»Ich kann nicht glauben, dass das wahr ist« - OpenAI schafft Sora nach nur 6 Monaten ab und zerreißt damit die Nutzerschaft

OpenAI schaltet die Video-App Sora nach wenigen Monaten ab. Die Community ist gespalten.

Die KI-Video-App Sora wird eingestellt. (Bild: OpenAI) Die KI-Video-App Sora wird eingestellt. (Bild: OpenAI)

Am 24. März 2026 hat OpenAI überraschend bekannt gegeben, dass die soziale KI-Video-App Sora nach nur einem knappen halben Jahr wieder eingestellt wird. Die Reaktionen der Community fallen sehr gegensätzlich aus.

Ressourcenverschwendung und bessere Konkurrenten

Das Aus von Sora kam am vergangenen Montag so ziemlich aus dem Nichts. Erst im Oktober 2025 hatte OpenAI die App an den Start gebracht und in kurzer Zeit beeindruckende Downloadzahlen erreicht. Zuletzt war der Hype rund um das KI-Tool aber merklich abgeflaut.

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Die Ankündigung wird auf Social-Media-Plattformen wie Reddit intensiv diskutiert. Im r/OpenAI-Subreddit sind in den letzten Tagen zahlreiche Posts erschienen, in denen es um genau dieses Thema geht. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander.

Der Nutzer »Jealous-Drawer8972« wurde von der Ankündigung etwa kalt erwischt und musste laut eigener Aussage mehrmals prüfen, ob es sich nicht um eine Falschmeldung handelt. Das Aus ergebe für ihn überhaupt keinen Sinn, auch angesichts des vielversprechenden Disney-Deals:

»Und der DISNEY-DEAL?? Die Milliardeninvestition mit Marvel-, Pixar- und Star-Wars-Figuren?? Einfach vom Tisch?? Anscheinend hat ein Disney-Team gestern Abend noch buchstäblich mit dem Sora-Team zusammengearbeitet und wusste nicht, dass das kommen würde.«

Der Nutzer beschreibt Sora dabei als »DAS Tool zur Videogenerierung, das die Sichtweise auf KI und Kreativität revolutioniert hat«.

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In den Kommentaren unter diesem, aber auch unter anderen Posts gibt es einige User, die ganz ähnlich reagieren, aber auch viele, die mehr Verständnis für die Entscheidung von OpenAI aufbringen.

So wird immer wieder angeführt, dass Sora letztlich eine riesige Ressourcenverschwendung sei. OpenAI würde täglich Verluste damit machen und Rechenkapazitäten binden, die anderswo effektiver genutzt werden könnten. Ein Nutzer schreibt etwa:

»Es war die richtige Entscheidung, Sora einzustellen. Das Projekt hat nur Geld und Rechenleistung verschlungen. Die Ergebnisse waren äußerst dürftig. Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass sie es so lange am Laufen gelassen haben.«

Ob diese Einschätzung der Realität entspricht, ist nur schwer zu überprüfen. Laut TechCrunch soll OpenAI mit Sora insgesamt sogar rund zwei Millionen US-Dollar eingenommen haben.

Um zu ermitteln, wie lukrativ Sora für OpenAI wirklich war oder hätte werden können, müsste man allerdings auch noch Aspekte wie die genutzte Rechenkapazität und den nun wohl geplatzen Disney-Deal mit einbeziehen.

Zudem wird immer wieder behauptet, dass die Konkurrenz Sora rein technisch schon deutlich überholt hätte. Besonders die Tools Seedance, Kling und Veo werden dabei wiederholt als Alternativen genannt.

Um die ganze Situation etwas übersichtlicher zu gestalten, haben wir in einem Artikel alle wichtigen Fragen zum Sora-Aus zusammengefasst.

OpenAI hat versprochen, in Kürze mehr zu den Details rund um das Aus von Sora zu verraten. Möglicherweise gibt es dann auch offizielle Aussagen zu den Gründen, die zu der Entscheidung geführt haben. Ob es Pläne für ein neues Video-Tool gibt, ist bisher nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich.

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