Hardware-Verkauf war gestern – Nvidia möchte auch vom Cloud-Kuchen etwas abhaben. Der Chip-Gigant erweitert aktuell die Finanzierung im KI-Markt um ein neues Geschäftsmodell. Wie das Unternehmen offiziell im Nvidia-Blog bekannt gab, kooperiert der Chiphersteller ab sofort mit spezialisierten Cloud-Betreibern, um jungen KI-Unternehmen und Start-ups schneller Zugang zu Rechenleistung zu ermöglichen.
Der Gedanke dahinter: Anstatt den Cloud-Anbietern die teuren Grafikprozessoren nur einmalig zu verkaufen, gewährt Nvidia ihnen Kredite und sichert sich im Gegenzug eine laufende Umsatzbeteiligung an den generierten Mieteinnahmen.
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Endlich Schluss mit Hardware-Dürre! Das steckt hinter den neuen Grafikkarten, Handhelds und der Nvidia-CPU
Starthilfe für Cloud-Anbieter
Der Aufbau eines KI-Rechenzentrums erfordert Planung und große Investitionen. Hier setzt Nvidias neue Strategie an: Durch Kredite und eine Beiteilung am Umsatz wird das anfängliche Risiko für die Cloud-Anbieter reduziert.
Nvidia sorgt zudem dafür, dass die Betreiber KI-Hardware erhalten, um so den Ausbau von Rechenzentren zu beschleunigen.
Im Gegensatz zum bisherigen Modell, bei dem Nvidia KI-Chips zum vollen Preis verkauft, verdient Nvidia langfristiger dank der Beteiligung am Umsatz.
Nvidia beschreibt die Strategie wie folgt:
Dieses neue Modell ermöglicht es AI-Clouds, NVIDIA-Infrastruktur für AI-native, Unternehmens- und ISV-Kunden zu beschaffen – und zwar durch eine wirtschaftliche Abstimmung im Rahmen eines Modells mit Umsatzbeteiligung und Kreditunterstützung.
Im Rahmen der Partnerschaft werden KI-Clouds NVIDIA-basierte Cloud-Dienste vertreiben, wobei NVIDIA sowohl Standard-Produktumsätze als auch einen Anteil an den Cloud-Umsätzen für die unterstützte Kapazität erzielt. Diese Struktur beschleunigt die Einführung von NVIDIA-Plattformen im wachstumsstarken und vielversprechenden KI-nativen Sektor und verschafft NVIDIA eine wiederkehrende, nutzungsabhängige Einnahmequelle.
Das neue Modell bietet für die gesamte Branche neue Optionen:
- Start-ups: Bekommen schnelleren Zugriff auf Rechenleistung in KI-Zentren.
- Cloud-Betreiber: Können KI-Rechenzentren aufbauen, ohne das volle finanzielle Risiko zu tragen.
- Nvidia: Verdient am Verkauf und erschließt sich eine neue wiederkehrende Einnahmequelle.
Nvidia hat bereits zwei Cloud-Firmen vorgestellt, die sich für das neue Geschäftsmodell entschieden haben. Während der australische Partner Sharon AI mit 40.000 NVIDIA Grace Blackwell GB300 GPUs plant, könnte die indonesische Firma Firmus bis zu 170.000 NVIDIA GPUs im eigenen Rechenzentrum einsetzen.
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Vom Chiphersteller zum Cloud-Partner
Mit der neuen Strategie erschließt sich Nvidia eine neue dauerhafte Einnahmenquelle und reagiert dabei auch auf den Wandel von der reinen Entwicklung und dem Training neuer KI-Modelle hin zu einer dauerhaften Nutzung in Firmen weltweit.
Den Cloud-Partnern gelingt es im Gegenzug, die Rechenzentren schneller und mit weniger finanziellem Risiko hochzuziehen.

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