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Balkonkraftwerk für Gamer: Lohnt sich das?
Wer an Balkonkraftwerke denkt, hat meist das Bild von massiven Glasmodulen vor Augen, die fest an auf einem Dach oder Balkon verschraubt sind. Doch was, wenn man gar keinen Balkon hat?
Viele Mieter schlagen das Thema Solar frustriert ad acta. Dass das ein Fehler ist, zeigt unser aktueller GameStar Talk. Experten-Gast Dennis Ziesecke erklärt, warum ihr für die Energiewende zu Hause eigentlich nur eines braucht: ein bisschen Sonnenlicht.
Die »Dachfenster-Taktik«: Strom vom Fenster
Dennis zeigt, dass man für die eigene Energiewende keine großen Freiflächen benötigt. Er nutzte für sein Homeoffice eine Lösung, die in fast jeder Wohnung umsetzbar ist: das Fenster.
»Ich habe mein Homeoffice hier ein Jahr lang mal komplett von meinem Dachfenster versorgen lassen. Da hingen halt auf diesem Velux-Schrägfenster zwei Paneele.«
Im Talk erklärt er [ab ca. 11:00], wie er mit zwei kompakten Panels genug Energie für seinen Rechner erzeugt hat. Diese speziellen Module wiegen oft nur rund 1,5 kg und lassen sich daher viel einfacher und sicherer montieren als die wuchtigen 20-kg-Standard-Panels. Damit ist die Lösung ideal für Mieter, die keine schwere Hardware an die Fassade schrauben dürfen oder können.
Der wichtigste Profi-Tipp: Achtung bei der Fenstermontage!
Wer seine Panels am Fenster anbringen möchte, muss laut Dennis eine entscheidende Regel beachten, um keine teuren Schäden an der Wohnung zu riskieren. Ein häufiger Fehler ist es nämlich, das Panel direkt auf die Scheibe zu klatschen oder es gar innen hinter das Glas zu stellen.
»Das Ding ist halt nur, man muss Abstand lassen zwischen Fenster und Panel. So ein bisschen Luft darf da durchkommen, sonst bildet sich so Hitzestau und dann gibt's Scherben und das ist nicht gut.«
Warum ihr Solarpanels niemals hinter die Fensterscheibe stellen solltet und wie ihr den optimalen Luftspalt zur Kühlung lasst, erklärt Dennis im Video [ab Timestamp 11:30].
Flexible Panels: Die »Geheimwaffe« für Camper und Mieter
Wenn starre Halterungen nicht möglich sind, schlägt die Stunde der flexiblen Module. Diese kommen ursprünglich aus dem Campingbereich und lassen sich teilweise sogar biegen. Sie sind ideal für Fassaden oder eben Fensterflächen. Für alle, die es noch mobiler mögen, gibt es sogar faltbare Lösungen.
»Ich habe 200 Watt Panels [...] die kann man dann wie so ein Faltphone auseinanderklappen, dann hat man so eine 2 m lange Solarpanelfläche und kann damit dann arbeiten.«
Allerdings warnt Dennis im Talk auch vor den Kosten: Während flexible Module ein super Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, sind die schicken Falt-Taschen oft deutlich teurer und eher für den mobilen Einsatz gedacht [siehe 12:40].
Übrigens: Dennis spricht nicht nur gerne mal in Tech Talks über Energiethemen, er schreibt auch einige Artikel zu Solarenergie:
- Dank eines Solarpanels am Fenster spare ich Geld und Schweiß
- 2026 ist das Jahr, in dem ihr euch ein Balkonkraftwerk zulegen solltet – hier lest ihr alles, was ihr davor wissen müsst
»Einfacher als ein PC-Bau«
Egal ob am Fenster, an der Fassade oder auf dem Garagendach, der Einstieg ist laut Dennis heute so einfach wie nie zuvor. Wer ein rundes Klötzchen in ein rundes Loch stecken kann, kann auch ein Balkonkraftwerk anschließen.
»Es ist ein bisschen wie ein sehr einfachen PC bauen. Man hat halt drei vier Teile und steckt die dann irgendwie mit Kabeln zusammen die nur an der richtigen Stelle zusammenpassen.«
Ihr wollt wissen, welche Hardware ihr für den Start wirklich braucht und wie ihr euren Grundverbrauch ermittelt? Schaut euch den kompletten Talk mit Dennis und unseren Hosts an und erfahrt, wie ihr schon mit einer kleinen 200-Euro-Investition eure Stromrechnung spürbar senken könnt!
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