Update: Sowohl Bosch als auch Miles haben uns inzwischen zu dem Fall geantwortet. Ihr findet die offiziellen Statements auf der zweiten Seite dieses Artikels.
In Mietwagen gibt es meist ein striktes Rauchverbot. Das gilt auch für den Carsharing-Anbieter Miles Mobility mit Sitz in Berlin.
Zur Erkennung eines möglichen Rauchens werden in den entsprechenden Fahrzeugen oft Rauchmelder eingesetzt, in Bezug auf Miles vom Hersteller Bosch.
Doch bei dem Fall aus dem privaten Umfeld einer Webedia-Mitarbeiterin, um den es hier geht, hat der Rauchmelder gleich viermal falsch angeschlagen.
Die Folge: Der Fahrer, der überzeugter Nichtraucher ist und dessen Name uns bekannt ist, musste 100 Euro Strafe zahlen. Ohne diese zusätzliche Gebühr hätte die Fahrt dagegen nur knapp vier Euro gekostet.
Die Abrechnung erfolgte über die gefahrenen Kilometer (hier waren es drei Kilometer).
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Die Reaktion von Miles
Der Fahrer hat sich an Miles gewendet und den Fall geschildert, jedoch ohne den erhofften Erfolg. Da Miles nicht bereit dazu war, die 100 Euro zurückzuüberweisen, hat er seine Mitgliedschaft inzwischen gekündigt.
In der Begründung des Support-Mitarbeiters heißt es folgendermaßen:
Während deiner Miete hat einer [dieser] Detektoren eindeutig Rauch im Fahrzeug registriert [...]. Hierbei ist es nicht relevant, wer im Fahrzeug geraucht hat. Aus den genannten Gründen halten wir an der Forderung fest und hoffen auf dein Verständnis.
Dieses Verständnis hat der Fahrer nicht aufgebracht.
Doch Miles antwortete nur mit einer erneuten Betonung des Umstands, dass der Rauchmelder während der Fahrt ausgeschlagen hat, ergänzt um den Hinweis, dass Miles laut AMB bevollmächtigt ist, entsprechende Kosten vom Konto einzuziehen.
Das Protokoll des Rauchmelders dazu sieht so aus:
Der Rauchmelder soll dabei andere Partikel in der Luft (etwa von Deo) zuverlässig von Rauch durch Zigaretten-, E-Zigaretten und weitere Liquid- und Tabakverdampfer unterscheiden können.
Woher genau die auffällig kurzen Ausschläge im obigen Protokoll stammen, ist indes weiter unklar.
Kein Einzelfall
Mit diesem Problem ist der Fahrer aus unserem Fall nicht allein, wie unter anderem ein Bericht von MSN nahelegt.
Auch bei der Bewertungsplattform Trustpilot finden sich immer wieder Stimmen, die sich über aus ihrer Sicht zu Unrecht abgebuchte Strafen für das Rauchen durch Miles Mobility beschweren.
Miles und Bosch haben dazu gegenüber MSN angegeben, dass ihre Erkennungssysteme absolut zuverlässig seien. Ein Zukommen auf betroffene Kunden fand in dem bei MSN genannten Fall ebenso wenig statt wie in den Vorkommnissen aus diesem Artikel.
Wir haben sowohl Miles als auch Bosch kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten. Ihre inzwischen eingetroffenen Statements findet ihr auf der zweiten Seite dieses Artikels.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr selbst schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht habt!
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