Nach Gegenwind aus der Community: Handy-Hersteller entfernt Werbung von Geräten – allerdings nicht vollständig

Nothing hat auf Teile der Community gehört und umstrittene Features zurückgezogen.

Das Nothing Phone (3a) sorgt für Diskussionen. (Bildquelle: Marinus Martin GameStar Tech) Das Nothing Phone (3a) sorgt für Diskussionen. (Bildquelle: Marinus Martin / GameStar Tech)

Die Einführung von Werbung auf dem Sperrbildschirm von Handys des Herstellers Nothing hatte im Herbst 2025 für einigen Gegenwind aus der eigenen Community gesorgt. Nun wurde angekündigt, dass das umstrittene Feature zumindest teilweise wieder entfernt wird.

Nothing entfernt Sperrbildschirm-Werbung auf vielen Geräten

Der Blog-Post, in dem die Änderung ursprünglich vorgestellt wurde, wurde am 9. Januar 2026 vom Nothing-Team mit einem weiteren Update versehen. Darin wird erklärt, dass die Nutzer durch die neuesten System-Updates mehr Kontrolle zurückbekommen sollen.

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Neben den Werbeanzeigen auf dem Sperrbildschirm, die unter »Lock Glimpse« geführt werden, betrifft das auch eine Reihe von vorinstallierten und empfohlene Apps. Letztere wurden bisher beim Einrichtungsvorgang vorgeschlagen.

Die Anwendungen Meta App Installer, Meta App Manager und Meta Service können jetzt zudem vollständig vom Phone (3a) Lite entfernt werden. Vorher war es nur möglich, diese zu deaktivieren, wodurch sie aber weiter auf dem Gerät installiert waren.

»Lock Glimpse« wird ebenso von einer Reihe von Modellen entfernt, allerdings nicht von allen. Wie weiter ausgeführt wird, wird die App weiterhin auf dem Phone (3a) Lite und den CMF Phones vorinstalliert bleiben.

Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert, einfach zu entfernen und soll weiter angepasst werden, um weniger aufdringlich zu sein. Die Möglichkeit, die App komplett zu löschen, soll es allerdings erst in Zukunft geben.

Außerdem behält Nothing es sich vor, »Lock Glimpse« in Zukunft zurückzubringen, wenn auch in veränderter und überarbeiteter Form.

Nothing sitzt bei der Thematik gewissermaßen in der Klemme. Einerseits möchte man sich eindeutig als eine »entschleunigte« Alternative zu anderen Smartphone-Herstellern platzieren. Der Fokus auf Produktivität und Minimalismus spricht viele Nutzer überhaupt erst an.

Andererseits helfen Einnahmen etwa durch Werbung oder eben vorinstallierte Apps dabei, die Kosten neuer Modelle für die Endkunden zu reduzieren und so auch beim Preis mit den großen Playern zu konkurrieren. Das letzte Wort ist hier also mit Sicherheit noch nicht gesprochen.

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