Netflix umgeht auch »Apple-Steuer« - Keine neuen Abos mehr über iTunes

Netflix will nicht weiterhin 15 Prozent seiner Abo-Gebühren von iOS-Kunden an Apple bezahlen und lässt über iTunes keine neuen Abos mehr zu.

von Georg Wieselsberger,
31.12.2018 07:20 Uhr

Netflix will bei neuen Kunden nicht weiter Gebühren an Apple bezahlen müssen.Netflix will bei neuen Kunden nicht weiter Gebühren an Apple bezahlen müssen.

App-Stores und deren hohen Gebühren bringen immer mehr Unternehmen dazu, Kunden auf andere Weise für eigene Dienste bezahlen zu lassen. Schon im Mai 2018 hatte sich Netflix dazu entschieden, keine neuen Abonnements über Google Play zuzulassen. Neue Kunden, die die Netflix-App für Android verwenden, werden seitdem auf andere Bezahlmöglichkeiten verwiesen, die außerhalb von Google Play angeboten werden.

Damit findet kein In-App-Kauf des Abonnements mehr statt und Netflix muss keine Gebühren an Google bezahlen. Bisher war es allerdings bei der iOS-App von Netflix noch anders, doch auch hier hat sich der beliebte Streaming-Dienst nun dazu entschlossen, keine neue Abonnements mehr über die App zu akzeptieren. Für Apple bedeutet das, dass dem Unternehmen nun die 15 Prozent Gebühren entgehen, die für in iOS-Apps abgeschlossene Abos sonst fällig wären und die von vielen auch »Apple-Steuer« genannt werden.

Wie Venturebeat meldet, werden von der Änderung nur Neukunden oder ehemalige, zurückkehrende Abonnenten betroffen sein. Wer bereits Kunde ist, kann wie gewohnt über die App beziehungsweise iTunes bezahlen. Der Schritt von Netflix zeigt erneut, dass das Verhältnis zwischen Entwicklern und Apple beziehungsweise Google gestört ist. Auch Epic Games mit Fortnite oder Spotify mit einem höheren Preis bei Abonnements über iOS haben bereits gezeigt, das die Gebühren nur für den reinen Vertrieb aus Sicht anderer Unternehmen zu hoch sind.

Bei PC-Spielen steht Steam als größter Anbieter wegen der Gebühren für Entwickler in Kritik und immer mehr andere Vertriebsplattformen versuchen, Entwickler mit geringeren Abgaben für sich zu gewinnen. Ob das alles auch zum Vorteil der Nutzer von PCs und Smartphones ist oder nicht, ist umstritten.

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