Apple und Qualcomm - Patentstreit beigelegt, Rückschlag für Intel

Nach zwei Jahren haben sich Apple und Qualcomm in ihrem Patentstreit geeinigt. Einem neuen Vertrag zufolge wird Apple für mindestens sechs Jahre 5G-Modems bei Qualcomm kaufen.

von Sara Petzold,
17.04.2019 20:48 Uhr

Apple hat sich im Patentstreit mit Qualcomm geeinigt.Apple hat sich im Patentstreit mit Qualcomm geeinigt.

Während bei Qualcomm vermutlich die Sektkorken knallen, könnte Intel den Trauerflor tragen. Der Hintergrund für die Feierlichkeiten: Apple hat sich im Patentstreit mit dem kalifornischen Unternehmen nach zweijähriger Auseinandersetzung auf eine global gültige Lizenvereinbarung geeinigt.

Wie ComputerBase mit Bezug auf eine Pressemitteilung seitens Apple berichtet, sieht der zwischen Apple und Qualcomm geschlossene Vertrag neben einer einmaligen Zahlung in unbekannter Höhe von Apple an Qualcomm außerdem eine mindestens sechs Jahre dauernde Lizensierung vor, die rückwirkend zum 1. April 2019 Gültigkeit erhält.

Mobilfunkstandard 5G als treibende Kraft

Zusätzlich zu dieser Vereinbarung, für die sich beide Firmen eine Verlängerung um weitere zwei Jahre offen halten, wird sich Apple über mehrere Jahre von Qualcomm mit Chips für die eigene Hardware beliefern lassen.

Im Vordergrund stehen dabei Modems für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Insbesondere der letztgenannte Teil des Vertrags zwischen Apple und Qualcomm bringt aber einen großen Verlierer dieser Einigung der beiden Konzerne hervor: Intel.

Denn Intel hatte sich zwar für 2019 den Zuschlag für Modems in Apples iPhone gesichert, allerdings hatten Experten bereits infrage gestellt, ob Intel überhaupt in der Lage sein könne, im nächsten Jahr genügend 5G-Chips an Apple zu liefern.

Weil Apple nach eigenen Angaben die Welt zum 5G-Standard führen will, muss der Konzern eine ausreichende Versorgung mit 5G-Modems sicherstellen.

Die Beilegung des Patentstreits mit Qualcomm zeigt, dass Apple selbst offenbar nicht an die Produktionskapazitäten von Intel glaubt.


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