Im Wettrennen um die besten Köpfe im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat OpenAI einen Prestigeerfolg errungen: Peter Steinberger, Gründer des quelloffenen KI-Programms OpenClaw, wechselt zum ChatGPT-Entwickler, wie eine Sprecherin gegenüber dem Handelsblatt bestätigt.
Der österreichische Entwickler hatte sich nach Handelsblatt-Informationen zuvor mit mehreren Unternehmen in San Francisco getroffen, darunter Meta und Anthropic. Stattdessen wird Steinberger dem Codex-Team beitreten, das an OpenAIs gleichnamiger Programmierlösung arbeitet.
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Strategischer Coup im KI-Wettbewerb
In den vergangenen Monaten hatte OpenAI seine Bemühungen im Bereich KI-gestützter Programmierung massiv verstärkt.
- Anfang Februar veröffentlichte man etwa eine Codex-Desktop-Erweiterung für Apple-Entwickler; kurz darauf wurde das neue Modell GPT-5.3-Codex vorgestellt.
- Nach eigenen Angaben haben mehr als eine Million Nutzer die Codex-App heruntergeladen, über 325.000 Entwickler nutzen sie aktiv.
Für OpenAI kommt die Ankunft Steinbergers zu einem wichtigen Zeitpunkt. Zuletzt hatte Anthropic mit seiner Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von 380 Milliarden US-Dollar für Aufsehen gesorgt; OpenAI selbst strebt in einer geplanten Finanzierungsrunde eine Bewertung von bis zu 830 US-Milliarden Dollar an.
Für das Handelsblatt ist der Wechsel Steinbergers entsprechend ein wichtiges Signal im KI-Wettbewerb. Die großen Konkurrenten rund um Google oder Anthropic haben mehr als ordentliche Fortschritte erzielt und machten Anstalten, OpenAIs Vormachtstellung im KI-Markt streitig zu machen.
Grundsätzlich halten Experten autonome KI-Agenten für den nächsten wichtigen Schritt innerhalb der KI-Revolution. Mit Steinberger wechselt laut dem Handelsblatt nun »einer der versiertesten Entwickler auf diesem Gebiet« zu OpenAI.
Der frühere Github-Chef Thomas Dohmke vergleicht OpenClaw etwa mit der Musiktauschbörse Napster, die vor rund 25 Jahren einen regelrechten Boom auslöst. Steinberger habe mit seiner App »der KI-Welt gezeigt, was möglich ist« – jetzt soll er bei OpenAI dasselbe tun. OpenClaw selbst soll von diesem Wechsel indes unberührt bleiben.
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