Eingebrannte Bildschirminhalte oder nicht? OLED-Monitor nach 3.000 Stunden Betrieb im Check eines YouTubers

Ein Tech-YouTuber nutzt einen OLED-Gaming-Monitor über 3.000 Stunden im Alltag und prüft den Blidschirm auf mögliche Einbrenneffekte. Tatsächlich gibt es Burn-in – aber deutlich weniger als befürchtet.

Nach etwa 3.000 Stunden Alltagseinsatz zeigt der OLED-Monitor im Test des YouTuber »optimum« verschwindend geringe Burn-in-Spuren. (© optimum via YouTube) Nach etwa 3.000 Stunden Alltagseinsatz zeigt der OLED-Monitor im Test des YouTuber »optimum« verschwindend geringe Burn-in-Spuren. (© optimum via YouTube)

Wie schlimm ist das OLED-Schreckgespenst des Burn-in-Effekts wirklich, wenn dieser nicht in einem Labor, sondern im Alltag eines Content-Creators untersucht wird? Dieser Frage ist der Tech-YouTuber »optimum« nachgegangen, der seinen OLED-Gaming-Monitor über einen Zeitraum von rund zwei Jahren mehr als 3.000 Stunden in Betrieb hatte.

Die Idee hinter dem Langzeitversuch: kein künstlicher Stresstest, sondern ein möglichst realistisches Nutzungsverhalten, das auflösen soll, wie sich OLED-Monitore auf Dauer verhalten.

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Was der 3.000-Stunden-Test zeigt

Wie optimum im zugehörigen YouTube-Video erklärt, hat er seinen OLED-Monitor über etwa zwei Jahre verteilt mehr als 3.000 Stunden genutzt, wobei der Schwerpunkt auf dem Blizzard-Hero-Shooter Overwatch, dem Videoschnittprogramm DaVinci Resolve und der 3D-Modellierungsplattform Fusion 360 lag.

Der Knackpunkt an dieser Software: Sie alle haben einige statische HUD-Elemente. Beispielhaft hierfür steht Overwatch mit seinen (im Testzeitraum) 400 bis 500 Spielstunden, das etwa eine fixierte Gesundheitsanzeige hat.

Das Ergebnis des praxisnahen Stresstests lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Auf einem einfarbigen, vor allem grauen Testhintergrund lassen sich die HUD-Elemente aus Overwatch in der unteren linken Ecke als leichte Schatten erkennen.
  • Ebenso sind »dezente Spuren« von der Bearbeitungszeitleiste aus DaVinci Resolve sichtbar, etwa in Form von leichten Konturen der Scrollleisten.

Teils musste optimum die Bilder aus dem unten eingebetteten YouTube-Video nachbearbeiten, um die Einbrenneffekte auf Fotos überhaupt klar sichtbar zu machen – im Alltag dürfte der Einbrenneffekt also nur schwer wahrnehmbar sein.

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Neben dem Burn-in selbst fiel optimum zudem ein minimaler Helligkeitsverlust auf: Die Spitzenhelligkeit soll in einem Fall nur um wenige Nits gesunken sein, was im praktischen Einsatz kaum relevant ausfallen dürfte.

Mit diesen Testergebnissen unterscheidet sich das YouTuber-Experiment deutlich von dem »Hardcore-Stresstest« des Vergleichsportals Rtings, das drei Jahre lang 100 verschiedene TV-Modelle an die absolute Grenze brachte.

Für optimum ist das OLED-Phänomen indes mit Sicherheit nicht mehr ganz furchteinflößend: Bei handelsüblichem Einsatz dürftet ihr keine Einbrenneffekte auf eurem Bildschirm sehen.

Dafür sorgen auch einige der Funktionen, die bei den meisten aktuellen Modellen zum Standard erhoben wurden - etwa ein automatischer Pixel-Refresh oder automatische Helligkeitsanpassungen, die sicherlich hilfreich waren, um die Einbrenneffekte auf ein Minimum zu reduzieren.

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