Bisher wird der TV-Markt von OLED- und LCD-Fernsehern dominiert. In deren Schatten wächst langsam, aber sicher eine dritte Displaytechnologie heran: Die ersten MicroLED-Modelle sind inzwischen auf dem Markt.
Diese wollen aufgrund ihrer Kombination aus LCD-ähnlichen Spitzenhelligkeiten und Kontrastwerten wie bei OLED der nächste Schritt der TV-Branche sein.
Der Haken liegt in den verfügbaren Größen. Unter 75 Zoll ist kaum ein Fernseher mit einem solchen Panel verfügbar – und kostet dann auch gerne mal eine fünfstellige Summe. Immerhin sollen dafür Probleme wie das Burn-in-Phänomen bei OLED-TVs wegfallen; zeitgleich soll MicroLED durch den Einsatz komplett synthetischer Materialien langlebiger sein.
Hierdurch wird der Vorteil der neuen Technologie zum Nachteil, denn die Herstellungskosten sind noch enorm hoch.
- Das Anordnen millionenfacher kleiner LEDs auf Substraten erfordert eine hohe Präzision, da kleine Mängel schon zum Ausschluss führen können.
- Infolgedessen lassen sich MicroLED-Fernseher auch nicht so leicht auf die gängigen Zollgrößen wie 55 oder 65 Zoll herunterskalieren.
Ein kanadisches Unternehmen will nun einen Entwicklungsansatz gefunden haben, mit dem diese Hindernisse aus dem Weg geräumt werden sollen und geht gegenüber TechRadar sogar so weit, dass »das Ende von OLED und LCD« bevorsteht.
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»MicroSolid Printing«: Ein Tintenstrahldrucker zur TV-Produktion
Bei der Entwicklung des in Waterloo ansässigen Unternehmens »VueReal« handelt es sich um das »MicroSolid Printing« genannte Verfahren, mit dem grundlegende Produktionsschritte vereinfacht werden sollen.
- Dabei kommen (vereinfacht) mit MicroLEDs gefüllte Kartuschen zum Einsatz, die ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker die Halbleiter direkt auf die gewünschte Zieloberfläche auftragen.
- Daraus ergibt sich auch eine bessere Qualitätskontrolle, denn vor der Anwendung lassen sich die Kartuschen auf Defekte überprüfen.
Diese Kombination aus vereinfachter Fehlererkennung und modularem Aufbau soll die Produktionskosten pro Display signifikant senken, denn so lassen sich die erwähnten Materialkosten bei einem etwaigen Defekt auf der Trägerplatte deutlich besser vermeiden.
Nicht nur TVs sollen dabei profitieren: Laut VueReal soll dieser Prozess nicht nur die Produktionskosten senken, sondern sich auch für Kleinformate wie Tablets oder Laptops eignen. Für die genannten 65-Zoll-Fernseher soll MicroSolid Printing bereits geeignet sein; einen Einführungstermin nennt das Unternehmen allerdings nicht.
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