Bald ist es so weit! Ab Freitag (28. Februar 2025) gibt es neue Monster zu entdecken, Waffenkombos zu perfektionieren und Wyvern-Gems zu farmen: Monster Hunter Wilds steht an. Und es ist ein tolles SPiel geworden, zumindest laut unserem Test.
Doch bevor ihr euch in das Getümmel auf dem PC stürzt, gibt es ein paar Dinge, die ihr auf dem Schirm haben solltet. Wir haben uns die Technik von Monster Hunter Wilds ganz genau angeschaut und verraten euch alles, was ihr zu Performance, Bugs und Features wissen müsst.
Inhaltsverzeichnis
Monster Hunter Wilds: Der Stand der Technik
Bevor ihr die 70 Zenny auf Steams digitale Ladentheke legt, wollen wir euch ein paar Infos mit auf den Weg geben. Denn Monster Hunter ist technisch zwar keine Katastrophe, doch an den beispiellosen Release von Kingdom Come Deliverance 2 kommt Capcoms neuer Blockbuster-Titel nicht ran.
Hier sind also die technischen Aspekte des Spiels, die weniger erfreulich sind:
Die kniffligen Systemanforderungen
Im September letzten Jahres, als die Systemvoraussetzungen bekannt gemacht wurden, haben wir uns bereits Sorgen gemacht, denn Frame Generation war quasi als Pflicht-Feature angegeben.
Dieses Feature erzeugt je nach Gerät und Spiel zwar deutlich mehr FPS, doch kann auch für Eingabeverzögerung und Grafikfehler sorgen. Dass eine Nvidia 1660 Super und AMD RX 5600 XT mit FullHD-Auflösung (1080p), Upscaling und Framegeneration bei niedrigsten Einstellungen nur auf 30 Frames kommen sollten, war besorgniserregend.
Hier können wir teilweise Entwarnung geben. Der Hardwarehunger ist zwar immer noch groß, doch beim Testen mit einer RX 5700 kommen wir auf niedrigen Einstellungen mit aktiviertem FSR ohne Upscaling (Nativ) und Frame Generation auf rund 60 FPS - auch in Kämpfen.
Die RX 5700 ist zwar nicht ganz so schwach
wie die GTX 1660 oder die RX 5500 XT, die beide oben angeben sind, doch mit aktiviertem Upscaling (DLSS oder FSR) solltet ihr auch mit diesen Karten an der 60-FPS-Grenze kratzen. Auch wenn das Bild gerade mit Upscaling schon sehr unscharf und verwaschen aussieht.
Wir sind allerdings der Meinung, dass Monster Hunter Wilds trotzdem gut genug aussieht, um Spaß zu haben, denn die Monster sehen oftmals gut aus und das ist die Hauptsache.
Noch mehr Zahlen findet ihr übrigens weiter unten, bei unseren Benchmarks.
Und falls ihr den letzten Funken Leistung aus eurem System holen wollt, schaut bei unserem Tuning-Guide vorbei, in dem euch Sören ganz genau zeigt, wie ihr das hinbekommt:
Die matschigen Texturen
Schon in der Beta haben sich einige Spieler über die Texturen im Spiel beschwert. Das können wir ihnen auch nicht verübeln, denn sie erinnern teilweise an PS2-Titel. Das gilt allen voran für die Spielwelt, die dadurch in so mancher Szene zu einem einheitlichen Haufen Matsch wird. Aber seht selbst:
Die gute Nachricht: Wie schon bei Monster Hunter World wird es ein High-Resolution-Pack als kostenloses DLC (75 Gigabyte zusätzlicher Download) geben. So wird die eigentlich schöne Welt von Monster Hunter Wilds hoffentlich deutlich ansehnlicher. Testen konnten wir das DLC allerdings noch nicht, denn es erscheint erst am Release-Tag.
Vorsicht: Wenn ihr mit einer Karte spielt, die 12 Gigabyte oder weniger VRAM hat, könntet ihr Probleme mit dem High-Resolution-Pack bekommen. Denn bessere Texturen wirken sich hauptsächlich auf den Grafikspeicher aus. Capcom selbst gibt an, dass ihr eine Grafikkarte mit 16 Gigabyte VRAM benötigt.
Denkt daran: je geringer die Auflösung, desto weniger Grafikspeicher wird gebraucht. Wenn eure Grafikkarte also über wenig Grafikspeicher verfügt, könnte es sich lohnen, beispielsweise von WQHD auf FullHD zu wechseln.
Das hängt allerdings von euren Ansprüchen ab. Gerade der Sprung WQHD auf FullHD sorgt nämlich für einen deftigen Unterschied an Bildqualität, doch was tut man nicht alles für flüssiges Gameplay?
Alles halb so wild: Selbst wenn ihr ohne das Paket spielt, sehen die Charaktermodelle noch in Ordnung aus. Besonders die Monster sind auch ohne die besseren Texturen gut gelungen.
Uns sind die pixeligen Spieltapeten beim Spielen nach einiger Zeit kaum mehr aufgefallen. Von dem ein oder anderen Abschnitt mal abgesehen.
Abstürze
Bevor ihr euch direkt Sorgen macht, lasst uns eines klarstellen: Unserer Erfahrungen nach gibt es zwar Abstürze, doch die kamen sehr selten vor. Bei unseren Testsystemen mit Nvidia-Grafikkarten gab es nur vereinzelte Crashes nach mehreren Dutzend Spielstunden.
Dasselbe lässt sich leider nicht von AMD behaupten. Hier gab es bei einigen Testern mehrfach Abstürze, die durchaus für Frust sorgten. Glücklicherweise hat der aktuellste Treiber das Problem schnell gelöst. Den bekommt ihr auf der offiziellen AMD-Webseite.
Bugs und andere kleine Probleme
Kein Spielstart ohne kleinere Bugs, richtig? Davon bleibt natürlich auch Monster Hunter Wilds nicht verschont. Dabei kommt es vor, dass wir für kurze Zeit ein paar schwarze Dreiecke auf dem Bildschirm sehen, die sich allerdings gleich wieder verflüchtigen, sobald man ein paar Mal die Kamera dreht.
Das sieht dann so aus:
Zudem kommt es an bestimmten Stellen zu Framedrops. Zum Beispiel im Wald an einem Fluss oder in manchen Grenzgebieten, die zu anderen Arealen führen.
Auch der ein oder andere Nachladeruckler schleicht sich manchmal ein. Sie treten selbst auf unserem High-End-System mit 64 Gigabyte RAM und 24 Gigabyte VRAM noch auf. Hier herrscht ein wenig Optimierungsbedarf. Die Fehler kommen allerdings sehr selten vor.
Monster Hunter Wilds: Das wollen wir öfter sehen
Neben den eben genannten Schwächen bietet das Spiel auch eine Handvoll Features, die man selten in Games findet. Wir freuen deswegen umso mehr, dass Capcom sie hier hinzugefügt hat.
Controller-Support
Capcom hat anscheinend auf Controller-Support geskillt, denn beim Start des Spiels habt ihr die Auswahl darüber, welches Controller-Layout ihr verwenden möchtet. Ob Xbox-Controller oder DualSense, ob mit Farbe in den Icons oder ohne. Ihr habt die freie Wahl.
Dazu kommt, dass selbst der DualSense-Controller der PS5 vollständig funktioniert, inklusive adaptiver Trigger und hochwertiger Rumble-Effekte. Zwar wäre bei den Funktionen mehr möglich gewesen, doch da viele PC-Spiele den DualSense nicht optimal unterstützen, ist das ein erfreuliches Feature.
Optionen für das UI
Es kommt zwar hin und wieder vor, dass Spiele euch die Option geben, das UI anzupassen, doch selten haben wir vorgefertigte UIs für zwei Arten von Bildschirmen gesehen. Besonders am PC ist das keine gängige Praxis.
Trotzdem gibt uns Capcom direkt beim ersten Start von Monster Hunter Wilds die Wahl, ob wir mit einem UI spielen wollen, das für einen Bildschirm oder für einen Fernseher ausgelegt ist. Sowas lässt sich sehen.
Einstellungswunderland
Alle Grafik- und FPS-Fanatiker kommen in Einstellungen sicher auf ihre Kosten, denn hier könnt ihr auf geschlagenen drei Seiten genau einstellen, wie euer Spiel auszusehen hat.
Besonders lobenswert: Bei jeder Einstellung gibt es Beispielbilder, die zeigen, wie sich die jeweilige Einstellung auf die Grafik auswirkt. Und fast noch besser: euch wird mit einem Dreipunktesystem angezeigt, wie sehr sich die Einstellung auf eure Hardware auswirkt.
Benchmarks: Monster Hunter Wilds in Zahlen
Wie haben wir getestet? Wir haben hauptsächlich zwei Systeme für den Technik-Check verwendet:
- Nvidia-System:
- Grafikkarte: Nvidia RTX 4090 mit 24 GB VRAM
- Prozessor: AMD Ryzen 7 9800X3D
- RAM: 64 GB DDR5
- AMD-System:
- Grafikkarte: AMD RX 7900 XTX
- Prozessor: i7 11700K
- RAM: 32 GB DDR4
Rasterleistung: 3.840 x 2.160 (Nativ, ohne FG)
Durchschnitt und 1% Low für Monster Hunter Wilds in 4K-Auflösung
- 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
- 3.840 x 2.160 1% Low (Ø FPS)
- 0,0
- 12,0
- 24,0
- 36,0
- 48,0
- 60,0
Sowohl auf dem Nvidia- als auch auf dem AMD-System erreichen wir ohne aktiviertes DLSS/FSR und ohne Frame Generation ungefähr 60FPS bei mittleren Einstellungen in 4K-Auflösung (3840 x 2160). Das lässt sich durchaus sehen, auch wenn die FPS an manchen Orten stark schwanken, wie ihr hier sehen könnt:
Und schwächere Karten? Auch auf schwächeren Systemen, die von machen Testern der GameStar Redaktionen verwendet wurden, läuft das Spiel passabel.
- Eine RX 5700 mit Frame Generation auf rund 60 FPS in FullHD-Auflösung. Wenn ihr also nicht absolut gegen Frame Generation seid, könnt ihr Monster Hunter Wilds auch mit schwächeren Grafikkarten spielen.
- Eine RTX 2080 erreicht in FullHD (1080p) ohne Frame Generation beispielsweise grob 45 FPS bei niedrigen bis mittleren Einstellungen.
- Eine RTX 4070 TI hingegen kommt mit WQHD-Auflösung (1440p), Raytracing und aktiviertem DLSS auf
Balanced
auf 60 bis 70 Frames.
18:33
Monster Hunter Wilds ist der bislang beste Serienteil und zum Release fast perfekt!
Fazit: So spielt sich Monster Hunter Wilds
Zwar zeigt Monster Hunter Wilds einige technische Schwächen, doch dem Spielspaß tut das selten einen Abbruch. Auch wenn wir in einigen Höhlen, dank verwaschener Texturen, kaum wussten, wo oben und unten ist.
Dank des High-Resolution-Packs, dass am Release-Tag erscheinen soll, wird das Spiel für die meisten von euch ohnehin besser aussehen, als ihr es hier seht.
Auch schwächere Hardware kommt auf ihre Kosten, auch wenn nicht alles perfekt ist. Scheut auch allerdings nicht davor DLSS oder FSR zu nutzen, falls nötig. Auch Frame Generation booostet die FPS natürlich ordentlich. Der typische Input-Lag, der durch Frame Generation entsteht hat uns zumindest weniger gestört, doch das hängt ganz vom eigenen Empfinden ab.
Doch Vorsicht: Wenn ihr eine ältere Grafikkarte habt, müsst ihr nicht nur mit der Anspruchsvollen Grafik und RE-Engine auskommen, sondern vielleicht auch auf das Auflösungspaket am Freitag verzichten.
Insgesamt hätten wir uns zwar ein etwas besser optimiertes Spiel gewünscht, dass sich nicht auf Frame Generation verlassen muss, doch wir können den Hardwarehunger trotzdem noch verzeihen.
Wie seht ihr es? Holt ihr euch Monster Hunter Wilds zum Release? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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