Egal ob beim Sommerausflug, einer spontanen Radtour oder einfach im Alltag: Jeder von euch hat garantiert Gegenstände daheim, die irgendwann mal aufgepumpt werden müssen.
Bei mir kommt da einiges zusammen: Autoreifen, E-Bikes, E-Scooter, Schubkarrenräder – und natürlich auch mal der Fußball.
Besonders mein E-Bike hat mich genervt, weil ich wegen des Autoventils immer zur nächsten Tankstelle juckeln musste - und die ist bei mir im nächsten Ort acht Kilometer entfernt.
Irgendwann hatte ich es satt, mich im Urlaub mit der Luftpumpe am Hüpfpferd meines Sohnes einen abzuhecheln und suchte nach Alternativen.
Alternativen, die praktisch, komfortabel und preiswert sind. Und am besten auch noch portabel.
Das war meine Lösung: Nach einiger Recherche stieß ich auf elektrische Mini-Kompressoren, die den Druck automatisch anpassen können.
Sie sind leicht, ultra mobil und sehen teils sogar richtig schick aus.
Es gibt eine Fülle an unterschiedlichen Geräten diverser Hersteller wie Bosch und Makita, darunter aber auch viele Noname-Produkte. Selbst ALDI verkauft die Gadgets mittlerweile. Die meisten liegen preislich im Bereich zwischen 40 und 80 Euro.
Meine Wahl fiel letztlich auf den Xiaomi Portable Electric Air Compressor 1S
- hier fand ich die Kombination aus Funktionsumfang, Preis und Design am besten. Als ich diesen Artikel das erste mal veröffentliche, hatte das Produkt auf Amazon über 2.000 überwiegend positive Bewertungen. Heute sind es satte 17.000.
Seit zwei Jahren bin ich von dem Teil so überzeugt, dass ich ohne Übertreibung sagen kann: So ein Gadget gehört in jeden Haushalt.
Lasst mich kurz erläutern, warum ich so begeistert bin, wo die Nachteile liegen – und wie mein Fazit selbst nach zwei Jahren Nutzung aussieht.
Weniger Stress, mehr Spaß - das sind die Vorteile
Das Xiaomi S1 ist mit 124 x 71 x 45,3 mm und 500 Gramm Gewicht nicht nur äußerst portabel, sondern zeigt den Luftdruck sowohl in bar als auch in PSI an. Es erkennt den Druck automatisch, wenn ihr das Ventil in das gewünschte Objekt stöpselt.
Ihr könnt das Gerät also nicht nur zum Aufpumpen, sondern auch zum schnellen Kontrollieren eures Luftdrucks einsetzen.
Im Lieferumfang befindet sich eine kleine Tasche (links zu sehen), das Etui sowie die Ventilaufsätze habe ich separat gekauft.
Vor der Radtour noch schnell den Reifendruck checken? Null problemo. Das schicke LED-Display ist übrigens auch bei praller Sonne gut lesbar.
Beim Aufblasen könnt ihr den Druck beliebig auf bis zu 150 PSI (ca. 10 Bar) anpassen oder auch auf die fünf vorgefertigten Presets für Auto-, Motorrad- und Fahrradreifen sowie für Bälle zurückgreifen - sehr nützlich.
(Ihr solltet natürlich trotzdem vorher checken, für welchen Luftdruck euer aufblasbares Objekt ausgelegt ist.)
Ebenfalls cool: Dank eingebautem Druckmessgerät stoppt der Kompressor, wenn der gewünschte Druck erreicht ist.
Dem Lieferumfang liegen neben einer Tasche noch zwei Ventiladapter für Fahrrad- und Ballventile bei. Ich habe mir aber zusätzlich noch eine weitere Adapter-Sammlung für wenig Geld gekauft, um für jeden Fall gewappnet zu sein.
Das Aufpumpen dauert je nach Anwendungsfall schon mal ein paar Minuten. An der Tankstelle könnt ihr eure Autoreifen also deutlich schneller aufpumpen. Mit so einem Kompressor geht's aber eben auch mal schnell unterwegs oder bequem zuhause - und ihr spart euch den Weg.
Ich bin jedenfalls deutlich gelassener unterwegs, seitdem ich dieses kleine Gadget dabei habe. Es liegt immer griffbereit in meinem Kofferraum. Bei längeren Fahrradtouren ist es im Rucksack mit dabei.
Ein Wort zur Batterielaufzeit: Der Akku des Xiamo S1 hält enorm lang. Wirklich lang.
Selbst nachdem ich vier Autosommerreifen und zwei Fahrradreifen sowie einen Ball aufgepumpt hatte, war noch Saft im Kompressor - und das, nachdem der Kompressor bereits zwei Monate im Schrank lag.
Natürlich hat der Akku nach über zwei Jahren Nutzung etwas gelitten. Trotzdem kriege ich immer noch problemlos mehrere Reifen gefüllt.
Aufgeladen wird das Gerät bequem via USB-C. Es gibt jedoch auch Modelle mit Mikro-USB, die laut Rezensionen weniger gut sein sollen. Das kann ich nicht beurteilen, beachtet das gegebenenfalls. Mir kommt jedenfalls kein anderes Kabel als USB-C mehr ins Haus.
Nützlich: Der Kompressor hat eine Taschenlampe inklusive SOS-Leuchtfunktion. Die habe ich zwar noch nie gebraucht, aber es ist gut, sie im Notfall zu haben, und sei es nur, um im Dunklen das Ventil zu finden.
Das Gerät schaltet sich übrigens automatisch nach Inaktivität ab und automatisch aus, wenn ihr den Hauptschlauch wieder einsteckt, der magnetisch ins Gehäuse gleitet. Das wirkt hochwertig.
Übrigens: Inzwischen gibt es auch eine zweite Generation des Xiaomi-Kompressors. Die Gen 2 ist laut Hersteller 25 Prozent schneller und bietet nun sechs statt fünf Modi – ein spannendes Upgrade für alle, die etwas mehr Leistung oder Flexibilität wollen.
Das sind die Nachteile der elektrischen Luftpumpe
Das Gerät ist während des Aufblasens mit 75-80 Dezibel relativ laut und das Ventil wird mitunter auch sehr warm.
Gerade bei längeren Pumpvorgängen wie beim Autoreifen solltet ihr aufpassen, euch nicht die Finger zu verbrennen.
Außerdem sehr wichtig zu beachten: Ein Kompressor wie der Xiaomi S1 eignet sich nicht für jeden aufblasbaren Gegenstand.
Gerade Spielbälle oder Spielzeuge liegen manchmal unterhalb des Minimaldrucks von 3 PSI. Luftmatratzen sind hingegen zu groß und würden den Akku überfordern. Dafür ist das Xiaomi S1 nicht gemacht.
Nicht für draußen, aber für drinnen: Mein Kollege Patrick empfiehlt euch ein weiteres nützliches Gadget, das sein Homeoffice enorm aufgewertet hat:
2 Jahre später: Mein Langzeit-Fazit
Mirco Kämpfer
Zwei Jahre und unzählige gepumpte Reifen später kann ich sagen: Der Xiaomi S1 hat sich absolut bewährt.
Ich nutze ihn nach wie vor regelmäßig für alles Mögliche – vom Fahrrad bis zum E-Scooter oder Auto. Der Akku hält zwar nicht mehr ganz so lang wie anfangs, aber immer noch völlig ausreichend.
Bislang ist auch nichts kaputtgegangen; der magnetische Ventilschlauch hält wie am ersten Tag. keine Risse, keine Verschleißerscheinungen.
Auch bei unterschiedlichen Ventilen war ich dank der beiliegenden Aufsätze und einem kleinen Zusatzset immer gut ausgestattet. Ich hatte nie das Gefühl, ein anderes Gerät zu brauchen.
Besonders schätze ich mittlerweile, wie sorglos ich vor Ausflügen den Luftdruck checken kann – ganz ohne Stress, Tankstellenbesuch oder Rumgefummel mit Handpumpen.
Kurz gesagt: Das Teil hat sich mehr als bezahlt gemacht. Wenn ihr ähnlich oft was aufpumpen müsst wie ich, werdet ihr daran sicher auch lange Freude haben.
Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen. Für die Neuveröffentlichung habe ich ihn um neue Infos sowie ein Langzeitfazit ergänzt.
Habt ihr selbst einen Minikompressor oder eine elektrische Luftpumpe zuhause? Habt ihr zum ersten Mal durch diesen Artikel erfahren oder gar einen besseren Tipp? Schreibt es mir in die Kommentare. Gern beantworte ich auch weitere Fragen von euch. Und natürlich bin ich auf euer Feedback gespannt.

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