Nvidia hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg erlebt. Der treibende Faktor hinter den schwindelerregenden Höhen, die etwa der Unternehmenswert nach Marktkapitalisierung erreicht hat, war der Fokus auf Künstliche Intelligenz.
Rund 86 Prozent des Nvidia-Umsatzes stammen vom Segment »Rechenzentren und KI«. Doch scheinbar orientiert man sich beim Unternehmen bereits um, wie ein Bericht der US-amerikanischen Financial Times nahelegt.
Demzufolge soll Nvidia sich zunehmend auf Robotik-Lösungen fokussieren. In diesem Anwendungsgebiet, das im Bericht auch als »physische KI« betitelt wird, könne man sogenannte »Full-Stack-Lösungen« anbieten.
- Gemeint ist hiermit im Grunde die Übernahme des kompletten Angebots innerhalb einer Branche. In der Robotik könne Nvidia so von der notwendigen Software bis zu den verbauten Chips nahezu alles liefern.
- Mit den »DGX« getauften Servern sowie der Omniverse-Plattform hat Nvidia hierfür bereits die Basis gelegt. Auf den DGX-Servern werden die KI-Basismodelle trainiert, während Omniverse als Simulation realer Umgebungen fungiert.
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»Der ChatGPT-Moment steht vor der Tür«
Nvidias Robotik-Vizepräsident Deepu Talla äußerte sich gegenüber der Financial Times mit den Worten, dass »der ChatGPT-Moment« vor der Tür stehe.
Die Robotikbranche solle in der Vision von Talla schon in den kommenden Monaten einen ordentlichen Boom erleben, an dem Nvidia natürlich mitwirken und -verdienen will. Zwei technologische Fortschritte seien dem Robotik-Vizepräsidenten zufolge hierfür ausschlaggebend.
- So spiele das Wachstum generativer KI ebenso eine Rolle wie die Möglichkeit, diese in Simulationen wie dem erwähnten Omniverse zu trainieren.
- Insbesondere die Trainingsmöglichkeiten helfen dabei, die Lücke zwischen simulierten und realen Robotereinsätzen zu schließen.
Der Wechsel auf Robotik als wichtiges Geschäftsfeld rührt laut der Financial Times übrigens von einer gestiegenen Konkurrenzsituation her: AMD sei auf dem KI-Markt weiter auf dem Vormarsch, während zahlungskräftige KI-Abnehmer wie Amazon und Microsoft im Begriff seien, ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern.
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