Über 1.000 Euro für 25 Zoll und 60Hz: Dass dieser Monitor so teuer ist, liegt an der besonderen Display-Technik

Der Bigme B251 PRO kommt mit einem saftigen Preisschild, ist aber auch das weltweit erste Modell seiner Art.

Dieser Monitor kostet über 1.000 Euro, soll aber auch die Augen schonen. (Bild: Bigme) Dieser Monitor kostet über 1.000 Euro, soll aber auch die Augen schonen. (Bild: Bigme)

Wer über 1.000 Euro für einen neuen Monitor ausgibt, erwartet in der Regel eine absolute Top-Ausstattung mit hoher Bildwiederholrate und mindestens mal OLED-Technologie.

Der »B251 PRO« von Bigme bietet nichts davon und kostet trotzdem knapp 1.120 Euro. Dafür gibt es dann aber auch ein ganz besonderes Lesegefühl.

Lesen wie auf Papier

Bei dem neuen Monitor handelt es sich nämlich um ein Modell mit farbigem E-Ink-Display mit einer Auflösung von 3200 × 1800 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 60 Hz. Laut Bigme ist es das weltweit erste Modell dieser Art mit 25,3 Zoll und dieser Bildwiederholrate.

Tatsächlich bieten etwa auch Boox und Dasung E-Ink-Monitore, diese Spezifikationen gibt es bisher aber eben nur bei Bigme. So sieht das dann in Aktion aus:

Video starten 0:31 Bigme bringt den ersten E-Ink-Monitor mit 60Hz und 25 Zoll

Die vergleichsweise hohe Bildwiederholrate sollte allerdings nicht den Eindruck entstehen lassen, dass es sich um ein Gaming-Gerät handelt. E-Ink-Displays haben nach wie vor Einschränkungen bei der Reaktionszeit und weisen oft starkes Ghosting bei schnellen Bildwechseln auf.

Für Rundenstrategiespiele oder Visual Novels dürfte das ausreichen, schnelle Spiele sind aber auf »klassischen« Gaming-Monitoren besser aufgehoben.

Warum dann E-Ink? Deutlich interessanter dürfte der »B251 PRO« für alle sein, die viel mit Texten arbeiten, also etwa Journalisten, Autoren oder Programmierer.

Auch zum Browsen im Netz, zum Lesen von Websites und E-Papern und zum Gucken von Filmen und Serien bietet sich der spezielle Monitor an. Gerade lange Zeiten vor dem Bildschirm werden bei E-Ink oft als weniger anstrengend für die Augen empfunden.

Welche Vorteile E-Ink-Bildschirme im Tablet-Format mitbringen, erzählt euch Mirco in seinem Artikel zum Remarkable Paper Pure.

Der hohe Preis könnte dem Monitor zum Verhängnis werden. Der Wechsel zu E-Ink kommt eben auch mit einigen Einschränkungen. Viele würden so ein Gerät vermutlich erstmal als zweiten Monitor ausprobieren wollen, bevor sie sich festlegen.

Die hohe Bildwiederholrate ist zwar ein echter Fortschritt, wer sich aber vor allem für die Vorteile von E-Ink interessiert, findet auch deutlich günstigere Modelle, die zum Schreiben und Lesen vollkommen ausreichen.


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