»ChatGPT hat ein Goblin-Problem«: So titelt zumindest das Wired-Magazin, das einen seltsamen Satz im öffentlich zugänglichen System-Prompt des OpenAI-Programmierassistenten Codex CLI entdeckt hat.
Sprich niemals über Goblins, Gremlins, Waschbären, Trolle, Oger, Tauben oder andere Tiere und Kreaturen, es sei denn, dies ist absolut und eindeutig relevant für die Anfrage.
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Die Goblin-Regel steht gleich mehrfach im Prompt
Die Anweisung ist Teil des System-Prompts, der im Zuge der Open-Source-Veröffentlichung von Codex CLI auf GitHub aufgetaucht ist.
- Dieser enthält unter anderem die Aufforderung, »hochwertigsten Kontext« zu liefern und nicht ausufernd zu beschreiben – und eben keine Goblins oder andere (Fantasy-)Wesen zu nennen.
- Hintergrund ist offenbar eine echte Eigenheit von GPT-5.5, also dem Modell hinter Codex. Das im April 2026 veröffentlichte Modell neigt laut Wired dazu, das Wort »Goblin« als eine Art Füllwort in ganz normale Unterhaltungen einzustreuen.
Ans Licht kam das Ganze, als ein Google-Mitarbeiter namens Barron Roth Chatverläufe aus seiner Arbeit mit OpenClaw – seit Februar 2026 Teil von OpenAI – veröffentlichte. In den Logs ist zu sehen, wie ein GPT-5.5-Agent das Wort »Goblin« an einem einzigen Wochenende mehrfach in Nachrichten einbaute.
Nik Pash, der bei OpenAI am Codex-Team arbeitet, bestätigte den Befund auf X:
Link zum Twitter-Inhalt
Eine verbriefte und nachvollziehbare Erklärung seitens der Entwickler, warum GPT-5.5 seine Vorliebe ausgerechnet für Fantasiewesen entwickelt hat, gibt es nicht – aber dafür eine Fülle an Memes, an der auch OpenAI-Gründer Sam Altman teilnimmt:
»Starte das Training von GPT-6 – du bekommst den ganzen Cluster. Extra Goblins.«
Ob das Verhalten mit zukünftigen Modellversionen verschwindet oder sich anderswo äußert (vielleicht ja sogar mit neuen Fabelwesen), bleibt indes abzuwarten.
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