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Seite 5: Microsoft Surface Pro - Ultrabook-Tablet mit Windows 8 und Core i5

Fazit

Dennis Ziesecke: Wenn ein Tablet nicht nur als Unterhaltungszentrale auf dem Sofa genutzt werden soll, ist das Microsoft Surface Pro eine echte Alternative zu den etablierten Tablets. Im Gegensatz zu älteren Windows-Betriebssystemen eignet sich die Bedienung von Windows 8 sehr gut für die Touch-Steuerung eines Tablets. Noch weiter verbessert wird diese durch den Stylus des Surface Pro, so dass handschriftliche Notizen auch wirklich die Handschrift des Nutzers wiedergeben. Die Erkennung der Schrift und die Umsetzung in Word-Dokumente ist ebenfalls vorbildlich.

Die Leistung des Tablets ist durch den eingesetzten Core i5 erfreulich hoch, sodass sich sogar einige grafisch anspruchslose Windows-Spiele gut spielen lassen. Das Surface Pro entgeht damit also dem Angry-Birds-Einheitsbrei vieler anderer Tablets - zumindest theoretisch. Praktisch ist leider so gut wie kein Spiel außerhalb der Tablet-Welt auf die Steuerung per Touchscreen ausgelegt - der Anschluss von Maus und Tastatur oder eines Gamepads hingegen widerspricht dem Tablet-Gedanken. Besonders gut gefallen hat mir im Test daher das vorbildlich auf Touch optimierte Civilization 5 - dank neuartiger Steuerung handelt es sich selbst für Kenner der Serie beinahe um ein neues Spiel.

Der Ultrabook-Prozessor des Surface Pro ist aber nicht nur ein Vorteil, sondern auch das größte Schwachpunkt des Tablets. Die Akkulaufzeit ist teils lächerlich niedrig, das Gewicht stört schon nach kurzer Zeit und unter Last erwärmt sich das Tablet am Rand sehr stark. Die indiskutabel schlechten Kameras haben wir bereits beim Surface RT bemängelt, gelernt hat Microsoft daraus nichts. Ebenfalls überdenken sollte Microsoft die Tastatur-Cover. Zwar lassen sich diese schnell und unkompliziert anbringen, andere Hersteller liefern für weniger Geld allerdings deutlich bessere Tastaturen. Vom Schreibgefühl eines Asus Transformer ist auch das Type-Cover weit entfernt, vom labbrigen Touch-Cover ganz zu schweigen.

Was bleibt ist ein teures, aber gut ausgestattetes Tablet mit der Option, gängige Windows-Software einsetzen zu können. Zum Arbeiten eignet sich das Surface Pro daher besser als die meisten Android-, iOS- oder RT-Modelle. Unverständlich nur, warum Microsoft ausgerechnet beim teuren Pro keine kostenlose Office-Vollversion beilegt und statt Displayport nicht einen HDMI-Anschluss als Monitorausgang wählt

Für ein Ultrabook fehlt dem Surface Pro unterm Strich die hochwertige Tastatur am Dock - Bluetooth- oder USB-Modelle funktionieren aber natürlich. Für ein reines Surf-Tablet ist das Pro zu schwer, zu laut und zu schnell auf eine Steckdose angewiesen. Als Arbeitsgerät mit Bonus für die Freizeitgestaltung jedoch ist das Surface Pro für die meisten Nutzer zu teuer. Zudem ist der Zeitpunkt des Deutschland-Releases schlecht gewählt - viele potentielle Käufer dürften auf Windows-Tablets mit Haswell-Innenleben warten. Diese versprechen bessere Akkulaufzeiten, mehr (Grafik)-Leistung und weniger Abwärme zum vergleichbaren Preis.

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