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Seite 2: Nvidia 3D Vision Surround im Spiele-Check - 3D auf drei TFTs

Was kostet das?

Für unseren Test stellte uns Nvidia ein Testsystem mit zwei Geforce GTX 480 und drei 24-Zöllern Acer GD245HQ zur Verfügung. Während allein der Test-Rechner mit Wasserkühlung gut 3.000 Euro kostet, schlagen die drei Monitore nochmal mit 350 Euro pro Stück zu Buche. Alles in allem kostet der Testrechner also bei gut 4.000 Euro!

Zudem bricht mit aktiviertem 3D die Leistung um gut die Hälfte ein. Denn um die Bilder in 3D auszugeben, müssen die beiden Grafikkarten alle Bilder doppelt rendern und zeilenverschoben darstellen. Spielen Sie nun auf drei Full-HD-Monitoren in 3D, müssen die Grafikkarten den sechsfachen Rechenaufwand im Vergleich zu einem einzelnen Monitor mit 1920x1080 bewältigen. Für Kantenglättung reicht selbst die Rechenleistung des High-End-Tests-PCs oft nicht mehr aus. Ohnehin erlaubt Nvidia im 3D-Modus maximal 2xAA, bei höheren Stufen reduziert der Geforce-Treiber die Einstellung automatisch. Beispielsweise läuft Just Cause 2 im 2D-Betrieb in maximalen Details und 5760x1080 Pixeln noch so gerade ruckelfrei mit über 30 Bildern pro Sekunde. Mit 3D bricht die Framerate auf unter 20 fps zusammen. An Kantenglättung ist da nicht mehr zu denken.

Bei derart niedrigeren, aber gerade noch flüssigen Bildwiederholraten entpuppt sich das SLI-Konzept für uns nicht unerwartet als Flaschenhals. Während Need for Speed: Shift in maximalen Details und 3D noch annähernd flüssig läuft, ruckelt Bad Company 2 mit 3D trotz 30 fps ununterbrochen. Die lästigen Mikroruckler beim Zusammenschalten mehrerer Grafikchips hat Nvidia also auch bei den Geforce-GTX-400-Karten immer noch nicht in den Griff bekommen (aber AMD auch nicht).

FPS ohne 3D Ohne 3D liegt die Bildwiederholrate bei 36 fps.

FPS mit 3D Mit aktiviertem 3D sackt die Bildwiederholrate auf die Hälfte ab.

Fazit

Knapp 4.000 Euro kostet unser Testsystem für Nvidias 3D Vision Surround mit drei Monitoren und einem wassergekühlten PC. Knapp 4.000 Euro kostet unser Testsystem für Nvidias 3D Vision Surround mit drei Monitoren und einem wassergekühlten PC.

ATIs Eyefinity haben wir bereits ausführlich getestet. Nvidias 3D Vision Surround übernimmt viele der Stärken und Schwächen. Während Sie aber bereits mit einer einzelnen Radeon HD 5800 drei Monitore befeuern können, unterstützt 3D Vision Surround mit einer Grafikkarte nur die in Spielen sinnlose Konfiguration mit zwei Monitoren. Allerdings funktioniert Nvidias Ansatz auch mit herkömmlichen Monitoren mit DVI-Anschluss, für Eyefinity muss mindestens einer der drei TFTs per Displayport angeschlossen werden. Ohne Displayport-Monitor bleibt nur der Kauf eines speziellen aktiven Adapters zum Preis von 100 Euro. Wollen Sie aber 3D nutzen, dann können wir nur 3D Vision empfehlen.

Nvidias 3D Vision Surround ist eine gelungene Demonstration, was der PC als Spielemaschine alles leisten kann. Auf mehreren Monitoren in 3D-Welten einzutauchen, das ist definitiv ein Erlebnis. Allerdings kostet der Spaß momentan einfach zu viel und wird daher dicken Brieftaschen vorbehalten bleiben. Zumal Sie für die Kombination aus 3D und Kantenglättung eigentlich nicht zwei, sondern drei Geforce GTX 480 bräuchten. Denn bei zwei Karten sagt die Performance: entweder 2D mit Kantenglättung oder 3D ohne.

» Besser Spielen mit 3D-Brille oder 3 TFTs?

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