Nvidia - Keine neuen Treiber mehr für 32-Bit-Systeme

Nvidia hat bekanntgegeben, dass neue Grafikkarten-Treiber nach der Version 390 keine 32-Bit-Betriebssysteme mehr unterstützen werden.

von Georg Wieselsberger,
24.12.2017 09:36 Uhr

Nvidia wird bald nur noch 64-Bit-Betriebssysteme unterstützen. Nvidia wird bald nur noch 64-Bit-Betriebssysteme unterstützen.

Der aktuelle Game-Ready-Treiber von Nvidia für Geforce-Grafikkarten wie die Geforce GTX 1070 Ti trägt die Versionsnummer 388.71 und ist daher nicht mehr weit von der Release-Version 390 entfernt. Wie Nvidia bekanntgegeben hat, werden die Grafikkarten-Treiber nach Release 390 keine 32-Bit-Betriebssysteme mehr unterstützen.

Ob das Betriebssystem dabei auf einem Rechner mit 32- oder 64-Bit-Prozessor läuft, spielt keine Rolle. Die Veröffentlichung des letzten Treibers für die 32-Bit-Versionen von Windows 7 bis Windows 10, Linux und auch FreeBSD wird vermutlich im Januar 2018 stattfinden.

Nur noch kritische Sicherheitsupdates

Danach werden auch keine neuen Features oder Optimierungen, die Betriebssystem-Updates oder spätere Treiber von Nvidia eventuell mit sich bringen, in 32-Bit-Versionen unterstützt. Inzwischen nutzen anscheinend zu wenige PC-Besitzer noch 32-Bit-Betriebssysteme, um den Aufwand für die Entwicklung der Treiber zu rechtfertigen. Nvidia verspricht aber, zumindest bis Januar 2019 noch kritische Sicherheitsupdates für die 32-Bit-Treiber zu veröffentlichen.

98% der Spieler nutzen schon 64 Bit

Für die meisten PC-Spieler dürfte die Einstellung des 32-Bit-Supports durch Nvidia wohl kein Problem darstellen, denn viele Spiele verlangen heute bereits 8 GByte Arbeitsspeicher, der nur mit 64-Bit-Betriebssystemen genutzt werden kann. Bei Steam nutzen beispielsweise weniger als zwei Prozent der Gamer noch ein 32-Bit-Windows.

Nutzer, die noch dringend auf 16-Bit- oder gar DOS-Software angewiesen sind und deswegen noch ein 32-Bit-OS nutzen, erhalten zwar keine Treiber-Updates mehr, dürften allerdings bei diesem Einsatzzweck auch nicht unbedingt auf neue Versionen angewiesen sein. Zur Not lässt sich ein solches System aber auch auf einem 64-Bit-Rechner mit Software wie DOSBox oder VirtualBox emulieren.

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