Die Eltern der Kinder wurden von dieser Nachricht offenbar völlig unvorbereitet getroffen.

Die Familien sollen allerdings zwischen 1.000 US-Dollar und 10.000 US-Dollar, je nach Alter ihrer Kinder, erhalten, um eine neue Schule zu finden. Das klingt nach viel Geld, ist aber offenbar für viele bei Weitem nicht ausreichend, um in der überteuerten Bay Area einen Ersatz zu finden.

Zu den Hintergründen gibt es keine offiziellen Informationen. Mehrere Eltern und Lehrer sollen aber laut dem San Francisco Chronicle angegeben haben, dass es offenbar an der fehlenden Unterstützung der Chan-Zuckerberg-Initiative liegt.

Der Zusammenhang mit der stark veränderten Sozialpolitik in den USA unter Präsident Donald Trump wird vielerorts nahegelegt. Meta war eines der großen Tech-Unternehmen, die 2025 ihre Richtlinien gemäß der neuen Regierung anpassten.

Soziale Projekte wie »The Primary School« leiden unter dem neuen Kurs der US-Regierung, obwohl sie dringend gebraucht werden.

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