OpenAI hat gerade GPT-oss vorgestellt: Es ist ihre erste KI, die ihr einfach herunterladen könnt

OpenAI hat mit gpt-oss-120b und gpt-oss-20b zwei Open-Weight-KI-Modelle veröffentlicht, die auf lokaler Hardware laufen.

Die neuen KI-Modelle sollen auch lokal betrieben werden können. (Bild Squtye auf AdobeStock) Die neuen KI-Modelle sollen auch lokal betrieben werden können. (Bild Squtye auf AdobeStock)

OpenAI hat zwei neue, leistungsstarke KI-Sprachmodelle namens gpt-oss-120b und gpt-oss-20b veröffentlicht. Das Besondere an ihnen ist, dass sie »Open-Weight« sind.

Das bedeutet, dass ihr die Modelle kostenlos herunterladen, nutzen und sogar an eure Bedürfnisse anpassen könnt.

OpenAI überrascht mit Open-Weight-KIs

Schon im Frühjahr hatte OpenAI verlauten lassen, dass 2025 die ersten Open-Weight-Modelle seit GPT-2 erscheinen könnten. Zwischenzeitlich wurden diese dann wegen Sicherheitsbedenken nochmal verschoben. Jetzt stehen gpt-oss-120B und gpt-oss-20B auf verschiedenen KI-Plattformen zur Verfügung.

Laut OpenAI sollen die beiden Modelle besonders gut darin sein, komplexe Aufgaben zu lösen und mit Werkzeugen zu arbeiten. Sie zeigen laut der Firma hervorragende Ergebnisse bei »Chain of Thought«-Aufgaben, können ihre Gedanken also Schritt für Schritt erklären.

Effiziente Nutzung: Die Modelle sind so optimiert, dass sie auch auf vergleichsweise »normaler« Hardware laufen können. Das größere Modell (gpt-oss-120b) benötigt nur eine einzige 80-GB-Grafikkarte. Das kleinere (gpt-oss-20b) läuft sogar auf Geräten mit nur 16 GB Speicher, wie man sie oft in Laptops findet.

Der Vorteil daran ist, dass Nutzer nicht auf die API von OpenAI angewiesen sind, sondern eigene KI-Anwendungen erstellen können, die dann direkt auf der lokalen Hardware laufen. Zudem kann mit den Modellen auch einfacher geforscht und experimentiert werden, insgesamt wird KI so für alle zugänglicher.

Sicherheit im Vordergrund: Die Gefahr, dass solche offenen KI-Modelle genutzt werden, um Cyberverbrechen zu begehen oder Waffen zu entwickeln, müsse laut OpenAI immer mitgedacht werden. Es handle sich immerhin um sehr fortschrittliche und mächtige Tools.

OpenAI versichert hierzu, umfangreiche Tests durchgeführt zu haben. Experten sollen dabei gezielt Schwachstellen und Sicherheitsprobleme gesucht haben. So solle sichergestellt werden, dass die KI nur verantwortungsvoll genutzt werden kann.

Zu guter Letzt erlaubt sich OpenAI noch einen Seitenhieb auf die Konkurrenz aus China. Dort entwickelte »Open-Weight«-Modelle erfreuen sich großer Beliebtheit, stehen aber auch in der Kritik. Grund dafür ist eine Zensur durch die chinesische Regierung. Bestimmte historische Ereignisse werden beispielsweise von der KI ignoriert.

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