Ich wollte von euch wissen, ob ihr Gaming-Headsets mit Kabel nutzt und das Ergebnis hat mich regelrecht schockiert

2026 und über 50 Prozent von euch nutzen noch Kabel-Headsets. Was steckt hinter dieser überraschenden Entscheidung gegen die Bewegungsfreiheit? Ich habe eure Antworten ausgewertet.

50 Prozent von euch spielen noch mit Kabel-Headsets. Das hat mich überrascht. (Bildquelle: Adobe Stock, Nele WobkerGameStar Tech) 50 Prozent von euch spielen noch mit Kabel-Headsets. Das hat mich überrascht. (Bildquelle: Adobe Stock, Nele Wobker/GameStar Tech)

Leute, was ist da los? Wir haben 2026 und über 50 Prozent von euch hängen noch an einem Gaming-Headset mit Kabel. Das hat zumindest meine Umfrage vom 3. März 2026 ergeben.

  • 2.232 Personen haben an der Befragung teilgenommen (Stand 25.03.2026, 16 Uhr).
  • 1.126 davon geben an, ein Gaming-Headset mit Kabelverbindung zu benutzen. Das sind 50 Prozent und somit die Hälfte aller Teilnehmer.
  • Kabellos spielen im Gegenzug mit 905 Stimmen lediglich 41 Prozent.
  • Dazu kommen 136 Spielerinnen und Spieler, die ein Gerät mit Mehrfachkonnektivität benutzen. Das sind sechs Prozent, die aufgrund der optionalen Kabelfreiheit zur Kabellos-Antwort dazugerechnet werden können.
  • 65 von euch, also drei Prozent, haben aktuell zwar noch ein kabelgebundenes Gaming-Headset, wollen beim nächsten Kauf aber auf Kabellos umsteigen.

Obwohl ich selbst manche Kabel-Headsets, wie mein heißgeliebtes Beyerdynamic MMX 330 Pro (Test) durchaus zu schätzen weiß, hat mich dieses Ergebnis ziemlich überrascht.

Wegen meiner Gaming-Headset-Kaufberatung kenne ich die ungefähren Verkaufszahlen und Kauftendenzen unserer Gaming-Community, deren Teil auch ich selbst bin.

Die besagen, dass kabelgebundene Gaming-Headsets zunehmend an Bedeutung verlieren. Spielerinnen und Spieler wissen die Bewegungsfreiheit, die nur kabellose Geräte bieten, immer mehr zu schätzen. Einmal ausprobiert, wollen die wenigsten auf den gesteigerten Komfort verzichten.

Video starten 0:38 Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless verspricht High-End-Audio ohne den High-End-Preis

Auch ich muss mich bei den wenigen Gaming-Headsets, die ich mit Kabelverbindung teste, jedes Mal enorm umstellen. Mal eben schnell aufspringen, um während des Koops was zu trinken zu holen, geht nicht. Mit Kabel-Headset bin ich bei allen Bedürfnissen zwischendurch die Spielverderberin, weil alle warten müssen, bis ich wieder am Gespräch teilnehmen kann.

Nicht nur privat beim Spielen und Reden mit Menschen fehlt mir die Bewegungsfreiheit bei Kabelanbindungen; auch während der Arbeit bedeutet es für mich eine bessere Effizienz und Aufnahmefähigkeit, wenn ich zwischendurch aufstehen kann.

Ich habe jeden Tag Meetings und verlasse die Treffen nur ungern, um mal für kleine Nelen zu gehen, oder weil mein Getränk leer ist. In meinem Berufs- und Spielealltag ist kabellos also nicht mehr wegzudenken.

Zudem haben Wireless-Headsets inzwischen praktisch keine relevanten Nachteile gegenüber kabelgebundenen mehr. Noch vor einigen Jahren konnte man sich zurecht wegen möglicher Latenzen und geringen Akkulaufzeiten Sorgen machen. 2026 spielt das bei modernen Modellen in der Regel aber keine Rolle mehr.


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Selbst die Preise haben sich angeglichen. Da Technik jedoch allgemein teurer geworden ist, müssen Interessierte dennoch moderate Summen zahlen – egal ob mit oder ohne Kabel, sind die Preise momentan eher hoch.

Eure Gründe sind nachvollziehbar

Mit Blick auf eure Kommentare kann ich verstehen, warum so viele von euch keine Lust auf Rangeleien mit Akku und Co. haben. Man ist eben doch auf Faktoren wie Verbindungsstabilität und Akkulaufzeiten angewiesen, obwohl beides 2026 praktisch keinen nennenswerten negativen Effekt mehr hat. Viele sagen sich womöglich Sicher ist sicher.

Beim Sichten der Kommentare ist mir aber eines stark aufgefallen: Offenbar hat ein Teil von euch gar nicht zum Thema Headsets, sondern zu Kopfhörern abgestimmt. Das ist natürlich etwas vollkommen anderes. Nicht wenige schreiben, sie hätten überhaupt kein Headset.

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Kopfhörer sind ohne Mikrofon. Das heißt, man benutzt sie in Mehrspielern, wenn dann in Kombination mit einem externen Tischmikrofon oder eben in Einzelspielern sowie anderen Titeln, die keinen verbalen Austausch mit Mitspielern erfordern.

Es gibt zwar auch Anklippmikrofone, deren Qualität sei aber mal dahingestellt. Zudem hantiert man dann dennoch mit einem zusätzlichen Element am Kopf herum, was den Komfort einschränkt, und darum geht es bei Kabellos vor allem: Komfort.

Was, wenn der Akku an Ladefähigkeit verliert?

Um zu kommunizieren, sind Spielerinnen und Spieler mit Kopfhörern also ohnehin an den Schreibtisch gebunden. Das ist selbstverständlich ein vollkommen anderer Anwendungsfall. Dennoch hat eines dieser Community-Mitglieder einen guten Punkt in Bezug auf Wireless-Headsets genannt. StormTehSinner schreibt:

[...] Nach 5+ Jahren Nutzung wird der Akku sicherlich mindestens anfangen spürbar schlechter zu werden und da hab ich keinen Bock drauf. Zudem stört mich ein Kabel überhaupt nicht, egal bei was.
Wobei ich gestehen muss: Habe nicht mal ein Headset… bei mir sinds Kopfhörer [...]

Dass Akkus nach einigen Jahren intensiver Nutzung Effizienz verlieren könnten, ist ein valider Einwand. Jedoch setzen immer mehr Hersteller auf austauschbare Akkus. Nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie es schon bald per Gesetz müssen:

Ab 2027 müssen Akkus bei Gaming-Headsets leicht austauschbar sein. Einige Hersteller passen sich schon jetzt an das bald in Kraft tretende Gesetz an, wie hier beim Razer Blackshark V3 Pro zu sehen ist. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Ab 2027 müssen Akkus bei Gaming-Headsets leicht austauschbar sein. Einige Hersteller passen sich schon jetzt an das bald in Kraft tretende Gesetz an, wie hier beim Razer Blackshark V3 Pro zu sehen ist. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Bereits jetzt passt sich die Branche an und konzipiert oftmals Ohrmuscheln, die sich öffnen lassen. Das ist etwa beim Razer Blackshark V3 Pro der Fall.

Luxus-Exemplare wie das SteelSeries Arctis Nova Elite (Test) gehen noch einen Schritt weiter und setzen direkt auf ein Akku-Hot-Swap-System. Der Hersteller gilt als Wechsel-Akku-Pionier und bietet auch noch eine Vielzahl günstigerer Modelle mit entsprechenden Eigenschaften.

Wer Kabellos kennenlernt, will selten zurück

Auf den ersten zitierten Kommentar antwortet WarChief: Wie sehr ein Kabel stört, merkt man erst, wenn einem die Freiheit wieder genommen wird. Im weiteren Verlauf der Unterhaltung ergänzt er:

Mein Headset hat eine Ladestation, die es immer besucht, sobald ich meinen PC ausschalte und bei einer Akkulaufzeit von 30h kann ich somit auch auf etwas Kapazität über die Zeit verzichten. Teurer waren die Produkte auf jeden Fall, aber die Freiheit mit dem Headset durch die Wohnung zu laufen, will ich nicht mehr missen.

Video starten 1:32 Arctis Nova Elite: Das ist das neue Premium-Headset von SteelSeries

Unser Community-Mitglied Wazzzuupp setzt etwa auf das hier im Artikel erwähnte kabellose SteelSeries Arctis Nova Pro und kann sich nicht mehr vorstellen, am Kabel zu spielen:

Kabellos, kann mir gar nicht mehr vorstellen mit Kabel gefesselt am PC zu sitzen. 😀
Bewege mich beim Musikhören, mit Kumpels im Discord oder auch während Meetings doch öfters mal mit Headset an z.B. um einfach mal Trinken/Essen aus der Küche zu holen und bekomme trotzdem alles mit was gesagt wird.
Aktuell nutze ich die Steelseries Arctis Nova Pro, ich hatte auch mal das Audeze Maxwell probiert. [...]

Auch RainerD will die Bewegungsfreiheit nicht mehr missen, er schreibt:

Da ich manchmal ein in Gedanken versunkener Schussel bin und ich gerne mal schnell aufstehe, würde ich hin und wieder den Schreibtisch mit durch die Wohnung ziehen. Vermutlich auch das, ohne es zu bemerken. Also bin ich eher Team kabellos. Hat auch den positiven Effekt, ich kann auf Arbeit in Meetings auch auf der Toilette kommunizieren 😁

Eine Frage der Anwendung

Wie ich eingangs sagte, bevorzuge ich aus denselben Gründen wie ihr kabellose Gaming-Headsets. Aber ich mache auch bisweilen auch gerne Ausnahmen, wenn die Kabelgeräte so gut wie das Beyerdynamic MMX 330 Pro oder auch der Kopfhörer HD 620S von Sennheiser sind.



Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren, die besagen, dass einige abgestimmt haben, die überhaupt keine Gaming-Headsets, sondern ausschließlich Kopfhörer benutzen, vermute ich, dass das Abstimmungsergebnis seinen Ursprung zum Teil darin hat – wenn auch nicht ausschließlich.

Aus diesem Grund habe ich aus euren über 50 Kommentaren in diesem Artikel hier übrigens nur einen Pro-Kabel-Kommentar zitiert. Welche, die sich auf kabelebundene Gaming-Headsets und nicht auf Kopfhörer beziehen, gab es kaum.

Ich habe einige Kopfhörer + Mikrofon-Kombinationen getestet. Obwohl mir Geräte wie das hier abgebildete Sennheiser HD 620S mit dem Profile USB-Mikrofon ausgezeichnet gefallen haben, brauche ich im Alltag kabellos. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Ich habe einige Kopfhörer + Mikrofon-Kombinationen getestet. Obwohl mir Geräte wie das hier abgebildete Sennheiser HD 620S mit dem Profile USB-Mikrofon ausgezeichnet gefallen haben, brauche ich im Alltag kabellos. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

Wer es sich leisten kann, wird wahrscheinlich mehrere Geräte für die unterschiedlichen Anwendungen besitzen. Spielerinnen und Spieler, die aber praktisch veranlagt sind und eines für alles möchten, werden eher zu einem guten kabelloses Gaming-Headset greifen.

Mit einem modernen Gerät spielen Latenzen keine Rolle mehr, ebenso wenig wie dramatisch geringe Akkulaufzeiten, und das Problem mit dem Akkuverfall ist spätestens 2027 gelöst.

Menschen, die lieber alleine spielen oder sich sowieso nicht viel bewegen und das Maximum aus ihrer Soundkarte herauskitzeln wollen, finden entsprechende andere Geräte für diesen Anspruch. Es gibt hier kein Besser oder Schlechter, sondern es geht schlichtweg um die Anwendung.

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