Die Olympischen Spiele 2024 in Paris sind in vollem Gange und während die Athleten im Rampenlicht stehen, gibt es hinter den Kulissen eine logistische Herausforderung, über die sich wahrscheinlich die wenigsten von euch einen Kopf machen: den Transport der Pferde.
Denn der läuft über die sogenannte Air Horse One. (via CNN).
Was ist Air Horse One?
Air Horse One ist kein gewöhnliches Flugzeug, sondern ein fliegender Stall. Diese speziell umgebaute Boeing 727 wurde entwickelt, um Pferde sicher und heimelig zu transportieren.
Der Rufname »Air Horse One« ist dabei eine Anspielung auf das offizielle Flugzeug des US-Präsidenten »Air Force One«.
Gut zu wissen: Tex Sutton, das einzige Unternehmen mit einem ausschließlich für Pferdetransporte vorgesehenen Flugzeug, hat das exklusive Recht auf den Rufnamen »Air Horse One«.
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Die Geschichte hinter dem Konzept
»Air Horse One« hat seine Wurzeln im Jahr 1957, als Halford Ewel Sutton das Unternehmen Tex Sutton gründete. Sutton brachte diverse Erfahrungen aus der Pferderennindustrie mit: vom Pferdepfleger bis zum Jockey-Assistenten. Diese Kenntnisse nutzte er, um eine effizientere Methode für den Pferdetransport zu entwickeln.
In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich Tex Sutton als Vorreiter im Bereich des Pferdeluftransports. Das Unternehmen entwickelte spezialisierte Techniken, die den Stress für die Tiere während des Fluges reduzieren und ihre Sicherheit erhöhen.
Heute gilt Tex Sutton als führendes Unternehmen für den Lufttransport von Pferden in Nordamerika.
Doch das alles ist nicht so einfach. Es gibt einige Herausforderungen beim Pferdetransport per Flugzeug:
- Stress während Start und Landung
- Müdigkeit und verringerte Reaktionsfähigkeit nach dem Flug
- Potenzielle Krankheitsübertragung
- Emotionale Kontrolle der Tiere
Wie läuft der Transport ab? Der Transport der Pferde mit Air Horse One ist komplizierter. Vor dem Flug durchläuft jedes Pferd einen Gesundheitscheck. An Bord werden die Tiere einzeln oder zu zweit untergebracht – das hängt oftmals vom Temperament der Pferde ab, denn manche Pferde scheinen Gesellschaft nicht zu mögen.
Erste Klasse für Pferde: Ja, es gibt tatsächlich drei Klassen, wie ihr sie auch vom herkömmlichen Flug für Menschen kennt: Economy, Business, Erste Klasse. Diese unterscheiden sich lediglich in ihrer Größe, so Jim Paltridge von Tex Sutton, der sich schon seit über 30 Jahren darum kümmert, dass es den Pferden auf dem Flug gut geht.
Für ihr Wohlbefinden sorgen Snacks, Heu und gepolsterte Stehplätze. Zusätzlich reist jedes Pferd mit einem eigenen »Pass«, der Größenangaben und Gesundheitsdaten enthält.
Während des Fluges werden die Tiere von erfahrenen Pflegern und speziell geschultem Flugpersonal betreut. Die Kombination aus Logistik und individueller Betreuung gewährleistet angeblich einen möglichst stressfreien Transport der tierischen Athleten.
Wie lief der Transport ab, bevor er es die Air Horse One gab? Vor den 1960er Jahren wurden Pferde per Bahn oder Anhänger transportiert, was wohl ein schwieriges Unterfangen war und die Teilnahme an Wettkämpfen auf bestimmte Regionen begrenzte.
Was denkt ihr über diese Art des Pferdetransports? Habt ihr Erfahrungen mit dem Transport von Tieren über lange Strecken, auch wenn es »nur« der Hund auf dem Weg in den Urlaub sei? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.

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