Die Gerüchte hielten sich hartnäckig und nun ist es offiziell: Der Hardware-Händler Mindfactory hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das bestätigte das Unternehmen erstmals in einer offiziellen Pressemitteilung. Doch was bedeutet das für euch?
Die Fakten im Überblick
Im Detail: Das Unternehmen hat schon im Februar Insolvenz angemeldet, wie einige Gerüchte bereits vermutet haben. Nun bestätigt die Firma allerdings, dass der Betrieb wieder läuft:
- Eigenverwaltung seit Ende Februar: Mindfactory will sich selbst sanieren, der Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß begleitet das Verfahren.
- Shop aktuell eingeschränkt: Viele Produkte fehlen, Bezahlung nur per PayPal oder Vorkasse. Bestandskunden müssen Accounts neu anlegen.
- Support-Stau: Rückerstattungen und Anfragen verzögern sich, werden aber
nach und nach
bearbeitet.
Insolvenz in Eigenverwaltung
Entwarnung: Mindfactory betont, der Betrieb laufe weiter – trotz des seit Ende Februar laufenden Insolvenzverfahrens. Das Modell der Eigenverwaltung soll dem Unternehmen Luft verschaffen, um Schulden zu ordnen und einen Sanierungsplan vorzulegen.
Unterstützung kommt dabei von den Lieferanten. Laut Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß gewähren sie sogar Nachlässe:
Dies zeigt, dass die Lieferanten fest an die Zukunft von Mindfactory glauben und die Zusammenarbeit langfristig fortsetzen wollen.
Doch warum steckt der Händler überhaupt in der Krise? Offizielle Gründe nennt Mindfactory nicht. Insider:innen vermuten jedoch massive Steuernachzahlungen, ausgelöst durch Buchhaltungsprobleme. Laut heise könnte eine unerwartete Millionen-Forderung des Finanzamts den Cashflow lahmgelegt haben.
Das ändert sich für euch
Viele Käufer berichten aktuell von langen Wartezeiten bei Support-Anfragen oder Rückzahlungen. Mindfactory räumt ein, dass sich während des Insolvenzverfahrens Arbeit angestaut habe. Rücksendungen und Servicefälle werden nun schrittweise abgearbeitet
, heißt es in der Pressemitteilung.
Aber es gibt noch mehr zu beachten. Hier eine kleine Liste für euch:
- Support-Anfragen dauern vorerst länger, doch Mindfactory arbeitet daran.
- Ihr müsst neue Accounts anlegen, um wieder einkaufen zu können.
- Ihr könnt nur noch per Vorkasse oder Paypal bezahlen.
- Auch wenn momentan viele Produkte fehlen, soll das Sortiment in nächster Zeit wieder wachsen.
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Was passiert als Nächstes?
Für die Zukunft stehen verschiedene Optionen zur Auswahl: Neben einem internen Sanierungsplan wäre auch die Beteiligung externer Investoren möglich. Gerüchten zufolge könnte sich die Wortmann AG bereits als Investor bei Mindfactory eingekauft haben, um finanzielle Unterstützung zu leisten. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang jedoch nicht.
Bis zur endgültigen Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden typischerweise noch mehrere Monate vergehen. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob der ehemals beliebte Hardware-Händler wieder zu alter Stärke zurückfinden kann.
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