Nvidia RTX 3080 nach Verwirrung um Kernzahl: Was neue Benchmarks verraten

Ergebnisse aus Compubench bestätigen einen großen Leistungssprung der Geforce RTX 3080 Ampere. Doch bedeutet doppelte Kernzahl auch doppelte Performance?

von Alexander Köpf,
07.09.2020 10:06 Uhr

Nvidias RTX 3080 ist nominell das neue Geforce-Flaggschiff. Weitere Benchmarks vor Release scheinen das zu unterstreichen. (Bildquelle: Nvidia) Nvidias RTX 3080 ist nominell das neue Geforce-Flaggschiff. Weitere Benchmarks vor Release scheinen das zu unterstreichen. (Bildquelle: Nvidia)

Im Netz sind neue und wenn man so will erste wirkliche Benchmarks einer Nvidia Geforce RTX 3080 seit der Ampere-Präsentation am vergangenen Dienstag aufgetaucht. Konkret handelt es sich um Zahlen aus Compubench, welche die theoretische Rechenleistung abbilden.

Spannend ist hier vor allem der Vergleich zu der RTX 2080 Ti und der RTX 2080 Super, die offiziell deutlich weniger Rechenkerne besitzen. Aber bedeuten doppelte Kerne auch doppelte Performance?

Was es mit der unerwarteten Verdoppelung der Recheinheiten im Vergleich der RTX 3080 mit der RTX 2080 Ti genau auf sich hat, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen:

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68 Prozent schneller als RTX 2080 Super

Laut Compubench (via Videocardz) ist die RTX 3080 (8.704 Kerne) mit Blick sowohl auf die reine CUDA- als auch OpenCL-Performance durchschnittlich 68 Prozent schneller als die RTX 2080 Super (3.072 Kerne).

CUDA steht für Compute Unified Device Architecture und ist eine proprietäre Programmierschnittstelle für die gleichnamigen CUDA-Rechenheiten (Shader) von Nvidia.

OpenCL ist eine Programmierschnittstelle, die speziell auf parallele Berechnungen zugeschnitten ist, wie sie beispielsweise von Grafikbeschleunigern durchgeführt werden.

41 Prozent schneller als RTX 2080 Ti

Auch aus dem Duell mit der RTX 2080 Ti (4.352 Kerne) geht die RTX 3080 als klarer Sieger hervor. Unter Verwendung von CUDA schneidet sie 38 Prozent vor dem ehemaligen Spieler-Flaggschiff ab, unter Verwendung von OpenCL sind es sogar 41 Prozent.

Ergebnisse übereinstimmend: Die Ergebnisse passen also durchaus zu dem, was wir bislang gesehen haben. So hat Nvidia ein Video veröffentlicht, welches die RTX 3080 im Horror-Shooter Doom Eternal der RTX 2080 Ti gegenüberstellt. Die 3080 ist dabei grob 40 bis 50 Prozent schneller:

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Digital Foundry konnte die RTX 3080 bereits testen. Hierbei schneidet sie rund 70 bis 90 Prozent besser ab als die RTX 2080. Mit aktiviertem Raytracing und DLSS sind es rund 80 bis 100 Prozent.

Damit wäre die Geforce RTX 3000-Serie der größte Hardware-Sprung seit vielen Jahren. Autor Alexander Köpf analysiert Nvidias Strategie bei der Vorstellung der neuen Grafikkarten-Generation im großen Essay bei GameStar Plus:

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Doppelte Kerne nicht gleich doppelte Performance

Die RTX 3080 ist also deutlich schneller als ihre Vorgänger (RTX 2080 und 2080 Super) und auch als die RTX 2080 Ti.

Die Ergebnisse aus Compubench verdeutlichen aber gleichzeitug, dass eine Verdoppelung der Recheneinheiten - um genau zu sein der FP32-Rechenheiten - nicht einer Verdoppelung der Performance entspricht.

Wie die RTX 3080 in unserem eigenen GPU-Testsystem abschneidet, werdet ihr sobald wie möglich und voraussichtlich spätestens zum Release-Termin am 17. September erfahren.

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