Stellt euch vor, ihr habt ein Gerät, das ihr bereits seit eurer Kindheit euer Eigen nennt. Daran geknüpft sind viele schöne Erinnerungen und ein wohlig warmes Gefühl.
Stellt euch nun vor, dieses Gerät geht irgendwann kaputt. Ihr könnt es zwar weiterhin behalten und anschauen, aber nicht mehr zum Spielen benutzen.
Ihr steht vor der Wahl, es dabei zu belassen oder aber das defekte Gerät beim Hersteller einzuschicken. Glücklicherweise bietet der einen Reparaturservice.
Ihr selbst und eurer Bekanntenkreis haben aber keinerlei Erfahrungen mit dem Service. Außerdem traut ihr Versanddienstleistern nur bedingt – immerhin geht es um nicht weniger als ein Stück eurer Kindheit.
Würdet ihr das Gerät einschicken oder demoliert behalten? Schreibt das vorweg gerne mal in die Kommentare.
Aus Alt mach Neu
Unabhängig davon, wie ihr antwortet, könnte das Erlebte eines Spielers aus Großbritannien vor rund einem Jahr eure Sicht darauf verändern.
Dieser stand vor einer ganz ähnlichen Entscheidung. Er hatte zwei Nintendo-Handhelds, einen türkisen/petrolen 3DS und einen blauen 3DS XL. Den originalen 3DS besaß er bereits seit 2011. Beide Handhelds funktionierten irgendwann nicht mehr (GamePro berichtete).
Er entschied sich, von dem Reparaturservice von Nintendo UK Gebrauch zu machen. Es fiel ihm nicht leicht, sich von den Geräten zu trennen. Zusätzlich war er unsicher, ob der Konzern überhaupt noch entsprechende Ersatzteile auf Lager hat.
Link zum Reddit-Inhalt
Dennoch schickte er beide Geräte ein. Was er zurückbekam, waren zwei neue oder zumindest neuwertige 3DS.
Den türkisen/petrolen 3DS bekam er einfach zurück, nur eben in neu. Den blauen 3DS XL jedoch ersetzte Nintendo durch einen neuen 3DS XL in der seltenen Hyrule Edition.
Auf Reddit postet er Fotos der beiden neuen Nintendo-Handhelds. Besonders glücklich macht ihn, dass er weiterhin seine alten Pokémon-Titel darauf spielen kann. Die hatte er sich zugelegt, bevor der E-Shop geschlossen wurde.
Was das gekostet hat
Bezahlen musste er für beide Geräte zusammen umgerechnet knapp 95 Euro. Die Hyrule-Edition gilt inzwischen als Sammlerstück und ist nur noch bei spezialisierten Fachhändlern oder auch dem internationalen Gebrauchtwarenmarkt zu finden.
Alleine die Hyrule-Konsole kostet in Gebraucht rund 300 bis 450 Euro. Günstigere Angebote um die 300 Euro haben oft mäßige Gebrauchsspuren. Gebraucht, aber mit Originalverpackung, kostet das Sammlerstück in gutem Zustand aktuell zwischen 495 und 670 Euro.
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In neu und versiegelt – also noch nie ausgepackt oder benutzt – werden mittlerweile Liebhaberpreise von 850 bis über 1.200 Euro verlangt. Der Spieler hat also in jedem Fall ein unglaubliches Schnäppchen gemacht.
Keine Sorge, Nintendo hat nicht einfach auf eigene Fast gehandelt und ihm irgendwelche Geräte zurückgeschickt. Zuvor nahmen sie Kontakt auf und ließen ihn selbst aussuchen, welche Edition er möchte.
Den Service gibt es auch in Deutschland
Für uns Spielerinnen und Spieler in Deutschland gibt es gute Nachrichten: Nintendo bietet hier ebenfalls einen Reparaturservice an. Auf der offiziellen Seite findet ihr alle Infos dazu.
Die Community lobt das vorbildliche Verhalten des Kundeservice von Nintendo. Hier muss aber hervorgehoben werden, dass es sich um eine positive Einzelerfahrung aus Großbritannien handelt. Wie es in anderen Regionen aussieht, lässt sich nur schwer abschätzen.
Insbesondere Spieler aus den USA berichten von eher negativen Erfahrungen mit dem Nintendo-Reparaturservice.
Jetzt seid ihr erneut gefragt: Würdet ihr so alte und mit Kindheitserinnerungen verbundene Geräte wegschicken, um sie reparieren zu lassen oder lieber zu behalten? Habt ihr vielleicht schon ähnliche oder komplett gegensätzliche Erfahrungen mit derartigen Serviceanbietern gemacht? Bitte teilt eure Erlebnisse in den Kommentaren mit uns.
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