Mercedes probiert es wohl nochmal: E-Auto-Enttäuschung wird nach vier Jahren eingestellt

Der Mercedes-Benz EQB kam nie so recht in die Gänge - und wird es auch nicht mehr tun, denn der Elektro-SUV wurde wohl eingestellt. Ein Nachfolger soll das E-Auto wieder in die Spur bringen.

Der Mercedes EQB ist nach vier Jahren schon Geschichte. Ein Nachfolger soll vieles besser machen. (Bildquelle: Mercedes) Der Mercedes EQB ist nach vier Jahren schon Geschichte. Ein Nachfolger soll vieles besser machen. (Bildquelle: Mercedes)

Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz wirft einen Hoffnungsträger unter den Elektroautos vom Band: Bei der Einführung 2021 noch als »flexibles Multitalent« gepriesen, scheint der Elektro-SUV EQB inzwischen nicht mehr verfügbar zu sein.

Mercedes-Benz EQB fuhr der Konkurrenz hinterher

Wie das Portal JesMB berichtet, ist der EQB nicht mehr im Konfigurator des Herstellers zu finden. Stattdessen werden die noch übrig gebliebenen Bestellungen im ungarischen Werk in Kecskemét abgearbeitet, ehe ein Nachfolger im kommenden Jahr wieder in die Spur finden soll.

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»In die Spur finden« ist hierbei auch vergleichsweise notwendig, hat der Mercedes-Benz EQB doch nur einen Bruchteil der Konkurrenzabsätze erreichen können. Im ersten Halbjahr 2025 kam der Elektro-SUV nur auf rund 3.800 Neuzulassungen; ähnliche Modelle wie der BMW iX1 kamen indes auf die doppelte Menge (via T-Online).

Neuer EQB mit überarbeiteter Plattform

Der für das Jahr 2026 erwartete Nachfolger mit demselben Namen soll indes beinahe von Grund auf neu aufgelegt werden. Wie Autocar berichtet, werde zwar die grundlegende Silhouette beibehalten, doch soll das neue Modell etwas länger und breiter ausfallen.

Die Änderungen an der Karosserie werden durch die neue »Mercedes Modular Architecture« (MMA, nicht zu verwechseln mit dem Kampfsport) ermöglicht. Der Autobauer setzt bereits bei der aktuellen CLA-Generation auf MMA.

Damit geht auch ein Wechsel im Innenraum einher: So soll der neue Elektro-SUV über ein digitales Display über die gesamte Breite des Armaturenbretts erhalten, was sich ebenfalls an aktuellen Autotrends orientiert. Wie lange sich dieser Trend noch hält, darf angesichts jüngster Aussagen des Software-Chefs von Mercedes-Benz infrage gestellt werden:

Vielleicht hilft da ja eine andere »Charmeoffensive« weiter: Um euch das kommende Elektroauto auch optisch schmackhaft zu machen, sollen einige »Styling«-Optionen zur Verfügung stehen. Unter anderem könnt ihr das Auto mit einem klassischen Offroad-Paket robuster wirken lassen.

Unter der Haube soll die reine Leistung zwischen 172 und 265 kW liegen; die Batterie führt je nach Modell eine Kapazität von 58 bis 85 kWh. Zudem kommt laut Autocar wohl ein 800-Volt-System zum Einsatz, das das bisherige 400-Volt-System ersetzt.

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